Großes Engagement für einen guten Zweck

Das Benefizturnier des FC Iserlohn war wieder ein voller Erfolg.
Das Benefizturnier des FC Iserlohn war wieder ein voller Erfolg.
Foto: IKZ

Iserlohn.. „Ein Herz für Bianca“ ist seit mehr als einem Jahrzehnt für den heimischen Fußball-Branchenführer eine Herzensangelegenheit. Vom Vorgänger SF Oestrich-Iserlohn übernahm der FC Iserlohn das Benefizturnier zugunsten der behinderten Letmatherin Bianca Toth.

Für den Gebrüder-Nolte-Cup 2015 hatte der FCI wieder namhafte D-Juniorenteams aus dem gesamten Bundesgebiet eingeladen. Wir gewohnt fungierte Sascha Clever als maßgeblicher Organisator, bei ihm liefen alle Fäden zusammen. „Die Eltern unserer Nachwuchsspieler haben sich aber auch super eingebracht, das hat es mir leichter gemacht“, erklärte Clever.

In der Tat sah man zahlreiche Helfer in der mit vielen Luftballons dekorierten neuen Hemberghalle. Sie sorgten für das leibliche Wohl der Zuschauer, Trainer und Sportler, betreuten die große Tombola oder kümmerten sich im den Verkauf hochwertiger Sportkleidung zum Vorzugspreis. Clever war auch mit der Zuschauerresonanz recht zufrieden und verwies auf rund 400 Besucher zu Spitzenzeiten. „Das Problem ist, dass die Eltern schnell wieder nach Hause wollen, wenn ihre Kinder ausgeschieden sind.“ So kam es auch, dass zu den beiden Finalspielen zwischen Kickers Offenbach und dem FC Schalke 04 kaum noch Zuschauer auf den Rängen zu finden waren. Bezeichnend auch Aussagen aus den Reihen der Eltern des VfL Bochum, nachdem ihre Sprösslinge mit 1:5 gegen den Reviernachbarn aus Gelsenkirchen verloren und der Trainer einen Verbleib bis zur Siegerehrung verordnet hatte. „Toll, die Kinder bekommen einen Blechpokal und wir müssen warten“, lautete die Äußerung eines Vaters. Dass die Nachwuchskicker selbst mehr Sinn für Fair-Play hatten, zeigte sich nach dem Finalsieg der Schalker, als die Bochumer zu den ersten Gratulanten gehörten.

Sportlich trat auch die erste Mannschaft des FC Iserlohn positiv in Erscheinung. In der Vorrundengruppe A setzte sich der FC mit drei Siegen durch. Allerdings war für die Gastgeber bereits im Achtelfinale das Turnier beendet, denn nach einer zwei Sekunden vor Schluss besiegelten 0:1-Niederlage gegen den späteren Finalisten aus Offenbach und einem deutlichen 1:5 gegen den VfL Bochum landete der FC auf Rang acht. „Wir hatten zwei ungefähr gleichwertige Mannschaften aufgestellt und sind daher mit dem Abschneiden zufrieden. Wir haben auf jeden Fall so manchen positiv überrascht, und Gegeneinladungen zu anderen Turnieren sind auch erfolgt“, war Clever vom Auftritt seiner Teams sichtlich angetan.

Weil die Aktion „Ein Herz für Bianca“ im Vordergrund stand, hatten sich die Iserlohner auch zahlreiche Aktivitäten außerhalb des Spielfelds ausgedacht. So gab es wieder eine Tombola mit 1300 Sachpreisen, die restlos und schon lange vor Turnierende ausverkauft war. Außerdem gab es ein großes Herz, auf dem man für eine kleine Spende unterschreiben konnte. „Die Eltern hatten viele tolle Ideen. Das war klasse“, freute sich Clever über das Engagement. Auch die teilnehmenden Teams zeigten „Herz“. Der Hombrucher SV spendete Geld, RB Leipzig steuerte Bilder bei.

Nach diesem Turnier will sich der Hauptorganisator Gedanken über weitere Veranstaltungen dieser Art machen. „Wir sind ein großer Verein und wollen uns auch dementsprechend präsentieren. Daher besteht jetzt die Überlegung, auch mal ein Feldturnier auszurichten. Die Verantwortlichen anderer Klubs haben mir eine Teilnahme signalisiert, sollten wir etwas auf die Beine stellen.“

Die Bereitschaft der Vereine, für weitere Veranstaltungen in die Waldstadt zu kommen, hat auch mit der guten Betreuung durch den FC Iserlohn zu tun. In diesem Jahr wurde TeBe Berlin vom FCI aufgenommen. Schon freitags reiste das Team aus der Hauptstadt an. Einen Tag später gab es eine Stadionführung in Dortmund sowie ein Blitzturnier mit Offenbach, Hombruch, Berlin und Iserlohn, ehe sonntags das Benefizturnier anstand.