Kreisvorstand reagiert auf Proteste und lädt Vereine zu Gesprächen ein

Noch ist unklar, ob und wenn ja in welcher Liga Dröschede II und Sümmern in Zukunft aufeinander treffen.
Noch ist unklar, ob und wenn ja in welcher Liga Dröschede II und Sümmern in Zukunft aufeinander treffen.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Der erste Würfel ist so gut wie gefallen: Fußball-Kreisliga-A-Spitzenreiter ASSV Letmathe liegt drei Spieltage vor Schluss neun Punkte vor Verfolger Vatanspor. Von soviel Planungssicherheit können die Mannschaften im Tabellenkeller nur träumen. Sie wissen noch nicht einmal, ob der Platz, auf dem sie derzeit stehen, zum Klassenerhalt genügt oder den Abstieg bedeutet.

Groß war das Geschrei, als vor einigen Wochen bekannt gegeben wurde, dass der frei werdende Platz des TuS Holzen-Sommerberg, der bekanntlich in den Kreis Dortmund wechselt, von einem Vizemeister der B-Kreisligen besetzt werden soll. Die SF Sümmern, der VfL Platte-Heide, der SC Hennen und Borussia Dröschede haben protestiert – und das offenbar erfolgreich: Der Vorstand des Fußballkreises Iserlohn wird sich noch einmal mit der Auf- und Abstiegsfrage beschäftigen. Bereits diese Absicht kommt bei den potenziellen Aufsteigern gar nicht gut an. Trainer Lahbib El-Harm, der mit dem MSV Iserlohn derzeit auf Platz zwei in der West-Staffel der Kreisliga B liegt, schüttelt nur den Kopf. „Das ist doch alles nicht mehr normal. Einmal so und einmal so zu entscheiden, das geht doch nicht.“

Sportfreunde Sümmern senden versöhnliche Signale

Sümmerns Trainer Udo Spickhoff erfreut bereits die Tatsache, dass überhaupt über eine neue Auf- und Abstiegsregelung nachgedacht wird. Auch eine gemeinsame Relegation mit den Vizemeistern der B-Liga wäre für ihn ein akzeptabler Kompromiss. Die Verantwortlichen auf der Dröscheder Emst geben zu bedenken, dass es im Kreisliga-Oberhaus einen weiteren Verein treffen könnte, der intensive Jugendarbeit betreibt. „Und stattdessen steigt aus der B-Liga ein Verein auf, der nur eine Mannschaft unterhält.“

Aber eigentlich liegt die volle Konzentration auf den ausstehenden drei Saisonspielen. „Wir müssen aus unseren Heimspielen sechs Punkte holen und schauen, was in Ergste geht“, rechnet Spickhoff vor.

Schon in der kommenden Woche könnte laut Andreas Joswig, dem Kreisvorsitzenden, Klarheit herrschen. „Ich werde mich mit allen beteiligten Vereinen aus den Kreisligen A bis C zusammensetzen und nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. Und die Klubs haben einen Anspruch darauf, dass wir mit ihnen zuerst sprechen. Ich bin jedenfalls guter Dinge, dass wir das hinbekommen.“ Die Lösung müsse jetzt schnell gefunden werden, damit Spieltage für eine mögliche Relegationsrunde festgelegt werden können. Die C-Kreisligisten werden ebenfalls angehört, weil es unter Umständen einen zusätzlichen Platz in der B-Liga zu besetzen gibt.

Joswigs Stellvertreter Horst Reimann wird nicht mit am Tisch sitzen. „Es sind noch zwei Vereine abstiegsgefährdet, in denen ich Mitglied bin“, erklärt er. Das ist neben den SF Sümmern auch der SC Hennen II, der jedoch einen vergleichsweise komfortablen Fünf-Punkte-Abstand auf die Abstiegsplätze besitzt, der schon an diesem Donnerstagabend ausgebaut werden kann.