Kleine Schritte zum Fusionsziel
12.04.2011 | 17:51 Uhr 2011-04-12T17:51:00+0200Iserlohn. (wis) Getroffen haben sie sich schon häufig, aber sehr selten Ergebnisse bekannt gegeben. Daran hielten die Gesprächsteilnehmer auch nach ihrer letzten Zusammenkunft zum Thema Iserlohner Fußballfusion fest.
Am Montag saßen die Vereinsvertreter Ralf Schamp und Herbert Pantring (SF Oestrich-Iserlohn), Andreas Friedberg (Borussia Dröschede) sowie Bernd Krehle und Adolf Betzinger (TuS Iserlohn) mit den Unternehmern Gustav Edelhoff, Wolfgang Kirchhoff und Dr. Sigurd Pütter zusammen, um das Fusionsprojekt, das zur Saison 2012/2013 mit Leben erfüllt werden soll, weiter voran zu bringen.
„Die Verhandlungen sind vertraulich, wir sind weiter im Gespräch und werden Ende Mai wieder zusammen kommen. Mehr sage ich nicht,“ lautete Dr. Pütters Statement. Etwas mehr sagte er dann doch und verwies auf den weiteren Zeitplan. Bis zur Jahresmitte erwartet er konkrete Ergebnisse, die im Herbst den Mitgliedern der Vereine präsentiert und zur Abstimmung gestellt werden könnten. Pütter: „Für meine Begriffe ist die Erfolgschance heute größer als vor zwei Monaten, ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.“
Auch die Vereinsvertreter hielten sich bedeckt. Bernd Krehle, Vorsitzender der TuS-Fußballer, ließ nur verlauten, dass er sich sehr bald Fakten wünsche, um keine Zeit zu verlieren und vor allem auch den vielen Spekulationen den Nährboden zu entziehen. Ralf Schamp, 2. Vorsitzender der Sportfreunde, verwies auf rechtliche Fragen, die sorgfältig geklärt werden müssten. „Jeder hat noch Hausaufgaben zu machen, aber konzeptionell ist wirklich schon viel auf den Weg gebracht worden.“ Und der Dröscheder Andreas Friedberg betonte, dass noch einige Kühe vom Eis geholt werden müssten. „Wenn wir unseren Mitgliedern ein Konzept mit Aussicht auf Erfolg vorstellen wollen, dann muss alles Hand und Fuß haben.“
Bei der angestrebten Dreierkombination wäre sowohl in Oestrich als auch in Dröschede eine hohe Zustimmungsrate (zwei Drittel bzw. 80 Prozent der Mitglieder) für eine Fusion notwendig. Deutlich niedriger wäre die Hürde, wenn lediglich Oestrich und der TuS zusammen kämen. Die 46er müssten nämlich als Abteilung den Hauptverein verlassen und dann den Sportfreunden beitreten. Und Letzteres ginge wohl auch ohne Abstimmung in der Schledde.
Erklärter Wille aller Beteiligten ist aber nach wie vor die große Lösung. Unerlässlich dürfte es dabei sein, dass ein etwaiger Fusionsverein ohne Schulden an den Start gehen könnte. Bekannt sind die Verbindlichkeiten der Oestricher Sportfreunde, die von Privatpersonen abgedeckt sind. Zu diesem Thema scheint es noch Klärungsbedarf zu geben.
Auch in sportlicher Hinsicht müssten vor Beginn der neuen Saison Weichen gestellt werden, wenn sich bis dahin die Fusion als realisierbar darstellen sollte. Wird es eine Westfalenligamannschaft geben, die so ausgestattet ist, dass sie den Sprung in die für 2012 vorgesehene neue Oberliga schaffen kann? Sind zwei Bezirksligamannschaften (TuS und Oestrich II) in der nächsten Serie sinnvoll? Einige Fragen stehen wohl schon vor dem Herbst zur Beantwortung an.
20:14
Ich kann für die Stadt Iserlohn und dem Fußball in dieser Stadt nur hoffen das das alles klappt. Nur so kann man dann von höheren Regionen träumen. Schade das so was zur Zeit nicht auch in Hagen möglich ist. Alleine diese Derby´s auf höherem Niveu wären sicherlich eine Bereicherung.
In diesem Sinne