„Haben die beste Basismannschaft“

Jim Anwar ist mit dem Tennis-Regionalliga-Team des TC Iserlohn zufrieden.
Jim Anwar ist mit dem Tennis-Regionalliga-Team des TC Iserlohn zufrieden.
Foto: Stefanie Albedyhl/IKZ

Iserlohn..  Auf dem zweiten Platz beendeten die Tennis-Herren des TC Iserlohn ihre erste Saison in der Regionalliga. Wir sprachen mit Trainer Jim Anwar über den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte und die Perspektiven für den heimischen Marktführer.

Frage: Wie fällt Ihre Saisonbilanz aus?

Anwar: Zufriedenstellend bis gut. Im Nachhinein muss man sagen, dass wir sogar hätten aufsteigen können.

Hatten Sie so eine problemlose Serie erwartet?

Wenn ich ehrlich bin, ja. Wir wussten vorher, dass wir in kompletter Besetzung zu den stärksten Teams der Liga gehören würden. Es war nicht anzunehmen, dass wir in Abstiegsgefahr geraten würden. Aber nach der Niederlage in Bielefeld mussten wir natürlich erst einmal drei, vier Spiele gewinnen, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Sie waren sehr zuversichtlich vor dem Start gegen Bielefeld. Wie ärgerlich ist rückblickend die Niederlage, die man dort kassierte?

Sehr ärgerlich. Unser Plan ist nicht aufgegangen, unsere Nummer eins war trotz Zusage nicht gekommen. Das hätte die Sache grundlegend verändert. Ein Remis nach den Einzeln wäre wahrscheinlich gewesen, und in den Doppeln sind wir ohnehin sehr stark.

Darf man aus Ihren Äußerungen schließen, dass das nächste Ziel nur zweite Liga heißen kann?

Wir werden es ganz sicher versuchen. Aber es ist eine Frage des Geldes. In dieser Klasse fallen deutlich höhere Kosten für Schiedsrichter und Hotels an. Zudem bräuchten wir eine stärkere Nummer eins. Unsere Sponsoren helfen uns schon sehr, aber es wären noch einmal mehr Mittel erforderlich.

Bleibt denn die Basis der Mannschaft erhalten?

Unsere deutschen Akteure bleiben bei uns, und es kommen noch zwei spielstarke Jugendliche dazu. Diesen Spielern können wir auch genügend Spielpraxis geben, denn ich gehe davon aus, dass unsere zweite Mannschaft in die Verbandsliga aufsteigt.

Konzentriert sich der TC Iserlohn damit ganz auf den Herrenbereich, oder gibt es auch bald wieder eine Damenmannschaft?

Wir haben sechs, sieben vielversprechende junge Spielerinnen, die aber noch drei Jahre brauchen, bis sie in einer Seniorenmannschaft starten können. Die Südwestfalenliga sollte dann möglich sein.

Was muss denn neben größerer finanzieller Unterstützung passieren, damit der TCI in der zweiten Liga spielen kann?

Wir benötigen sicher mehr Sitzgelegenheiten. In der Regionalliga hatten wir einen Durchlauf von zweihundertfünfzig Zuschauern pro Spiel. Das ist durchaus steigerbar auf fünfhundert bis achthundert. Dafür müsste man an den Plätzen aber tribünenartige Konstruktionen aufbauen.

Wie steht denn der Verein zum Regionalligateam?

Das wurde sehr positiv aufgenommen. Es sind sehr viele Mitglieder zu den Spielen gekommen. Das war alles sehr wohlwollend. Die Mitglieder stehen dahinter und sind interessiert.

Gegen Aachen hätte es ja mit weniger Pech auch ohne ausländische Unterstützung zum Sieg gereicht. Teilweise haben Sie aber bis zu drei Importe eingesetzt. Wie ist das zu erklären?

Man weiß ja auch nie, in welcher Aufstellung die Gegner spielen. Fakt ist, dass wir die beste deutsche Basismannschaft der Liga hatten. Doch ich glaube, dass sich die anderen für das nächste Jahr noch einmal verstärken.

Wäre es nicht sinnvoll, den Einsatz ausländischer Akteure, wie in anderen Ligen auch, zu begrenzen?

Für uns wäre das sicher besser. Dann wäre die Planung leichter. Man weiß ja oft nicht, in welcher Aufstellung die Gegner spielen und dann holt man sich vorsichtshalber einen Topspieler mehr. Es ist eine Tatsache, dass einige Clubs sechs oder sieben ausländische Akteure gemeldet haben.