Iserlohn jubelt über den ersten Auswärtssieg
08.10.2010 | 23:08 Uhr 2010-10-08T23:08:00+0200
Düsseldorf.Was für ein Sieg! Nach einem effektiven Auftaktdrittel spielten sich die Roosters in Düsseldorf im zweiten Abschnitt in einen Rausch und sorgten für einen eindrucksvollen ersten Auswärtserfolg.
DEG Metro Stars - Iserlohn Roosters 4:7 (0:2, 1:4, 3:1). Vor dem Derby stellte sich nach der Hackert-Verpflichtung die Frage, wer pausieren musste. Dass es Kris Sparre traf, lag nicht an der Entscheidung von Trainer Uli Liebsch, sondern den DEL-Statuten. Als 23-Jähriger fiel der Stürmer der Ü25-Regelung zum Opfer. Sparre, Eishockey-Deutscher mit erst zwei Berufsjahren in Deutschland, gilt als transferkartenpflichtig.
Düsseldorf begann erwartet ambitioniert. In den ersten sieben Minuten schnürte die DEG die Sauerländer in deren Zone ein. Doch Danny aus den Birken behielt hinter der zunächst teilweise löchrigen Abwehr die Übersicht und kläre gleich serienweise. Das sorgte für Selbstvertrauen bei Iserlohn. Und gleich der erste Konter führte zum Erfolg. Robert Hock legte für Michael Wolf auf, der zog trocken ab – 0:1 (7.). Probespieler Michael Hackert hatte nach seiner Strafzeit (3.) die erste gute Szene (9.). Und wenig später versenkte Robert Hock einen harmlosen Handgelenksschuss (12.). DEG-Coach Jeff Tomlinson reagierte und brachte Mathias Niederberger für Jean-Sebastian Aubin. Der Youngster bewährte sich zunächst gegen Jeff Giuliano (16.), kurz darauf entschärfte Niederberger nach einem Hedlund-Foul einen schwach geschossenen Wolf-Penalty (18.). 18 zu acht Torschüsse verzeichnete nach dem ersten Drittel zwar die Statistik für die DEG, Iserlohns 2:0-Führung verdeutlichte jedoch die Effektivität der Roosters.
Die sollte im zweiten Abschnitt noch besser werden. Düsseldorf begann erneut druckvoll, doch die Tore schossen die Gäste. Nach schöner Ardelan-Vorlage erzielte Daniel Oppolzer sein erstes DEL-Tor (26.). Michael Wolf (31.) netzte zum 4:0 ein, nachdem zuvor Pat Kavanagh am DEG-Goalie hängen geblieben war und Michael Hackert nur den Pfosten getroffen hatte.
Düsseldorf bemühte sich um Schadensbegrenzug
Und es kam noch besser. Nachdem Cam Paddock ebenfalls nur das Eisen anvisiert hatte, erhöhte Robert Hock per Bauerntrick auf 5:0. „Aufhören! Aufhören!“, hallte es durch den spärlich besetzten ISS-Dome. Die Rufe wurden noch lauter, als Michael Hackert 57 Sekunden später das halbe Dutzend voll machte. „Michael hat sich nahtlos eingefügt“, lobte Liebsch den Neuzugang später. Unterdessen wurden Hedlund und Collins für ihren Frust jeweils mit zehn Minuten bestraft. Kurz vor der zweiten Pause durfte sich dann aber auch mal der DEG-Anhang freuen, als Patrick Reimer traf.
Im Schlussabschnitt bemühte sich Düsseldorf um Schadensbegrenzung. Nach nur elf Sekunden drosch Adam Courchaine die Scheibe zum 2:6 in die Maschen. Nicht nur durch die weiter kämpfenden Rheinländer behielt die Partie einen hohen Unterhaltungswert. Denn Prestin Ryan markierte mit seinem ersten Saisontreffer nur 61 Sekunden später bei Überzahl das 2:7. Andy Hedlund (51./60.) verkürzte zwar noch, der zweite klare Sieg in Folge war aber längst perfekt. Die Roosters befinden sich auf dem Weg der Besserung. Gegen Augsburg (Sonntag, 19.05 Uhr) soll der Aufwärtstrend bestätigt werden.
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