Krefeld mausert sich für Roosters zum Angstgegner
01.02.2012 | 16:17 Uhr 2012-02-01T16:17:00+0100
Iserlohn.Mit den Pinguinen kommen die Roosters einfach nicht klar. Westrivale Krefeld mausert sich immer mehr zum Angstgegner, gegen den der letzte glatte Drei-Punkte-Sieg in der vorletzten DEL-Serie gelang. Am Dienstag wären die Iserlohner froh gewesen, überhaupt etwas mitnehmen zu können. Aber die Umstände waren einfach nicht danach.
Ein Grund für die Niederlage: Keeper Sébastien Caron zog sich schon im ersten Drittel nach einem ungeahndeten Foul von Driendl eine Gehirnerschütterung zu. „In der Pause habe ich ihm gesagt, er solle es probieren. Aber beim zweiten und dritten Gegentor sah er nicht gut aus, es hatte keinen Sinn. Und die Gesundheit geht immer vor“, resümierte Trainer Doug Mason. Zu Carons Ausfall gesellte sich Jeff Giualianos Fehlen, der mit seiner Kämpfernatur der Mannschaft gut getan hätte. Zudem gab es einige angeschlagene Spieler und drei Magen-Darm-Opfer. Michael Hackert musste ganz passen, Michael Wolf und Christian Hommel liefen auf, brachten aber nicht ihre gewohnte Leistung.
Einen bitteren Abend erlebten die Roosters. Denn sie verloren nicht nur das Derby in Krefeld. Überschattet wurde die Niederlage von der Verletzung ihres Torhüters Sébastien Caron, der beim Stande von 0:3 mit Verdacht auf Gehirnerschütterung das Eis verließ.
In der Summe waren das einige Defizite zu viel, aber Doug Mason betonte: „Wir hätten dennoch gewinnen können, weil wir die bessere Mannschaft waren.“ Und kam damit zu weiteren Gründen für die Niederlage. Die sah er in schwacher Chancenverwertung und mangelnden Aggressivität. „Wir waren oft zu passiv, standen zu weit weg und haben Krefeld gewähren lassen. Und wenn der Gegner dann auch noch das nötige Glück hat, verliert man eben“
Spannung im Kampf um Play-off-Plätze
Nach den Dienstagsergebnissen (Augsburg gewann in Hannover) ist klar, dass der Kampf um die Play-off-Plätze ungemein spannend bleibt, und demzufolge richtet sich Masons Augenmerk ganz auf die beiden letzten Aufgaben vor der Länderspielpause - am Freitag gegen Mannheim und am Sonntag in Wolfsburg. „Da müssen wir als Mannschaft gut auftreten und einfach wieder aggressiver sein“, fordert der Coach. Derzeit rätselt er noch, wer ihm dabei zur Verfügung steht. Mit Caron rechnet er für Freitag nicht, und Giuliano hat nach seiner Gehirnerschütterung noch nicht wieder trainiert. Am diesem Donnerstag wird Stand-by-Keeper Tero Leinonen zum Training am Seilersee erscheinen. Mason: „Ich habe ihn noch nie auf dem Eis gesehen, und er hat lange nicht gespielt.“ Aber der Finne ist ohnehin der Mann für die Bank.
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