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Kris Sparres Penalty sicherte Roosters den Zusatzpunkt

13.09.2009 | 20:51 Uhr
Kris Sparres Penalty sicherte Roosters den Zusatzpunkt

Frankfurt. Die Roosters bleiben auswärts ungeschlagen. Nach dem 3:0 in Straubing fuhren sie in Frankfurt in einer intensiv geführten Partie nach Penaltyschießen den zweiten Erfolgs auf fremden Eis ein. Mads Christensen spielte erneut stark, die Sparre-Brüder erzielten ihr ersten DEL-Tore.

Frankfurt Lions - Iserlohn Roosters 3:4 n. P. (0:2, 2:0, 1:1). IEC-Trainer Uli Liebsch musste neben Sebastian Jones auf Michael Wolf, der offenbar an einer Magen-Darminfektion (nicht an einer Blinddarmentzündung) leidet, sowie Quinn Hancock (Bluterguss im Knie) verzichten, bei Frankfurt fehlte u. a. Ilja Vorobiev. Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel. Die Aktionen der Sauerländer wirkten geradliniger und zielstrebiger. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Und das gleich per Doppelschlag. Nach einem Bullygewinn bediente Ryan Ready Nebenmann Brian Swanson, der sich in Seelenruhe die Scheibe zurechtlegen konnte (5.). Frankfurt erholte sich noch von diesem Schock, da musste Ian Gordon nur 45 Sekunden später erneut hinter sich greifen. Mads Christensen, mustergültig von Daniel Sparre bedient, traf.

Mads Christensen spielte erneut stark.

Aber die Hessen hielten dagegen und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten. Danny aus den Birken rückte mit guten Paraden in den Mittelpunkt und hatte zudem das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite, als Josh Langfeld bei Frankfurter Unterzahl nur den Pfosten traf (12.). Die beiden Chancen der Hausherren bei numerischer Unterlegenheit offenbarten gleichzeitig das größte Manko der Roosters: das Powerplay. Selbst bei einer 83-sekündigen 5:3-Überzahl erarbeitete sich das Liebsch-Team keine nennenswerte Chance.

Das sollte sich rächen. Jimmy Roy saß gerade sieben Sekunden auf der Strafbank, als Jeff Ulmer von der blauen Linie einklinkte (26.), aus den Birken war die Sicht genommen. Das Tempo blieb hoch. Steven Rupprich (25.) und Ryan Ready (28.) besaßen gute Möglichkeiten, scheiterten aber an Ian Gordon. Nicholas Angell traf auf der Gegenseite zunächst den Pfosten (33.), zwei Minuten später sorgte Ulmer mit seinem zweiten Treffer für den Ausgleich (35.). Zusammen mit Derek Hahn hatte er Stefan Langwieder und Andy Schneider ausgezockt. Pech hatte Christensen, der Sekunden vor der zweiten Pause die Latte traf.

Im Schlussdrittel ging es weiter rauf und runter. Aus den Birken verhinderte mit einer Glanztat einen Rückstand (46.), Daniel Sparre schoss bei Überzahl (!) kurz darauf die Roosters erneut in Führung (48.). Diese hatte aber nur 50 Sekunden Bestand. Michel Periard hielt die Lions im Spiel. Als es 33 Sekunden später erneut einschlug, jubelte Frankfurt jedoch zu früh, Thomas Oppenheimer hatte mit dem Schlittschuh getroffen. Frankfurt drückte nun massiv, Periard traf aber nur den Pfosten (57.). Schneider kassierte drei Minuten vor Schluss eine unnötige Strafe, dank eines starken Torwarts war dem IEC jedoch ein Punkt sicher. In der Verlängerung ließen die Blau-Weißen eine Überzahl verstreichen, dann sicherte Kris Sparre den Extrapunkt.

Frankfurt Lions: Gordon - Angell, Periard; Slaney, Blanchard; Bresagk, Osterloh - Langfeld, Hahn, Polaczek; Ulmer, Tenute, Young; Danner, Gawlik, Wörle; Oppenheimer, Kopitz, Kunce

Iserlohn Roosters: aus den Birken - Ardelan, Wilford; Insana, Danielsmeier; Schneider, Langwieder - D. Sparre, Hock, Christensen; Ready, Swanson, Roy; Hommel, Rupprich, K. Sparre; Taube

Schiedrichter: Jablukov (Berlin). - Strafen: Frankfurt 16, Iserlohn 14. - Zuschauer: 5 900.

Tore: 0:1 (4:08) Swanson (Ready, Insana), 0:2 (4:53) Christensen (D. Sparre, Hock), 1:2 (25:45) Ulmer (Tenute, Young/5-4), 2:2 (34:31) Ulmer (Hahn, Young), 2:3 (47:54) D. Sparre (Christensen, Hock/5-4), 3:3 (48:44) Periard (Ulmer, Hahn/6-5) - Penaltyschießen: Christensen 0:1, Tenute 1:1; Hock an TW, Ulmer an TW; Swanson an TW, Hahn an TW; Tenute vorbei, Christensen an TW; Angell an TW, K. Sparre 1:2.

Rich Chernomaz (Frankfurt): „Ich bin heute nicht zufrieden. In den letzten beiden Heimspielen, inklusive Vorbereitung, haben wir im ersten Drittel zu viele Tore kassiert. Wir wachen erst auf, wenn wir in Rückstand geraten sind. Das kostet einfach zuviel Kraft. Im letzten Drittel sind wir zu wenig auf den Körper gegangen.”

Ulrich Liebsch (Iserlohn): „Das war heute eine enge Partie, die auch einen anderen Ausgang hätte nehmen können. Trotz einer 2:0-Führung konnten wir dem Frankfurter Druck kaum stand halten. Danny aus den Birken hat uns bis zum Schluss im Spiel gehalten. Angesichts unserer zahlreichen Ausfälle bin ich mit dem Ausgang zufrieden.”

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