Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Deutsche Eishockey-Liga

Jon Insana lässt Iserlohn Roosters jubeln

27.11.2009 | 23:05 Uhr
Jon Insana lässt Iserlohn Roosters jubeln

Iserlohn. Es waren vor allem Wille und Moral, die den Roosters den heiß ersehnten Erfolg gegen Augsburg ermöglichten. Getragen von fast 4 000 Fans, die das unermüdlich kämpfende Team in der bis zum Abpfiff auf des Messers Schneide stehende Partie unterstützten, rang der IEC den flinken AEV nieder.

Iserlohn Roosters - Augsburger Panther 4:3 (1:1, 2:2, 1:0)

Das Match nahm einen langen Anlauf. Denn beide Rivalen neutralisierten sich zunächst und erarbeiteten sich kaum zwingende Chancen. Der erste gefährliche Schuss kam bei IEC-Überzahl von Jimmy Roy - nach fast fünf Minuten! Auf der Gegenseite dauerte es noch länger, Thomas Kemp prüfte Danny aus den Birken in der 10. Minute. Zu jenem Zeitpunkt befand sich Roy bereits in der Kabine. Er hatte sich beim zweiten Überzahlspiel eine Leistenverletzung zugezogen. Seinen Platz nahm Kris Sparre ein.

Nach zehn Minuten hatte das Warten auf die Führung der Hausherren ein Ende. Nach einer Parade von Dennis Endras reagierte Jon Insana am schnellsten und erzielte das 1:0. Aber wieder einmal durften sich die Blau-Weißen nicht lange über einen Vorsprung freuen, diesmal ganze drei Minuten. Dann zog Steve Junker verdeckt ab und tunnelte Iserlohns Schlussmann. In der Folge agierten beide Kontrahenten weiterhin auf Augenhöhe mit einem leichten Chancenplus für den IEC. Allerdings besaßen beide Rivalen spielerisch noch viel Luft nach oben.

Im zweiten Abschnitt zogen die Waldstädter allerdings an und übernahmen das Kommando. Die erste gute Möglichkeit bot sich Quinn Hancock nach einem der bis dahin besten Angriffe, er verzog knapp - noch. Denn drei Minuten später zielte er genauer und brachte seine Farben wieder in Front (27.). Nun lief es beim Liebsch-Team, das sich immer selbstbewusster präsentierte und kontinuierlich stärker wurde. Der Lohn war - bei einer angezeigten Strafe gegen den AEV - das dritte Tor. Diesmal war Giuliano zur Stelle, dem bereits zuvor das 1:0 irrtümlicherweise zugeschrieben worden war. Die Nachverpflichtung war im Kampf um eine Vertragsverlängerung ohne Frage ein großer Aktivposten. Er hatte auch das 4:1 auf dem Schläger, scheiterte aber an Endras.

Noch knapper verpasste Michael Wolf. Obwohl stark bedrängt, kam er zum Schuss, visierte jedoch nur den Pfosten an - ein Metallknaller mit Konsequenzen. Denn der daraus resultierende Gegenangriff führte zum Ausgleich durch einen verdeckten Schuss von Connor James (34.). Ein Wirkungstreffer!

Fortan war es nämlich mit der IEC-Herrlichkeit wieder vorbei. Verunsicherung machte sich breit. Die Panther spürten das, setzten nach und brachten die Sauerländer immer wieder in die Bredouille. Und als die Bayern nach einer Strafe gegen Kris Sparre in Überzahl spielten, schlug es ein. Tyler Beechey, neben Rhett Gordon, Richard Rochefort und Ersatzkeeper Leo Conti einer von vier Ex-Iserlohnern an alter Wirkungsstätte, glich aus - das Duell war wieder völlig offen.

Aber die Roosters steckten nicht auf und spielten ein überzeugendes Schlussdrittel. Hancocks Pfostenschuss war eine von vielen Möglichkeiten (46.). Zudem profitierte der IEC von zahlreichen Hinausstellungen gegen die Panther, die mit Schiri Looker haderten. Die einzige doppelte Überzahl nutzten die Iserlohner dann zur Entscheidung durch Insanas mächtigen Schlagschuss (49.) - ein Treffer ins Glück. Bis zur Glückseligkeit dauerte es gegen nie aufsteckende, stets gefährliche Gäste aber noch endlose elfeinhalb Minuten, sowohl in Unter- als auch in Überzahl.

Iserlohn Roosters: aus den Birken - Wilford, Ardelan; Insana, Danielsmeier; Schneider, Langwieder - Ready, Hancock, Roy; Wolf, Hock, Christensen; Giuliano, Swanson, D. Sparre; Jones, K. Sparre, Hommel.

Augsburger Panther: Endras - Kettemer, Kemp; Likens, Chartier; Kohl, Tölzer - Gordon, Rochefort, Maurer; Collins, Ryan, Murphy; Beechey, Olver, James; Junker, Kreitl, Seifert.

Schiedsrichter: Looker (Neuss). - Strafen: Iserlohn 6 / Augsburg 14. - Zuschauer: 3 906.

Tore: 1:0 (10:05) Insana (Swanson, Giuliano), 1:1 (13:07) Junker (Gordon, Kohl), 2:1 (26:02) Hancock (Ready, Wilford), 3:1 (29:55) Giuliano (Wilford, D. Sparre/6-5), 3:2 (33:36) James (Kemp, Tölzer), 3:3 (38:35) Beechey (Murphy, Olver/5-4), 4:3 (48:29) Insana (Ardelan, Wolf/5-3).

Uli Liebsch (Iserlohn): Das war ein enges Spiel, nichts für schwache Nerven. Augsburg war aufgrund seiner Schnelligkeit im ersten Drittel besser. Im zweiten Drittel hatten wir eine gute Phase. Wir haben Tore geschossen und beim 3:1 hatte Wolf die große Chance zum 4:1. Danach haben wir das Spiel wieder aus der Hand gegeben. Aber wir haben alles gegeben. Ein Sonderlob für Christian Hommel. Er steht nie im Vordergrund und motzt nicht, wenn er nicht spielt. Aber er macht seinen Job, will immer gewinnen und lebt für die Mannschaft. Mit seiner Einstellung ist er ein Vorbild.

Larry Mitchell (Augsburg): Das Spiel war über 40 Minuten ausgeglichen. Beide Teams waren schnell, haben alles gegeben und mit frühem Forechecking gespielt. Am Ende geht der Iserlohner Sieg in Ordnung, weil Iserlohn das bessere letzte Drittel gespielt hat. Aber das war auch nicht so schwer. Der Schiri hat über vierzig Minuten das Spiel laufen lassen, bis er in den letzten zwölf Minuten acht Strafminuten gegen uns gepfiffen hat. Das Resultat war das verdiente 4:3.

Michael Topp

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2175791/create

Aktuelle Fotos und Videos
21. Jedermann-Triathlon
Bildgalerie
Fotostrecke
Autogramme heiß begehrt
Bildgalerie
Fotostrecke
Roosters-Saisoneröffnung
Bildgalerie
Fotostrecke
Neuer Kunstrasenplatz in der Grüne
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
3:1 über Cronenberg: Die ERGI ist deutscher Pokalsieger!
Rollhockey
Der Pfingstsonntag wurde zum großen Rollhockey-Feiertag! Die ERG Iserlohn hat es geschafft, mit dem 3:1-Sieg im zweiten Finalspiel um den DRIV-Pokal gegen den RSC Cronenberg verteidigte sie den Cup und hat den ersten Titel der laufenden Saison unter Dach und Fach gebracht.
Der Sieger des Knüllers darf schon feiern
Fußball
Am viertletzten Spieltag der Fußball-Landesliga stehen am Pfingstmontag wichtige Partien für Borussia Dröschede (Spitzenspiel in Hohenlimburg) und die SG Hemer (Abstiegs-Endspiel gegen Salchendorf) auf dem Programm. Bereits am Samstag tritt der SC Hennen im Duell zweier Tabellennachbarn bei der...