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Klein-Team in entscheidender Phase nicht clever genug

10.06.2012 | 21:23 Uhr
Klein-Team in entscheidender Phase nicht clever genug
Die HTV-A-Jugend hat die Bundesliga-Qualifikation knapp verpasst.

Hamm-Werries. Was für ein Drama! Im Entscheidungsspiel um den vermeintlich letzten noch freien Bundesligaplatz (siehe Kommentar) zog die A-Jugend des HTV Sundwig/Westig hauchdünn gegen den ASV Senden den Kürzeren.
Handball-A-Jugend-Bundesliga-Qualifikation, Entscheidungsspiel: ASV Senden - HTV Sundwig/Westig 29:28 (12:11). Als Max Klein zwölf Sekunden vor Ende der Partie mit einem Wurf aus dem Rückraum an der Querlatte scheiterte, rissen die Münsterländer die Arme hoch. Sie waren das glücklichere Team, das in der entscheidenden Phase allerdings auch cleverer agierte. „Es ist schade, dass wir uns selbst um den Lohn der Arbeit gebracht haben“, analysierte HTV-Trainer Alfred Klein nach der Partie. Ob er dabei an vier vergebene Siebenmeter, die Abwehrschwächen oder zahlreiche Abspielfehler gedacht haben mag?

Fakt ist, dass beide Teams hochgradig nervös in das Spiel in Hamm starteten. Dass die Hemeraner nicht nur in punkto Lautstärke unter den gut 400 Fans ein klares Übergewicht hatten, schien das Team zunächst nicht zu beflügeln. Überwiegend lag der ASV in Führung, weil das Team in der ersten Halbzeit mit Frey den klar besseren Keeper besaß.

Sein Gegenüber Schumacher haderte dagegen nicht zu unrecht mit seinen Vorderleuten. Das änderte sich nach der Pause. Da packte die HTV-Deckung energischer zu, und Schumacher drehte auf. Nach dem 14:14 (35.) taten das auch seine Vorderleute. Über 17:14 (39.) wurde wenig später das 19:15 der Klein-Schützlinge notiert. Doch die verspielten den Vorsprung ebenso schnell wieder, wie sie ihn herausgeworfen hatten. Die Abwehr fand gegen den individuell stärkeren, körperlich aber nicht überlegenen Gegner kaum ein Mittel. So wogte das Geschehen nach dem 19:19 (45.) fortan hin und her.

Beim 22:20 des ASV (50.) durch den ab der 20. Minute mit zwei Hinausstellungen belasteten T. Micke (8) wurde es eng für den HTV. Doch der konterte zum 25:24 und 26:25 (56.) schaffte es aber zweimal nicht, bei Ballbesitz nachzulegen. Und das rächte sich, weil man nun Clausing (8) nicht in den Griff bekam, der mit drei Toren im Alleingang für das 28:26 für den ASV sorgte (57.). Durch die Qualifikation nervlich gestählt, antworteten Klein und Frenzel mit dem erneuten Ausgleich. Als van Breunigk eine Minute vor Schluss zum 29:28 traf, schien noch alles möglich, doch Kleins Lattenknaller bedeutete das jähe Ende aller Hoffnungen.

Markus Wassmuth



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