Hemeraner Premiere bei der 37. Auflage
12.02.2012 | 21:33 Uhr 2012-02-12T21:33:00+0100
Hemer.(wasi)Seit 1975 zeichnet der IKZ die „Sportler des Jahres“ aus, doch noch nie fand die Ehrung in Hemer statt. Das ist seit diesem Jahr anders, denn die 2011er Auflage ging im Grohe Forum in der Felsenmeerstadt über die Bühne, das ein hervorragendes Ambiente für diese Veranstaltung bot.
Rund 300 Zuschauer sorgten für den Rahmen für die beliebtesten Aktiven des vergangenen Jahres. Als großartiger Gastgeber präsentierte sich der HTV Sundwig/Westig. Und natürlich ließ es sich auch Bürgermeister Michael Esken nicht nehmen, die Sportler in „seiner Stadt“ zu begrüßen. Dass sein Herz für den Sport schlägt, bedarf kaum einer Erwähnung, verausgabt hatte er sich schon am Abend zuvor, als er an einer Cross Night in Paderborn teilnahm, wo er 4,2 Kilometer bei minus elf Grad absolvierte und nun die Quittung in Form ständiger Rückmeldung von seinen Bronchien präsentiert bekam.
Eine neue Erfahrung war das vorangegangene Handballspiel für IEC-Coach Doug Mason, der aber noch kurz vor der Ehrung selbst das Spielgerät in die Hand nahm, um das Gefühl für den Ball zu bekommen. Ein Extralob hatte er für die „schöne Halle“ parat.
Nicht mit von der Partie war Seriensieger Michael Wolf, der sich noch auf dem Rückflug mit der Nationalmannschaft aus Weißrussland befand. Für ihn sprang Kapitän Robert Hock ein, der eine deutlich engere Beziehung zum Handball hat als sein Trainer. „Als ich in Köln gespielt habe, bin ich häufiger bei den Spielen des VfL Gummersbach gewesen“, ließ er wissen.
Nicht mit von der Partie wäre, wie im Vorjahr, beinahe Sina Haase gewesen. Erneut hatte sie für den Februar Urlaub gebucht und war froh, dass die Sportlerehrung diesmal ein wenig früher stattfand als 2011. „Ich wollte endlich einmal dabei sein“, gab die nunmehr zweifache Gewinnerin zu Protokoll und durfte sich bei ihrer Premiere gleich zu Hause fühlen, waren doch in allen Sparten Dröscheder Vereinskollegen mit von der Partie. Und bei denen war die Freude besonders groß. Erstmals hatte ein Fußballteam gewinnen können. Der Landesliga-Spitzenreiter bewies Gespür für den Moment und kam fein gewandet im Jackett.
Abwehrspieler Tobias Liefermann sollte dann auch gleich eine Frage an die Eishockey-Fraktion überbringen, die allerdings kurz zuvor den Clubraum des HTV verlassen hatte. „Wie hoch ist ein Eishockeytor?“ Für die Beantwortung sprang schließlich Ulrich Freitag, Lebensgefährte von Triathletin Verena Walter, mit seinem I-Phone ein. Die richtige Antwort: 1,22 Meter.
Die neun Sieger in den Einzeldisziplinen bekamen diesmal neben den Pokalen eine kleine Beigabe in Form einer Pulsuhr überreicht. Besonders angesprochen fühlte sich offenbar Basketball-Coach Matthias Grothe von diesem Geschenk. „Wenn das mal nicht der Wink mit dem Zaunpfahl für mich ist, etwas für meine Fitness zu tun“, kommentierte er. In Begleitung seiner Familie wirkte der gebürtige Hemeraner extrem zufrieden, konnte er doch nicht nur mit den NOMA-Basketballern in Schalke gewinnen, sondern auch sein Fußball-Verein, Borussia Mönchengladbach, hatte den Königsblauen kräftig eingeschenkt.
Als ehemaliger Spieler der SG Hemer hatte Dröschede-Akteur Mehmet Cabuk in „Jupp“ Hennecke vom HTV einen treuen Zuschauer der SG wiedererkannt. Und gleich wurde das Thema auf die Talfahrt der Hemeraner Kicker gelenkt, während sich Faruk Cakmak über Umfeld und das Sponsoreninteresse am Handball-Klub aus der Felsenmeerstadt informierte.
0mitdiskutieren