Heiko Cordes und Daniel Endrowait schreiben Vereinsgeschichte

Bei der Deutschen Meisterschaft sicherten sich Heiko Cordes und Daniel Endrowait (schwarz) den vierten Platz.
Bei der Deutschen Meisterschaft sicherten sich Heiko Cordes und Daniel Endrowait (schwarz) den vierten Platz.
Foto: IKZ

Lübbecke/Iserlohn..  Mit dem vierten Platz bei der Deutschen Meisterschaft erzielten die Iserlohner Radballer Heiko Cordes und Daniel Endrowait das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte und setzten das i-Tüpfelchen auf eine starke Saison.

Erst im Vorjahr gelang dem Duo vom RC Pfeil der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. In der laufenden Saison schafften die Waldstädter dank einer Steigerung im Saisonverlauf die große Überraschung und qualifizierten sich für die DM. Für Endrowait war es bereits die zweite Teilnahme an einer Endrunde, während Cordes seine Premiere feierte.

Das erste Spiel gegen den RVS Obernfeld war geprägt von Nervosität auf Seiten der Pfeiler. Schnell lagen sie mit 0:3 hinten, erst im zweiten Durchgang holten sie auf. Beim Stand von 2:3 waren die Heimischen dem Ausgleich nahe, doch ein Abstimmungsfehler in der Defensive sorgte für den 4:2-Endstand.

Gegen den Weltmeister von 2010, den RV Gärtringen, entwickelte sich eine völlig andere Partie. Die Iserlohner waren von der ersten Sekunde an hellwach und spielten sich bis Mitte der zweiten Hälfte einen 4:0-Vorsprung heraus. Die Schwaben kamen ihrerseits zwar zu zwei Treffern, doch mit dem 5:2 machte Cordes endgültig alles klar für die Iserlohner.

Im Spiel gegen den RMC Stein lief dagegen vor allem in der Defensive im ersten Durchgang einiges schief - 0:5 stand es zum Seitenwechsel. Doch die Iserlohner mobilisierten noch einmal alle Kräfte. Immerhin hätte ein gutes Torverhältnis am Ende durchaus noch einmal entscheidend sein können. Dank zweier Treffer der Iserlohner stand schließlich ein 2:5 zu Buche.

Gegen den Deutschlandpokal-Sieger 2015 und Vize-Europameister SV Eberstadt konnten die Iserlohner im letzten Vorrundenspiel die Ausgangsposition noch einmal verbessern. Selbst ein Sieg hätte zwar nicht mehr für den Einzug ins Finale gereicht, aber mit einem Punktgewinn wäre zumindest das Spiel um Platz drei sicher gewesen. Nach eigener Führung drehten die Hessen auf und erhöhten vor dem Seitenwechsel auf 3:1. Doch die Pfeiler hielten dagegen, belohnten sich allerdings nicht für ihre gute Leistung. Mit 2:4 ging auch diese Partie verloren.

Anschließend begann das große Zittern, denn Gärtringen konnte mit einem Sieg gegen Stein die Pfeiler noch abfangen. Dafür benötigten die Schwaben einen Erfolg mit sechs Toren Differenz. Doch dank des 5:5-Endstands blieben die Pfeiler im Medaillenspiel.

Dort wartete erneut das Team vom RVS Obernfeld, und obwohl die Iserlohner viel investierten, war der Gegner in dieser Partie einfach zu stark. Gute Kombinationen, eine sichere Defensive und ein überragender Torhüter waren die Sieggaranten für die Niedersachsen, die mit 6:3 gewannen. Für die heimischen Radballer sprang „nur“ der vierte Platz heraus, doch die Freude überwog. Denn sie hatten eine tolle Leistung gezeigt und die eigenen Erwartungen zu Saisonbeginn bei weitem übertroffen. Als kleines Trostpflaster gab es für die Waldstädter die direkte Qualifikation für das Deutschlandpokal-Halbfinale. Somit sparen sich die Iserlohner das Viertelfinale.Deutscher Meister wurde der SV Eberstadt vor dem RMC Stein.