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Krönung des langen Erfolgsweges beim Letmather TV

09.04.2010 | 16:48 Uhr
Krönung des langen Erfolgsweges beim Letmather TV

Iserlohn. Es ist die vorläufige Krönung eines langen Erfolgsweges, der die Badminton-Abteilung des Letmather TV aus den Niederungen der Kreisklasse in die Landesliga führte.

Für die knapp 26 Jahre alte (und damit jüngste) Sparte des Großvereins der bislang größte Triumph, der jedoch nicht von ungefähr kommt.

141 Mitglieder zählt die Abteilung aktuell, 90 davon sind Erwachsene, der Rest gehört dem Nachwuchs an. 40 Akteure spielen in den sechs Mannschaften (zwei Jugend- und vier Seniorenteams). Der weitaus größere Rest bildet den Hobbyspieler-Bereich. Die trainieren dienstags ab 20 Uhr in der Sporthalle des Letmather Gymnasiums, die den Mittelpunkt der sportlichen Aktivitäten der Badminton-Abteilung bildet.

Montags, mittwochs und freitags (zu letztgenanntem Termin allerdings in der Humpferthalle) kommen die Teamspieler beim Training zu ihrem Recht. Die auf den ersten Blick üppigen Trainingszeiten relativiert Jens Rodermund, seit 1995 Abteilungsleiter, mit einer einfachen Rechnung. Da in der Gymnasiumhalle nur vier Spielfelder Platz finden, können maximal 16 Akteure gleichzeitig trainieren. Da wird es schon einmal eng, doch da hilft auch die gute Nachbarschaft zu ITS, Leckingsen oder HPK Hemer. Häufig trifft man sich auch bei diesen Klubs zu gemeinsamen Trainingseinheiten.

Zusammenhalt und gute Kameradschaft sind aber auch die Basis dieser LTV-Abteilung. „Wir sind alle Idealisten”, macht Jens Rodermund deutlich, dass der Erfolg gewachsen ist. Ein wichtiger Faktor hierfür ist aber auch die Arbeit von Spielertrainer Stuart Whittington, der Oberliga-Erfahrung mitbringt und nunmehr seit zehn Jahren den LTV trainiert. Der Einsatz des Hemeraners als Spieler war schließlich das entscheidende Plus in dieser bislang erfolgreichsten Saison, in der nicht nur die Erste, sondern auch die als Spielgemeinschaft mit Leckingsen betriebene Zweite (Rückkehr in die Bezirksklasse) und die Schüler (Kreis- und Bezirksmeister) Ausrufezeichen gesetzt haben.

Und gerade der Nachwuchs soll künftig auch die Basis bilden, um das nun erreichte Niveau zu halten. Dennoch weiß man bei den Letmathern, dass es zunächst einmal schwierig werden wird, die Landesliga zu halten. Weite Reisen und starke Gegner sind in dieser Klasse der Alltag. Mit dem Heimvorteil in der Gymnasiumhalle (mit ihrer gewöhnungsbedürftigen, niedrigen Decke) soll das Vorhaben aber gelingen. Doch selbst eine (vorübergehende) Rückkehr in die Bezirksliga wäre kein Beinbruch.

Da sorgt man sich in der Badminton-Abteilung schon eher um die hohen Kosten, die der Sport verschlingt. Die benutzten Natur-Federbälle kosten pro Stück mehr als einen Euro. Pro Mannschaftsspiel werden etwa drei Dutzend verbraucht und können danach nur noch im Training verwendet werden. Bei sechs Teams pro Heimspieltag sind da schnell 250 Euro verbraucht.

Auf der anderen Seite ist die Meisterschaftssaison aber auch relativ kurz, und so komplettieren Ranglistenturniere und die Vereinsmeisterschaften am 17./18. April das Sportjahr. Und 2010 kamen natürlich noch zahlreiche Meisterfeiern dazu.

Markus Wassmuth



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