Intensive Frischzellenkur für 2,8 Millionen

Die alte Hemberghalle ist in die Jahre gekommen.
Die alte Hemberghalle ist in die Jahre gekommen.
Foto: Michael May IKZ

Iserlohn..  Seit Eröffnung der neuen Hemberghalle vor vier Jahren stand die 1977 in Betrieb genommene, namensgleiche und bis dato größte Sporthalle der Stadt Iserlohn im Schatten ihrer jüngeren und schöneren Schwester. Das im Vergleich mit dem Neubau stark in die Jahre gekommene und zum Teil auch marode Bauwerk wird aber nun ab Fe­bruar einer lange geplanten Frischzellenkur unterzogen.

Wenn am 16. Februar die Alt-Herren-Fußballer nach Ermittlung ihres Stadtmeisters das Gebäude verlassen haben, geben sie den Handwerkern die Klinke in die Hand. Bis zum Ende der Sommerferien im August, möglicherweise aber auch noch etwas länger, wird die grundlegende Umgestaltung dauern. Herauskommen soll dabei eine Sporthalle, die dann durchaus wieder mit der jüngeren Schwester konkurrieren kann.

Insgesamt 2,8 Millionen Euro umfasst das Volumen der Sanierung - zum Vergleich: Die neue Hemberghalle wurde damals als Acht-Millionen-Projekt tituliert, aufgrund der Fertigbauweise am Ende allerdings spürbar günstiger gebaut.

Enthalten im Auftragsvolumen ist zum einen die Erneuerung des Sportbodens, zum anderen die Sanierung der Sanitärräume. Neben diesen beiden Kernpunkten wird es auch eine neue Tribünenanlage geben, die genauso wie die bisherige ausziehbar sein wird, allerdings nicht, wie zuletzt die alte, auf den Sportboden drückt. Für besseren Durchblick wird eine neue Beleuchtungsanlage sorgen. Gegenstand der Sanierunsmaßnahme am Dach sind aber auch die Oberlichter, die ausgetauscht werden.

Ein großer Kostenfaktor bei der Neugestaltung ist ebenfalls die Wärmedämmung. Dach und Fassade werden hier auf den aktuellen Stand gebracht. Ein Austausch ist zudem bei der Belüftungsanlage geplant. Hier steht künftig die Wärmerückgewinnung im Mittelpunkt. Schließlich werden noch Fenster und Türen ersetzt.

Neben Optik und Behaglichkeit können sich beispielsweise die Rollhockey-Cracks der ERGI auch auf ganz spezielle Verbesserungen freuen. Analog zur Bandenanlage mit den „runden Ecken“ in der neuen Hemberghalle soll nun auch nebenan eine derartige Spielfeldabgrenzung angeschafft werden. Damit wären optimale Voraussetzungen für Training und Meisterschaftsspiele gleichermaßen vorhanden. Und auch die Hallenfußballer werden sich über diese Investition, die im fünfstelligen Bereich liegt, freuen.

Bis zum Tag der Einweihung der gründlich sanierten Halle stehen für die Sportler aber erst einmal zum Teil erhebliche Einschränkungen auf dem Plan. Die Hockeyabteilung des TuS Iserlohn siedelt vorübergehend in die Ortlohnhalle um, wo sich die Radballer einige Wochen zeitlich wie räumlich (Lagerung der Bande) einschränken müssen. Immerhin streben die Hockeyspieler an, möglichst früh die Saison auf dem Feld zu starten.

Komplett auf die Zeiten in der neuen Halle muss die ERG Iserlohn ihre Aktivitäten konzentrieren. Die Basketballer von NOMA Iserlohn, die in den Abendstunden wöchentlich zwei bis drei Einheiten in der neuen Halle haben, können hingegen ihre Aktivitäten nicht verdichten, sondern weichen dienstags und donnerstags, sowie vierzehntägig auch montags in ihre alte Spielstätte, die Sundernallee, aus. Möglicherweise müssen auch noch individuelle Lösungen gefunden werden, da sich ja auch der Schulsport auf die neue Halle fokussieren wird.

Für die Beteiligten von der Stadt Iserlohn um Projektleiter Martin Bürger-Neumann vom Kommunalen Immobilien-Management, der auch schon für die neue Hemberghalle federführend war, hat die heiße Phase aber längst begonnen. Denn auch im Vorfeld ist ein genauer Zeitplan erforderlich, beispielsweise um die Sportgeräte entsprechend abzutransportieren und zu lagern, denn die sollen größtenteils mit den Sportlern nach den Sommerferien in die Halle zurückkehren, die dann wohl in ganz neuem Glanz erstrahlen dürfte.