Im Marathonmatch die Oberhand behalten

Tim Beutler musste sein Spiel nach großem Kampf abgeben.
Tim Beutler musste sein Spiel nach großem Kampf abgeben.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Das Regionalligateam des TC Iserlohn bleibt auf Erfolgskurs. Mit dem dritten Sieg im vierten Spiel schob sich die Mannschaft von Trainer Jim Anwar auf Platz zwei vor und kann endgültig für ein weiteres Jahr in dieser Klasse planen. Gegen den Rochus­club Düsseldorf II mussten die Waldstädter allerdings gut siebeneinhalb Stunden für den Sieg kämpfen.


Tennis-Regionalliga: TC Iserlohn - Rochusclub Düsseldorf II 5:4. „Das war ein hartes Stück Arbeit“, gab TCI-Coach Anwar unumwunden zu. Zwar konnten die Gäste ihren Spitzenspieler Torebko nicht aufbieten, doch dafür lief bei den Gastgebern auch nicht alles nach Plan.

Eigentlich wollte Jim Anwar diesmal mit drei ausländischen Akteuren agieren, doch daraus wurde nichts, denn Tihomir Grozdanov hatte die falsche Zugfahrkarte, reiste statt nach Hagen in Westfalen nach Hagen in Niedersachsen. Und Nikola Mektic laborierte an einer Magenverstimmung, die ihm arg zusetzte.

Dennoch stand er auf dem Court. Nach verlorenem ersten Satz (4:6) gegen Heidecker holte er sich den zweiten Durchgang (6:0), musste seine Partie aber im Champions-Tiebreak 3:10 abgeben. Während Andre Timme auf dem Nebenplatz beim 6:0, 6:1 gegen Moritz von Arnim absolut sicher gewann, spielte sich auf Platz „M“ ein Tennisdrama ab. Tim Beutler hatte gegen Lucius von Arnim den ersten Satz nach gutem Spiel gewonnen (6:3), schaffte es im zweiten Durchgang trotz zwischenzeitlicher Vorteile aber nicht, den Sack zuzumachen. Und plötzlich hatte sein Kontrahent die besseren Karten und holte sich den Satz 6:4. Mit den Kräften am Ende ging auch der Tiebreak 3:10 weg.

„Da standen wir mit nur einem Sieg da“, konnte es Jim Anwar kaum glauben. Und auch das Spitzeneinzel ging verloren. Konstantin Kravcuk unterlag dem Niederländer Middelkoop 4:6, 6:7.

Verlass war jedoch auf Marvin Netuschil. Der frisch gebackene Westfalenmeister ließ Schwab beim 6:0, 6:2 keine Chance. Eine Bank ist auch Simeon Ivanov, der Gertmann 6:2, 6:1 bezwang, so dass es nach den Einzeln 3:3 hieß.

Nun begann der Aufstellungspoker um die Doppel. Da sich die Partie schon einige Zeit hingezogen hatte, war inzwischen auch Grozdanov von seiner Bundesbahn-Odyssee eingetroffen und konnte für den nun endgültig nicht mehr spielfähigen Mektic an der Seite von Netuschil einspringen. Nach einem 11:9 im Tiebreak des ersten Satzes war für das Duo gegen Middelkoop/Rosner der Weg zum 7:6, 6:3 frei.

Parallel hatten Kravchuk/Timme gegen Schwab/Schmortte 6:3, 6:4 gewonnen und den entscheidenden fünften Punkt geholt. Da machte es letztlich auch nichts, dass die eigentlich für einen Sieg fest eingeplante Formation Beutler/Ivanov nach souveränem ersten Satz (6:2) im zweiten Durchgang kriselte (3:6). Und selbst das 6:10 im Champions-Tiebreak war verschmerzbar, denn mit dem Rochusclub war ein weiterer renommierter Tennisverein aus NRW vom TCI bezwungen.