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„Haben uns vom Schock erholt“

09.09.2010 | 17:38 Uhr
„Haben uns vom Schock erholt“
Der Ehrgeiz beim Benefizspiel am Hemberg-Nordhang war groß, das Interesse daran nicht.

Iserlohn.(kuk) „Wir haben uns alle von diesem Schock erholt. Die restlichen Bratwürste legen wir dann eben am Sonntag gegen den BSV Menden auf den Grill“, nahm es Bernd Krehle, Abteilungsleiter der TuS-Fußballer, am Morgen nach dem Benefizspiel zwischen „Kinderlachen Friends & Stars“ und „Cisco Systems“ mit Humor.

Nur 100 Zuschauer waren zum Hemberg gekommen, um dem Spiel für eine gute Sache beizuwohnen. Der TuS Iserlohn hat sich trotz des ungenügenden Umsatzes an seine Zusage gehalten, eine vierstellige Summe zur Verfügung zu stellen. „Wir haben uns intern nichts vorzuwerfen, wir haben mehr Reklame gemacht, als vor drei Jahren. Ich habe keine Mängel in der Organisation festgestellt.“ Krehle hat sich besonders über die Bereitschaft der Mitglieder gefreut, bis zum „bitteren Ende“ mitzuziehen. Er führte beim gemeinsamen Abendessen im „TuS-Impuls“ schon erste Gespräche über das nächste Kinderlachen-Gastspiel. Eventuell soll dann eine FIN-Auswahl auf dem Hemberg-Rasen stehen.

Auch die Promis haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt. „Matze“ Knop, neben Michael Rummenigge Schirmherr des Vereins, reiste sogar direkt aus München an. Der „Kult-Kaiser“ imitierte bei der Presse-Konferenz mit Franz Beckenbauer, Luca Toni, Louis van Gaal, Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann bekannte Fußball-Größen.

Stefan Karlisch, Kinderlachen-Pressesprecher, war bis auf die schwache Resonanz und die kurzfristige Absage von fünf ehemaligen Profis mit der finanziellen Seite mehr als zufrieden. „Wir haben eine hohe Summe eingenommen. Insgesamt sind durch die Spende eines Dortmunder Geschäftsmannes noch 10 000 Euro zusammengekommen.“

Bekanntlich nimmt der Verein keine Geldspenden vor. Deshalb soll der vietnamesischen Familie aus Iserlohn auch mit sinnvollen Sachspenden geholfen werden. „Wir werden recht bald Kontakt mit der Familie aufnehmen und dann vor Ort alles Nötige besprechen.“

Jürgen Schmidt

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