In Deutschland weiterhin ohne Konkurrenz

Die ERGI-Damen setzten sich im DRIV-Pokalfinale souverän gegen Cronenberg durch.
Die ERGI-Damen setzten sich im DRIV-Pokalfinale souverän gegen Cronenberg durch.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Die Rollhockey-Damen der ERGI sind in Deutschland das Maß aller Dinge. Nach dem Gewinn der Meisterschaft sicherte sich das Team von Trainer Quim Puigvert nun auch mit zwei Finalerfolgen den Pokalsieg gegen Cronenberg. Damit verteidigten die Iserlohnerinnen ihren Doublesieg des Vorjahres und feierten zum dritten Mal nach 2012 den Doppelerfolg.


Rollhockey, DRIV-Pokal, Damen-Finale, Spiel 2: ERG Iserlohn - RSC Cronenberg 9:3 (7:2). Die obligatorischen Sektduschen durften nicht fehlen, ebenso wenig die (noch steigerungsfähige) Siegerraupe oder das „We are the champions“, wenngleich die musikalische Unterstützung fehlte und die Partystimmung auf der mit rund 200 Zuschauern besetzten Tribüne eher dezent ausfiel. Aber die Iserlohnerinnen genossen am Sonntagabend am Hemberg ihren erneuten Titeltriumph.

Und auch die RSC-Damen ließen sich von ihren rund 20 mitgereisten Fans feiern. „Vize-Double! Vize-Double“, schmetterten sie. „Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren“, lobte RSC-Trainer Michael Witt sein Team. „Als Mannschaft hat die ERGI den Titel verdient“, erkannte er die Leistung des Double-Siegers an, auch wenn das keine Iserlohner Mannschaft sei.

„Diese Saison war nicht einfach“, freute sich ERGI-Trainer Quim Puigvert, der aus privaten Gründen überwiegend in Spanien weilte und in der Regel nur den Spielen beiwohnte. „Aber die Mannschaft hat sehr gut gearbeitet und es mir einfach gemacht. Der Double-Sieg ist natürlich perfekt.“

Die Geschichte des zweiten Finales ist schnell erzählt. Nach einigen Anlaufschwierigkeit und zwei Pfostentreffern von Maren Wichardt und Laura La Rocca (2.) eröffnete Katharina Neubert auf Vorlage von Wichardt den Torreigen (8.). Dann folgte wenig später ein Dreifachschlag durch La Rocca nach schönem Solo sowie Wichardts Doppelpack, zunächst per Bauerntrick, dann per Solo. Und als La Rocca nach einer Viertelstunde auf 5:0 erhöhte, war das Match entschieden.

Aber es folgte eine Schwächeperiode, so dass die bis dahin nur einmal geprüfte Melanie Kirmse nach 18 Minuten erstmals nach Kluschewskis Schuss hinter sich greifen musste. Brandt ließ sogar einen Minute später das 2:5 folgen, Heesch einen Pfostentreffer. Aber kurz vor der Pause stellten Wichardt mit ihrem dritten Tor und K. Neubert nach schöner Einzelleistung die Fünf-Tore-Führung wieder her.

Der zweite Abschnitt begann turbulent. Nach blauer Karte gegen Heesch schoss K. Neubert den Direkten über das Tor, doch der Strafstoß wurde wiederholt, Beauregard hatte sich zu früh bewegt. Wichardt scheiterte jedoch an der Torfrau (28.). Danach tat sich wenig. Britta Schulte erhöhte, und nach dem dritten RSC-Tor, erneut durch Brandt, setzte Franziska Neubert nach schönem Solo den Schlusspunkt.

ERGI: Kirmse; Wichardt (3), Pothöfer, F. Neubert (1), K. Neubert (2), La Rocca (2), N. Schulte, B. Schulte (1), Runge

RSC: Beauregard; Brandt (2), Heesch, Rüger, Kluschewski (1), Stoll, Seidler, Kaub

Tore: 1:0 (8.) K. Neubert, 2:0 (10.) La Rocca, 3:0 (10.) Wichardt, 4:0 (11.) Wichardt, 5:0 (15.) La Rocca, 5:1 (18.) Kluschewski, 5:2 (19.) Brandt, 6:2 (22.) Wichardt, 7:2 (25.) K. Neubert, 8:2 (32.) B. Schulte, 8:3 (43.) Brandt, 9:3 (47.) F. Neubert

Zeitstrafen: 0 - 1 (Heesch/28.) - Teamfouls: 6:3