Lötters-Eigentor warf Hampel-Elf aus der Bahn

FCI-Kapitän Lukas Lenz traf nach der Pause zum 1:3, mehr gelang der Hampel-Elf nicht.
FCI-Kapitän Lukas Lenz traf nach der Pause zum 1:3, mehr gelang der Hampel-Elf nicht.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Wer in der ersten Halbzeit mit 0:3 zurück liegt und keinen Torschuss abgegeben hat, kann einfach nicht mehr für ein Happy-End in Frage kommen. Aber nach dem schnellen Lenz-Tor kurz nach Wiederanpfiff spielte der FC Iserlohn wie verwandelt. Mit etwas Glück wäre sogar ein Unentschieden möglich gewesen.


Fußball-Westfalenliga: FC Iserlohn - FC Brünninghausen 1:3 (0:3).
Kurz vor dem Anpfiff meldete sich Verteidiger Weusthof ab. Ihn hatte in der Kabine, schon im Trikot, ein Hexenschuss außer Gefecht gesetzt. Dieser neuerliche Rückschlag konnte freilich nicht mehr auf dem Spielbericht Berücksichtigung finden, Cela sprang in der Defensive ein. Nach ausgeglichenem Beginn halfen die Iserlohner ihrem Gast auf die Sprünge. Nach einer Sprenger-Flanke wollte Lötters den Ball mit der Brust auf Dreesen ablegen. Doch der FC-Keeper war schon weit aus seinem Kasten, vorbei an Freund und Feind, herausgeeilt und verpasste so das Spielgerät. „Beide trifft die Schuld“, meinte Christian Hampel. Der FC-Trainer musste sich nur sechs Minuten später erneut ärgern, denn Deppe stoppte Gondrums Lupfer mit der Hand. Der Top-Torjäger verwandelte den fälligen Strafstoß zum 0:2. Aber damit war die Leidenszeit für die FCI-Anhänger längst nicht beendet. Ihre Mannschaft bekam einfach keinen Zugriff auf das Spiel. Es mangelte nicht nur an der Zweikampfstärke, auch das Zuspiel aus der eigenen Hälfte war mangelhaft. Nur einmal musste Acil gegen Schattling eingreifen (19.). Ansonsten war er ein echter Torsteher. Besonders wurmte es die Gastgeber, dass mit dem in der Winterpause abgewanderten Lipki ein Ex-Iserlohner das 0:3 erzielte (31.). Er hatte sich nach Sprenger-Flanke in der Mitte gegen Deppe abgesetzt.

Hampels Ansprache in der Kabine traf auf fruchtbaren Boden. Direkt nach dem Anstoß waren die Iserlohner präsent, gingen aggressiv in die Zweikämpfe und spielten nach Balleroberung druckvoll in Richtung gegnerisches Gehäuse. Schiedsrichter Benkhoff ließ Vorteil laufen und Lenz verkürzte - 1:3 (48.) Nun brannte es lichterloh vor dem Brünnnighauser Kasten. Lenz scheiterte freistehend gegen Acil (50.) und beim Nachschuss an den Pfosten hatte der Keeper auch noch seine Finger im Spiel. Die folgende Ecke köpfte Schattling nach Herder-Vorlage aus Nahdistanz Zentimeter über die Latte (51.).

Fast hätte Gondrum mit seinem 20. Saisontor alles klar machen können, aber er geriet auf holprigen Rasen ins Straucheln und schoss freistehend drüber (61.). Gräßer (71.), Burgio (74., direkter Freistoß) und Lötters (77.) verpassten hauchdünn das 2:3. Einen unrühmlichen Zwischenfall gab es aber noch. Lipki versetzte FCI-Kapitän Lenz einen Kopfstoß, da wurde eine Jochbein-Prellung festgestellt. Kurz danach wurde der Sünder ausgewechselt.