Kalte Dusche nach Katrakazos’ Doppelschlag

Der SC Hennen musste sich dem SC Obersprockhövel mit 2:3 geschlagen geben.
Der SC Hennen musste sich dem SC Obersprockhövel mit 2:3 geschlagen geben.
Foto: IKZ

Hennen..  Wenn Hennens Trainer Peter Habermann von einer „ärgerlichen Niederlage“ sprach, traf er damit den Nagel auf den Kopf. Denn es war keinesfalls die Stärke der Obersprockhöveler, die den Gästen den Sieg bescherte, sondern vielmehr Unzulänglichkeiten der Hausherren, die das 2:3 begünstigten.
Fußball-Landesliga 3: SC Hennen - SC Obersprockhövel 2:3 (0:2). Von Beginn an erspielten sich die Gastgeber ein Übergewicht. Hinten schienen sie das Geschehen im Griff zu haben, allerdings strahlte die Offensive keine Gefahr aus. Überraschend geriet Hennen in Rückstand. Denn nach einem Freistoß von Busch von der Strafraumecke schaute die komplette SCH-Defensive nahezu tatenlos zu, auch Keeper Schmale ging nicht entschlossen dazwischen, so dass Wirt abstauben konnte. Und nur zehn Minuten später präsentierte sich die Abwehr der Zebras erneut nicht im Bilde, diesmal sagte Ramovic „Danke“ - ohne nennenswerte Chancen hatte Obersprockhövel eine 2:0-Führung herausgespielt, das 3:0 wurde vergeblich bejubelt, Ramovic hatte im Abseits gestanden (41.). Dazwischen gab es zwei Gelegenheiten für Hines (36.) und Schepers (37.), und kurz vor der Pause hatte Keeper Ohm Mühe bei einem Ochs-Schuss. Hennen ging mit einer ordentlichen Hypothek in die Pause.

Aber nach dem Wechsel wurden die Aktionen der Gastgeber gefährlicher. Schepers gab einen ersten Warnschuss ab, traf aber nur das Außennetz (58.). Den verdienten Anschlusstreffer begünstigte ein kapitaler Bock von SCO-Abwehrorganisator Busch, der gegen Katrakazos vertändelte, trocken nutzte Hennens Stürmer dieses Geschenk (58.). Und nur drei Minuten später war Katrakazos erneut zur Stelle, als er konsequent abzog, nachdem eigentlich unmittelbar zuvor schon Schepers hätte treffen müssen. Doch sein Versuch, Ohm zu umspielen, scheiterte, aber entschlossen setzte dann Katrakazos den Abpraller ins Netz.

Es sah gut für den SC aus, Katrakazos hatte sogar den Hattrick auf dem Fuß, scheiterte jedoch an Ohm (68.). Im Anschluss folgte allerdings die eiskalte Dusche, als ein langer Pass von F. Voshage Najdanovic nahezu ungestört erreichte. Der lief auf das Tor zu, umspielte auch Schmale und ließ sich als Schütze feiern (70.).

Sollte Hennen noch einmal die Wende schaffen? Noch war ausreichend Zeit. Aber als Loos nach einem Revanchefoul gegen T. Voshage Gelb-Rot sah, sanken die Aktien. In der nun hitziger geführten Partie erspielten sich die Hausherren zwar trotz Unterzahl ein optisches Übergewicht, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr.