Gegner Zeit und Raum nehmen
04.11.2010 | 17:19 Uhr 2010-11-04T17:19:00+0100
Iserlohn.(MT) Noch zwei Spiele haben die Roosters vor der Brust, dann geht es in die Länderspielpause. „Aber wir könnten weiter spielen. Niemand von uns ist ausgebrannt“, kommt für Trainer Ulrich Liebsch diese zwölftägige Pause nicht ganz gelegen.
Zumal sich sein Team nach den jüngsten Erfolgen leicht im Aufwind befindet. Ob es sich nur um ein Zwischenhoch handelt oder mehr? Die Aufgaben des Wochenendes werden das Team mächtig fordern. An diesem Freitag geht es in eigener Halle gegen den Zweiten Hannover, am Sonntag spielen die Sauerländer bei den nie zu unterschätzenden Augsburger Panthern. Und gegen beide gab es in dieser Saison schon Niederlagen. Die letzten vier Spiele in Augsburg gingen allesamt verloren.
„In Hannover haben wir uns sehr schwer getan“, blickt Ulrich Liebsch auf das erste Aufeinandertreffen vor zwei Wochen zurück. „Die Scorpions sind mit Wolfsburg die beste Mannschaft. Da müssen wir über uns hinauswachsen.“
Was zu tun ist, sollten die Spieler aus den jüngsten Erfolgen gelernt haben. „Denn das geht nicht von alleine“, warnt Liebsch. „Die beiden letzten Siege dürfen uns nicht zufrieden machen. Wir dürfen nicht entspannt sein.“ Er möchte, dass seine Spieler einfaches, schnörkellose Eishockey abliefern und hart-aggressiv arbeiten. „Denn allein unser Talent reicht nicht aus, um Spiele zu gewinnen.“ Einfaches Spiel bedeutet u. a. dem Gegner Zeit und Raum nehmen, gepaart mit Tugenden wie Aggressivität und Laufbereitschaft. „Wir müssen Vollgas geben.“
Bei den Sauerländern wird Collin Danielsmeier wegen einer Schulterblessur geschont, für ihn rückt erneut Stefan Langwieder nach. Größer ist die Personalmisere bei den Niedersachsen, die vermutlich mit dem Iserlohner Jonas Langmann im Tor auflaufen werden.
Die Augsburger Panther haben nach einem fast schon spektakulären Start den Rückwärtsgang eingelegt. „Sie sind wohl nicht ganz so stark wie in der letzten Saison, aber sie werden um die Play-offs mitspielen“, beschreibt Liebsch die Panther. Die sorgen wegen des derzeit laufenden, völlig missratenen Stadionumbaus auf ganz anderem Gebiet für Negativschlagzeilen. Da wird schon über „Augsburg 21“ oder „Stadiongate“ gespottet. Derzeit fasst das Stadion nur 2902 Zuschauer, die Zahl derer, die einen ungestörten Blick haben, liegt aber deutlich darunter.
Weiterhin nichts Neues gibt es vom Transfermarkt. Zuletzt tauchte Zweitligist Bietigheim-Bissingen als Interessent für IEC-Schlussmann Danny aus den Birken auf. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen, offenbar geht es um die Finanzierung. Generell ist es ruhig auf dem Spielermarkt. „Es kann noch eine Weile dauern, aber es kann auch ganz schnell gehen“, möchte Manager Karsten Mende keine Prognose über mögliche Wechsel von aus den Birken, Sinisa Martinovic und Kris Sparre abgeben.
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