Knallhartes Programm
16.08.2011 | 16:40 Uhr 2011-08-16T16:40:29+0200
Iserlohn.(wasi) Mit einer unliebsamen Überraschung begann der Trainingsauftakt bei den Regionalliga-Basketballern von NOMA Iserlohn, denn der belgische Center Tsimuanga Mukole Tudikonge ließ Manager Michael Dahmen im Vorfeld wissen, dass er ein Engagement bei einem marokkanischen (!) Verein vorziehe, weil der ihm einen besser dotierten Vertrag angeboten habe.
„Dieses Verhalten ist komplett unprofessionell“, fehlten der sportlichen Leitung die Worte. Der 25-Jährige hatte bei den Kangaroos bereits einen Vertrag unterschrieben und ist nun nur gegen eine Ablösesumme für andere Vereine spielberechtigt. Allerdings sagte Michael Dahmen auch: „ Es ist gut, dass das jetzt passiert ist. Vielleicht haben wir so die Chance, noch einen besseren Mann zu verpflichten.“
Und im ersten Training, das in der neuen Hemberghalle stattfand, gab es durch das Fehlen des verflossenen Neuzugangs ohnehin kein Qualitätsverlust, denn Coach Matthias Grothe konnte Center Bernd Kruell vom Erstligisten Phoenix Hagen als Gastspieler begrüßen, der die Lücke mehr als wettmachte. Darüber hinaus wird in den kommenden Tagen mehr auf die individuelle Fitness mit etlichen Einheiten im Stadion Wert gelegt, so dass das Mannschaftsspiel zunächst nur eine untergeordnete Rolle spielt.
Tägliche Einheiten (an drei Tagen in der Woche wird sogar zweimal trainiert) stehen zunächst auf dem Plan. Am Wochenende ist bereits ein erstes Trainingslager vorgesehen, bei dem neben der körperlichen Betätigung ein Teamevent zur Festigung des Mannschaftsgefüges auf dem Programm steht.
Die ersten Eindrücke, die Coach Grothe zum Auftakt gewinnen konnte, waren positiv. Vor allem die Neuzugänge Will Figures und Kristof Schwarz machten deutlich, dass die Iserlohner auf den kleinen Positionen hervorragend besetzt sind. „Und davon wird die gesamte Mannschaft profitieren“, kündigt ein überzeugter Grothe an.
Spätestens bis Ende August soll die noch vakante Centerposition bei den Waldstädtern besetzt sein. „Wir sind mit vielen Agenten in Kontakt, doch einen echten Markt gibt es nicht“, sagt Manager Dahmen, der aber dennoch zuversichtlich ist, bald einen Akteur verpflichten zu können.
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