Lange sieht Ruf beschädigt

Mathias Lange gehört überraschend nicht zum WM-Kader Österreichs.
Mathias Lange gehört überraschend nicht zum WM-Kader Österreichs.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Mathias Lange, Torhüter der Iserlohn Roosters, ist für die Eishockey-WM in Prag vom österreichischen Eishockey-Verband ausgebootet werden. Als Grund gab der ÖEHV an, dass Lange nicht an allen Trainingslagern vor dem Beginn der Titelkämpfe habe teilnehmen wollen. Daher habe man sich im Trainerteam und mit Sportdirektor Alpo Suhonen verständigt, dass Lange diese Weltmeisterschaft nicht spielen wird, erklärte Dan Ratushny, österreichischer Nationalcoach und hauptberuflich Trainer von RB Salzburg, ihm fehle bei Mathias Lange die Begeisterung, für das Team Austria zu spielen.

Lange widerspricht vehement. Gegenüber der „Kleinen Zeitung“ in Kärnten erklärte er: „Wer mir mangelnde Einstellung nachsagt, lügt und beschädigt meinen Ruf.“ Lange, vor kurzem Vater geworden und in New Jersey wohnhaft, hatte einen USA-Kurztrip zwischen dem 20. und 24. April geplant. „Ich hätte keinen einzigen Trainingstag versäumt.“ Er meint, dass das eigentliche Problem nicht genannt werde. Denn er habe damit gerechnet, dass die Reisekosten (rund 800 Euro) vom ÖEHV übernommen werden. „Das wurde abgelehnt. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich nicht bei dabei sein darf. Mir geht es nicht um die Kosten für ein Ticket, sondern ums Prinzip.“

Die Roosters reagierten überrascht. Wolfgang Brück, geschäftsführender Gesellschafter der Roosters, hält die Aussagen des ÖEHV für falsch. „Ich weiß, dass es die Zusage von Mathias Lange gegeben hat, an allen zwischen beiden Seiten vereinbarten Vorbereitungslehrgängen der Nationalmannschaft teilzunehmen. Für ihn war und ist es immer eine besondere Ehre, für sein Heimatland auf dem Eis zu stehen, auch deshalb hat er in den letzten zwei Jahren intensiv und hart gearbeitet. Ich werde nicht zulassen, dass man Mathias Lange in der Öffentlichkeit nachsagt, dass es ihm an Begeisterung fehle, für Österreich auf’s Eis zu gehen“, so Brück weiter. Die Roosters sehen es als Verpflichtung an, sich in dieser Situation klar hinter ihren Torhüter zu stellen. Brück weiter: „Eine solche Diskussion hat gerade ein Spieler wie Mathias Lange nicht verdient. Ich weiß wie enttäuscht er derzeit ist!“