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Insolvenzantrag! RV Edelburg droht das AusInsolvenzantrag! RV Edelburg droht das Aus

09.11.2012 | 20:13 Uhr
Insolvenzantrag! RV Edelburg droht das AusInsolvenzantrag! RV Edelburg droht das Aus
Betroffene Gesichter gab es auf der JHV des RV Edelburg.Foto: Michael May

Hemer. Der RV Hemer-Edelburg steht vor einer ungewissen Zukunft, nach Lage der Dinge sogar vor dem Aus. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung informierte Vorsitzender Paul-Emmanuel de Becker Remy am Donnerstagabend die rund 50 anwesenden der gut 100 Vereinsmitglieder, dass der Verein zahlungsunfähig ist und er daher am 31. Oktober Antrag auf Insolvenzeröffnung stellen musste. „Ich bedauere das, aber ansonsten mache ich mich strafbar.“

Die Schulden belaufen sich auf 110 000 Euro, davon 77 000 bei der Sparkasse, die inzwischen die Konten sperren ließ. „Dadurch konnten Löhne und Gläubiger nicht gezahlt werden“, verdeutlichte de Becker Remy die inzwischen akut bedrohliche Situation, nachdem es schon seit längerem finanziell eng war. Weil er nicht mehr von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Klubs überzeugt war, kündigte de Becker Remy, der Vereinsgründer, Gönner und Grundstückseigentümer ist, den Pachtvertrag. Zumal ein vorgelegtes Sanierungskonzept, über das schon mehre Jahre diskutiert wurde, dem Vorsitzenden letztendlich zu risikobehaftet war.

Dieses sah den Bau von 26 Pferdeboxen vor mit einem Investitionsvolumen von 120 000 Euro vor. Damit sollte eine Attraktivitätssteigerung erreicht werden, um so wieder mehr Einnahmen und neue Vereinsmitglieder (nach aktueller Abwärtstendenz) zu akquirieren. Der Haken aus Sicht des Vorsitzenden: De Becker Remy sollte für die Hälfte bürgen, weil aus seiner, von einigen allerdings bestrittenen Sicht niemand bereit war, ihn dabei zu unterstützen. „Obwohl ich selbst kein Reiter bin, habe ich dem Klub immer geholfen. Aber es gibt auch Grenzen.“ Dass er weiterhin alleinverantwortlich dafür bürgen solle, um anderen ihr Hobby und Vergnügen zu ermöglichen, sehe er nicht ein. Denn verbunden mit der Ablehnung des Konzepts folgten die Rücktritte von Schatzmeisterin und Geschäftsführerin Karin Schulte sowie Sabine Eggeling als 2. Vorsitzende. De Becker Remy fühlte sich im Stich gelassen: „Damit war ich allein persönlich haftbar.“

Schulte bestätigte zwar einen Engpass zum Ende des Jahres 2011, gab aber längst keine so negative Prognose ab. Sie führte Einsparpotenziale an, damit habe sich die Lage gegenüber dem Ende des letzten Jahres sogar entspannt. Und Eggeling ergänzte: „Das Konzept hatte Hand und Fuß. Der Verein ist kein Fass ohne Boden. Ab 2013 hätten wir wieder Erfolg haben können.“ Die Ablehnung durch de Becker Remy sei aber eine Entscheidung gegen den Verein gewesen.

De Becker Remy wirkte sichtlich bemüht, niemanden Fehler und Versäumnisse zu unterstellen und strich mehrfach den „Wir-Gedanken“ heraus, dankte für die gemeinsame Arbeit und appellierte an die Mitglieder, ehrlich zu bleiben und aufzupassen, dass in der nun unruhigen Phase nichts gestohlen wird, vor allem die Pferde über den Winter zu bringen und aktiv an einer möglichen Zukunft des RV mitzugestalten. „Denn natürlich bin ich eher für Leben als für Tod.“

Allerdings hat zunächst einmal der Konkursverwalter das Sagen. Dass ein solcher noch nicht bestellt war, wunderte nicht nur den Vorsitzenden. Ob der Mitte der 1980er Jahre gegründete RV Hemer-Edelburg weiter existiert, steht in den Sternen. „Ich stehe nicht als treibende Kraft zur Verfügung“, so de Becker Remy, der stark in das Hotelprojekt an der Edelburg involviert ist, für das es aufgrund behördlicher Bedenken einen Zeitverzug von rund vier Monaten gibt: „Vielleicht ist es auch das Pech des Reitervereins, in das große Hotelprojekt einbezogen worden zu sein.“ Bei einer weiteren, zeitnahen Zusammenkunft soll erörtert werden, ob es doch ein praktikables Sanierungskonzept gibt und das entsprechende Personal zur Verfügung steht. Aber ohne Neubau der Stallungen hat der Klub wohl keine Zukunft.

Der RV Hemer-Edelburg steht vor einer ungewissen Zukunft, nach Lage der Dinge sogar vor dem Aus. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung informierte Vorsitzender Paul-Emmanuel de Becker Remy am Donnerstagabend die rund 50 anwesenden der gut 100 Vereinsmitglieder, dass der Verein zahlungsunfähig ist und er daher am 31. Oktober Antrag auf Insolvenzeröffnung stellen musste. „Ich bedauere das, aber ansonsten mache ich mich strafbar.“

Die Schulden belaufen sich auf 110 000 Euro, davon 77 000 bei der Sparkasse, die inzwischen die Konten sperren ließ. „Dadurch konnten Löhne und Gläubiger nicht gezahlt werden“, verdeutlichte de Becker Remy die inzwischen akut bedrohliche Situation, nachdem es schon seit längerem finanziell eng war. Weil er nicht mehr von der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Klubs überzeugt war, kündigte de Becker Remy, der Vereinsgründer, Gönner und Grundstückseigentümer ist, den Pachtvertrag. Zumal ein vorgelegte Sanierungskonzept, über das schon mehre Jahre diskutiert wurde, dem Vorsitzenden letztendlich zu risikobehaftet war.

Dieses sah den Bau von 26 Pferdeboxen vor mit einem Investitionsvolumen von 120 000 Euro. Damit sollte eine Attraktivitätssteigerung erreicht werden, um so wieder mehr Einnahmen und neue Vereinsmitglieder (nach aktuellem Abwärtstrend) zu akquirieren. Der Haken aus Sicht des Vorsitzenden: De Becker Remy sollte für die Hälfte bürgen, weil aus seiner (von einigen allerdings bestrittenen) Sicht niemand bereit war, ihn dabei zu unterstützen. „Obwohl ich selbst kein Reiter bin, habe ich dem Klub immer geholfen. Aber es gibt auch Grenzen.“ Dass er weiterhin alleinverantwortlich dafür bürgen solle, um anderen ihr Hobby und Vergnügen zu ermöglichen, sehe er nicht ein. De Becker Remy fühlte sich zudem im Stich gelassen. Denn verbunden mit der Ablehnung des Konzepts folgten die Rücktritte von Schatzmeisterin und Geschäftsführerin Karin Schulte sowie Sabine Eggeling als 2. Vorsitzende. „Damit war ich allein persönlich haftbar.“

Schulte bestätigte zwar einen Engpass zum Ende des Jahres 2011, gab aber längst keine so negative Prognose ab. Sie führte Einsparpotenziale an, damit habe sich die Lage gegenüber dem Ende des letzten Jahres sogar entspannt. Und Eggeling ergänzte: „Das Konzept hatte Hand und Fuß. Der Verein ist kein Fass ohne Boden. Ab 2013 hätten wir wieder Erfolg haben können.“ Die Ablehnung durch de Becker Remy sei aber eine Entscheidung gegen den Verein gewesen.

De Becker Remy wirkte sichtlich bemüht, niemanden Fehler und Versäumnisse zu unterstellen und strich mehrfach den „Wir-Gedanken“ heraus, dankte für die gemeinsame Arbeit und appellierte an die Mitglieder, ehrlich zu bleiben und aufzupassen, dass in der nun unruhigen Phase nichts gestohlen wird, vor allem die Pferde über den Winter zu bringen und aktiv an einer möglichen Zukunft des RV mitzugestalten. „Denn natürlich bin ich eher für Leben als für Tod.“

Allerdings hat zunächst einmal der Konkursverwalter das Sagen. Dass ein solcher noch nicht bestellt war, wunderte nicht nur den Vorsitzenden. Ob der Mitte der 1980er Jahre gegründete RV Hemer-Edelburg weiter existiert, steht in den Sternen. „Ich stehe nicht als treibende Kraft zur Verfügung“, so de Becker Remy, der stark in das Hotelprojekt an der Edelburg involviert ist, für das es aufgrund behördlicher Bedenken einen Zeitverzug von rund vier Monaten gibt: „Vielleicht ist es auch das Pech des Reitervereins, in das große Hotelprojekt einbezogen worden zu sein.“ Bei einer weiteren, zeitnahen Zusammenkunft soll erörtert werden, ob es doch ein praktikables Sanierungskonzept gibt und das entsprechende Personal zur Verfügung steht. Aber ohne Neubau der Stallungen hat der Klub wohl keine Zukunft.

Von Michael Topp



Kommentare
10.11.2012
22:46
Insolvenzantrag! RV Edelburg droht das AusInsolvenzantrag! RV Edelburg droht das Aus
von geb.Mendener | #1

... und Familie Vekens ist sooooo traurig!

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