Glatte Saison nach holpriger Vorbereitung bei NOMA Iserlohn?
09.09.2009 | 17:20 Uhr 2009-09-09T17:20:00+0200
Iserlohn. Während in Polen die besten Basketballer Deutschlands mit den europäischen Topstars um den Titel kämpfen, startet der heimische Vertreter NOMA Iserlohn in die Regionalliga. Und auch hier ist Spannung garantiert, weil die Klasse ausgeglichen wie selten besetzt ist.
Michael Dahmen, sportlicher Leiter der Kangaroos, spricht sogar von der stärksten Regionalliga aller Zeiten. Trotz Wirtschaftskrise haben viele Klubs zugelegt. Fast alle blicken nach oben, kaum einer nach unten. Den Blick auf die beiden ersten Plätze, die zum Aufstieg in die 2010 neu strukturierte Pro B berechtigen, haben auch die Waldstädter gerichtet. Mit einem tiefen Kader und vielen Talenten will man nach Platz drei der letzten Serie vorn mitmischen.
Der Weg dorthin gestaltete sich in der Vorbereitung bislang allerdings sehr holprig. Anpassungsprobleme zwischen dem neuen Trainer Ljubisa Anicic, der die Nachfolge des nach Osnabrück abgewanderten Dragan Torbica angetreten hat, und der Mannschaft waren nicht zu übersehen. Dass die Fußstapfen seines Landmannes groß sind, hat Anicic bereits erfahren müssen. Ob sich seine Ansprüche als hoch dekorierter Coach aus der ersten serbischen Liga realisieren lassen, wird eine der Kernfragen dieser Saison sein.
„Der Verein hat mich nicht geholt, um hier so zu arbeiten, wie man das gewohnt ist”, hat der 39-Jährige bereits etliche Dinge verändert. Das führte auch zu einigen Miss-erfolgen in den Testspielen und dazu, dass die Mannschaft derzeit nicht so recht weiß, wo sie steht. Doch diese Findungsphase sieht der Trainer nicht als Problem und verspricht schon bald entsprechende Resultate. „Wir werden ein System finden, das die Stärken optimal aus der Mannschaft herausholt”, kündigt er an.
Zur Verfügung hat er insgegesamt 16 Spieler, von denen Kassim Mbamba erst im Januar zum Team stößt. Gestandene Leitwölfe sind ebenso dabei wie viele Nachwuchsspieler, denen ein Schwerpunkt der Förderung gilt. „Am Ende der Saison sollen sich zumindest einige zu echten Regionalligspielern entwickelt haben”, erläutert Michael Dahmen, der überzeugt, ist, die richtige Mischung gefunden zu haben. Mit Frank Benson und Stephen Janzen wurde zwei exzellente Punktesammler geholt, während Martinis Woody die nötigen Rebounds einsammeln soll.
Der Schwachpunkt des letzten Jahres unter den Körben scheint damit beseitigt. Kompensiert werden muss dagegen der Abgang eines absoluten Publikumslieblings wie Paul Peterson. Ob diesmal eine echte Identifikationsfigur dabei ist, bleibt abzuwarten. Viel hängt davon ab, wie das neu zusammengestellte Team harmoniert und in die Saison startet.
Trainer Anicic legt besonderen Wert auf die Verteidigung, doch hier will er noch mehr Kontinuität über 40 Minuten sehen. Gelingt das, wird die Mannschaft auch das schnelle Spiel nach vorne zeigen können, das der Trainer verordnen wird. Dann spielt es nach seiner Auffassung auch keine Rolle, dass ihm die meisten Gegner in der Liga unbekannt sind. Er schaut ohnehin viel lieber auf die Qualitäten der eigenen Mannschaft.
Konstante Leistungen in einer sehr komprimierten, mit einigen Doppelspieltagen bis zu den Osterferien 2010 abgeschlossenen Saison sind indes auch die wichtigste Forderung von Manager Dahmen an die Akteure. Er ist davon überzeugt, dass nur der Verein im Kampf um die beiden Top-Plätze eine Chance hat, der kaum Formschwankungen unterworfen ist. Gerade in dieser Hinsicht sieht er nicht zuletzt aufgrund des ausgeglichenen Kaders die Voraussetzungen bei NOMA Iserlohn als recht gut an.
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