Kangaroos feierten einen Triumph des Willens

NOMA-Trainer Matthias Grothe gab seinem Team die richtigen Anweisungen zum Sieg.
NOMA-Trainer Matthias Grothe gab seinem Team die richtigen Anweisungen zum Sieg.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Das war definitiv ein Triumph des Willens! Von mehr als tausend begeisterten Zuschauern angetrieben, rissen die NOMA-Basketballer die Partie gegen Rhöndorf in der Schlussphase noch herum, wahrten ihren Heimnimbus und feierten zudem einen gelungenen Start ins Jahr 2015.


Basketball, 2. Bundesliga Pro B Süd: NOMA Iserlohn - Dragons Rhöndorf 73:64 (24:17/35:35, 51:52). Zwei Minuten waren im letzten Durchgang gespielt, da vollendete Rhöndorfs Neuzugang und Debütant Smith mit seinen Punkten 23 und 24 zum 58:52 für die Gäste. Nicht wenige Iserlohner Fans in der proppenvollen Hemberghalle fürchteten da schon die erste Heimniederlage seit über einem Jahr. Doch dann nahm NOMA-Coach Matthias Grothe zum wiederholten Mal eine Auszeit. Alles Mögliche hatte er taktisch schon ausprobiert, doch nach Ende der Besprechung kamen die Kangaroos plötzlich ins Spiel. Ein Dreier von Orlan Jackman, der eine Halbzeit lang seiner Form hinterlief, zwei Zähler vom Kämpfer Joshua Dahmen und ein weiterer Distanztreffer des Briten brachten das 60:60 (34.).

Jetzt stand die Halle Kopf und das Spiel auf des Messers Schneide. Der nun überragende Niklas Geske zeigte, warum er in der Bundesliga nicht nur die Bank warm hält, sondern Akzente setzt. Seine Punkte brachten das 64:60 und damit nach dem 41:39 (22.) wieder eine Führung.

Die Rhöndorfer kamen durch einen Freiwurf-Punkt von Smith sowie einen Dreier von Laudermill zum 66:64 ein letztes Mal auf. Jetzt waren noch zwei Minuten zu spielen. Jackman setzte unter dem Korb mehrfach nach, behielt die Übersicht und traf zum 68:64. Geske per Freiwurf nach Thüligs technischem Foul und Yannick Opitz mit einem weiteren Treffer von der Linie stellten die Weichen auf Sieg. In einer bis zum Schluss spannenden Partie sorgten Jackman und Geske für die Schlusspunkte.

Durchgesetzt hatte sich am Ende die im entscheidenden Moment bessere Physis der Iserlohner, die lange brauchten, bis sie ihren Modus fanden. Dabei hatte die Partie nicht schlecht begonnen. Einen 8:11-Rückstand (5.) verwandelten die Hausherren vor allem mit Taktgeber Thomas Reuter in eine 24:17-Führung. Doch dann folgte ein kurzer Blackout. Acht Punkte in Serie von Smith gaben Rhöndorf den Glauben zurück, in der Waldstadt etwas holen zu können. Und das demonstrierten sie in den folgenden Minuten mit einer „brettharten“ Verteidigung. Einfache Punkte und schnelles Spiel des NOMA-Teams blieben Fehlanzeige. Hinzu kamen sechs in Serie vergebene Freiwürfe, so dass zur Pause das 35:35 absolute Berechtigung hatte.

Wer nach Wiederbeginn geglaubt hatte, die Iserlohner könnten nun einen Gang höher schalten, der sah sich getäuscht. Rhöndorf blieb am Drücker. Smith kam immer wieder zum Korberfolg und spielte dennoch mannschaftsdienlich. Beim 47:52 (29.) versuchten es die Gastgeber mit einer Zonendeckung. Weitaus wichtiger war jedoch Reuters Dreier und J. Dahmens Freiwurfpunkt, der die Angelegenheit vor dem letzten Abschnitt wieder fast ausglich. Immerhin mussten die Zuschauer nun nur noch zwei Minuten warten, bis der NOMA-Express startete.