Gute Motivationslage bei den Zweitklässlern

Einer der KommSport-Testungen fand in der Saatschule statt.
Einer der KommSport-Testungen fand in der Saatschule statt.
Foto: Michael May IKZ

Grüne..  Der achtjährige Lukas wirkt konzentriert. Ihm scheinen die Übungen der KommSport-Testung, die den heimischen Zweitklässlern abverlangt werden, leicht zu fallen. Ganz gleich ob Geschicklichkeit, Schnelligkeit oder Ausdauer, der kleine Junge im blauen Trikot mit dem Schriftzug „Balotelli“ auf dem Rücken sorgt an jeder Station für neue Bestwerte.

„Ich spiele Fußball und gehe zur Leichtathletik“, gibt der Schüler der Saatschule bereitwillig Auskunft. Seine Fähigkeiten und sein Talent stechen heraus. Doch auch sonst kann Klassenlehrerin Lilo Kannengießer mit dem sportlichen Leistungsstand ihrer „2A“ zufrieden sein. Die Pädagogin, die einräumt, außer ihrer Leidenschaft für die Fußballer von Borussia Dortmund eher wenig mit Sport am Hut zu haben, beobachtet ihre Klasse beim bunten, aber durchaus disziplinierten Treiben in der Turnhalle.

21 Kinder, aufgeteilt in sechs Gruppen, ziehen mit je einem der ehrenamtlichen Sporthelfer von Station zu Station. Keine Frage: Dieser Montagmorgen ist etwas Besonderes. Fast alle wirken sehr motiviert, was vielleicht auch am Fernsehteam des WDR liegen könnte, das in der Halle über das Projekt KommSport des Kreissportbundes (KSB) berichtet.

Die Saatschule ist die dritte Schule, an der diese Testung der Zweitklässler durchgeführt wurde. Die Schülerzahl ist mit etwas mehr als 40 Kindern in diesem Jahrgang überschaubar, und da stört dann auch die TV-Kamera der „Lokalzeit Südwestfalen“ mit zunehmender Dauer des Tests nicht mehr. Mehr noch: Immer wenn gefilmt wird, legen sich die Kinder ganz besonders ins Zeug. Ganz gleich, ob beim Vorwärts- und Rückwärts-Balancieren, beim Stand-Weit- oder Hochsprung, beim Sprint, bei den Sidesteps, den „Klappmessern“ oder bei den Liegestützen: Der Ehrgeiz ist groß, gut abzuschneiden.

„Viele der Kinder sind bereits in Vereinen aktiv“, sagt Lilo Kannengießer, während ein paar Meter weiter gerade vier Schüler gewogen und gemessen werden. Sie ist überzeugt, dass eine solche Testung „nicht schadet“. Etwas mehr erhofft sich Günther Nülle, Schulsport-Berater im Märkischen Kreis, von der Aktion, die noch bis März dauern wird und alle heimischen Grundschüler erfasst. Der Vorsitzende des KSB ist selbst Lehrer und stets vor Ort.

Er sieht eine große Chance in dieser Maßnahme, die der Entwicklung der Kinder, aber auch den Vereinen dient. Zusammen mit Mandy Owczarzak vom Sportbund und den 20 Helfern (Nülle: „Ihnen gilt ein besonderer Dank“) ist ein reibungsloser Ablauf garantiert.

Das galt auch für die „2A“ der Saatschule, die zum Abschluss noch die größte Herausforderung zu meistern hatte - den Sechs-Minuten-Dauerlauf. Viele der Youngster mussten schon bald ihrem hohen Anfangstempo Tribut zollen und zwischendurch Gehpassagen einlegen. Nicht so Lukas, der in seinem Leichtathletikverein bereits gelernt hat, sich seine Kraft einzuteilen. Immer wieder motiviert von Mandy Owczarzak, beißen aber auch die anderen Kinder auf die Zähne und rufen alles ab, während die Kamera läuft und Günther Nülle wohlwollend die Resultate notiert.

Was als Film herausgekommen ist, wurde bereits in der „Lokalzeit Südwestfalen“ gesendet und ist in der Mediathek des WDR noch einige Tage zu sehen, gefolgt von einem Interview mit dem KSB-Vorsitzenden Nülle, der Gelegenheit hatte, KommSport weiter in der Schullandschaft zu verankern.