Jetzt will Grothe das Meisterbanner

Die NOMA-Basketballer stehen nun im Halbfinale gegen Rist Wedel.
Die NOMA-Basketballer stehen nun im Halbfinale gegen Rist Wedel.
Foto: Michael May IKZ

Iserlohn..  Seine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt. Doch Matthias Grothe, Trainer der Pro-B-Basketballer von NOMA Iserlohn, rückte auch im kritischen Moment nicht von seiner Linie ab.

Dieser Augenblick war beim Play-off-Viertelfinale in Dresden spätestens dann erreicht, als die Gastgeber nach sieben Minuten 18:3 führten. Grothe probierte verschiedene Verteidigungen, wechselte konsequent durch und fand die richtige Mischung, mit der sich die Iserlohner Stück für Stück wieder an die Titanen heranarbeitete. Und je mehr die siegessicheren Hausherren den Atem ihres Kontrahenten spürten, desto mehr verkrampften sie. Zudem fiel dem Team taktisch gegen die Zonendeckung der Gäste nichts ein.

„Vielleicht hat Dresden auch ein wenig der Respekt vor uns gefehlt“, mutmaßte der Coach am Tag nach dem Spiel. Da hatte er seinen Fokus schon längst auf den nächsten Gegner, den SC Rist Wedel, gerichtet. „Unser Triumph ist abgehakt“, formulierte schon gleich das nächste Ziel. „Jetzt wollen wir uns auch das Meisterbanner an die Wand hängen“, so Grothe, der sich nicht erst jetzt mit seiner Basketball-Philosophie bestätigt fühlt. „Wir sind zusammen durch dick und dünn gegangen. Heute wissen wir, dass wir uns aufeinander verlassen können. Und so etwas zahlt sich in kritischen Momenten aus.“

Nachdem er am Montag sein Versprechen einlöste, die Mannschaft im Siegfall beim Training Fußball spielen zu lassen, begann am Dienstag die intensive Vorbereitung auf den Halbfinalgegner SC Rist Wedel. Gegen die Hamburger, die vom ehemaligen Iserlohner Spieler Michael Claxton trainiert werden, spielen die Kangaroos am Samstag zunächst in eigener Halle. Und die dürfte wohl voll werden, denn das Interesse am Höhenflug der heimischen Basketballer hat mittlerweile beachtliche Dimensionen angenommen.

„Jeder, der in Iserlohn etwas mit Sport zu tun hat, sollte Samstag in die Halle kommen“, rührt Trainer Matthias Grothe dennoch die Werbetrommel für das nunmehr wichtigste Spiel der Saison. Voraussichtlich können die Waldstädter in dieser Partie erstmals seit Wochen in Bestbesetzung auflaufen. Die Grippe von Marcel Keßen dürfte bis dahin abgeklungen sein, und auch die Schienbeinprellung von Niklas Geske sollte auskuriert sein.