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Eishockey

Gegentor mit verheerender Wirkung

05.11.2010 | 23:29 Uhr
Gegentor mit verheerender Wirkung
Ein 3:5-Heimniederlage kassierten die Roosters gegen Hannover.

Iserlohn.Der Meister war schon angezählt und wankte bei einem 0:3-Rückstand beträchtlich. Doch er fiel nicht, sondern schlug im letzten Drittel vernichtend zurück und schickte die Roosters zu Boden. Ein K.o, der erst einmal verdaut werden muss!

Iserlohn Roosters - Hannover Scorpions 3:5 (1:0, 2:0, 0:5). Fassungslosigkeit prägte nach 60 unglaublichen Minuten das Bild. Dass die Sauerländer nach einer sehr souveränen Vorstellung im ersten und zweiten Drittel und einer doch so sicher wirkenden 3:0-Führung in sich zusammen fallen würden, war deprimierend.

40 Minuten lang war alles nach Plan verlaufen. Die Hausherren agierten selbstbewusst und konzentriert. Sie spielten schnörkellos und ohne gravierende Fehler, brachten die Scheibe schnell aus der Gefahrenzone und ließen nur wenig Schüsse zu. Und jene, die durchkamen, wurden von Manny Legace weggefischt.

Offensiv lief es ebenfalls gut. In Überzahl erzielte Michael Wolf die Führung nach Maßvorlage von Michael Hackert (8.). Dieses Tor verlieh weitere Sicherheit. Iserlohn hatte das Spiel im Griff, wenngleich die Gäste immer wieder ihre Gefährlichkeit andeuteten. Aber das Chancenplus lag bei den Hausherren. Doch Jonas Langmann, Iserlohner Schlussmann in Reihen der Niedersachsen, machte einen richtig guten Job.

Nach dem ersten Wechsel wurden die Gäste stärker. Aber für Entspannung sorgte erneut Michael Wolf. Und das mit einer spektakulären Aktion. Denn obwohl er massiv von Aris Brimanis bedrängt wurde, ließ er sich in seinem Sololauf nicht stoppen und hämmerte in Rückenlage die Scheibe unter die Latte. Warum der schwache Unparteiische Jablukov den Videobeweis heranzog, bleibt sein Geheimnis (23.). Ja es kam sogar noch besser für die Roosters. Denn nach einem energischen Nachsetzen der vierten Reihe, in der Kris Sparre für den aus privaten Gründen verhinderten Jimmy Roy zum Einsatz kam, erhöhte Daniel Oppolzer auf 3:0 (30.). Der IEC steuerte auf Siegkurs, musste aber ab jenem Zeitpunkt den Ausfall von Lasse Kopitz verkraften, dem wegen eines Muskelfaserrisses in der Leiste eine mehrwöchige Zwangspause droht.

Doch ein Unterzahlgegentor kurz nach Wiederbeginn schlug ein wie eine Bombe mit verheerender Wirkung. Prestin Ryan hatte gerade einmal sechs Sekunden in der Kühlbox gesessen, da zischte der Schlagschuss von Sascha Goc ins Netz. Fortan war es um die Roosters geschehen, sie verloren ihre Linie. Hannover setzte im Stile einer Klassemannschaft nach. Zunächst erneut durch Goc, der schon im Hinspiel dreimal getroffen hatte. Im Nachsetzen verkürzte er gegen die orientierungslose Roosters-Defensive (44.).

Konstant brannte es nun vor dem Iserlohner Kasten, während von den Hausherren nur noch einige offensive Impulse ausgingen. Die beste bot sich Kris Sparre und Daniel Oppolzer. Diese Duo steuerte allein auf Langmann zu, doch Sparre agierte zu eigensinnig, schoss aus spitzem Winkel selbst, scheiterte aber am Ex-Iserlohner. Auch auf Grund solcher Aktionen wollen sich die Sauerländer von Sparre trennen. Stattdessen resultierte aus diesem Angriff eine völlig unnötige Strafzeit gegen Cam Paddock. In Unterzahl war die ohnehin verunsicherte Defensive dem Angriffswirbel des Meisters nicht gewachsen, Adam Mitchell war der Profiteur (55.). Innerhalb von 14 Minuten hatte Hannover ausgeglichen. Aber es kam noch schlimmer. Denn nur 26 Sekunden später griff Manny Legace nach Matt Dzieduszyckis Schuss daneben und versetzte Eishockey-Iserlohn in eine Schockstarre. Und da die Chance, in den letzten 50 Sekunden in zweifacher Überzahl auszugleichen, nicht genutzt wurde, sondern Niki Mondt ins leere IEC-Gehäuse traf, war eine der wohl bittersten Saisonpleiten perfekt.

Michael Topp

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Kommentare
08.11.2010
17:20
Gegentor mit verheerender Wirkung
von Sauerländer | #15

Tabellenkeller, sinkende Zuschauerzahlen, desolate Leistungen, aber hauptsache das Essen für die Prominenz und derenn Damen ist gut und teuer,
natürlich auch die drinks. Der IEC entwickelt sich immer mehr weg von kämpferischen Eishockey hin zu einem Eventveranstalter, bei dem Sport nur noch Fassade ist. Wie auf der titanic, oben gibts noch die große Sause, aber unter auf dem Eis........

07.11.2010
21:23
Gegentor mit verheerender Wirkung
von Super Saison | #14

Die Jungs vergeigen und vergeigen und hier wird immer noch so getan, als wäre alles in Butter.

11 Niederlagen aus 19 Spielen. Vorletzter. Aber bitte, träumt schön weiter.

Wird schon Alles gut.

07.11.2010
19:54
Gegentor mit verheerender Wirkung
von supergrieche | #13

# dann sind wir ja schon zwei mit ein wenig Ahnung :-)). Vielleicht habe ich dich ja als junger Spieler angefeuert oder vielleicht hast du ja ein paar Jugend/Junioren Spiele gesehen....ist ja auch schon lange her. Ich war sogar schon auf der 30. jährigem Bestehen des ECD damals in Deilinghofen bei Sonneborn.

Aber mal im Ernst, wir aus Deilinghofen hatten nie die größte Spielkultur ausser mit Marrti und Jarolsav , aber eines konnten unsere Spieler immer:
Kämpfen!!
und das vermisse ich diese Saison sehr schmerzlich, DAS war meine AUSSAGE. Ob ein Jörg Schauhoff, Charly Stenner, Mike Bruce, Harry Pflügl Dany Held, Steve McNeil , ein Benoit Doucet, Peter oder mein Freund Butzi, alle haben gekämpt.
Schlecht gespielt haben sie, beim Eishockeygott, alle mal schlecht, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie sich alle mehr den H..... aufgerissen haben.... wir gesagt nur MEIN GEFÜHL, oder wann hast du das letze mal die HAlle richtig toben gehört, du weißt was ich meine, das die Leute es bis nach Hagen gehört haben. Das du dein eigenes Wort auf dem Eis minutenlang nicht mehr verstanden hast.....

Wenn du wirlich ein ehemaliger bist, weisst du wovon ich rede, vermißt du das nicht auch ?????

07.11.2010
15:11
Gegentor mit verheerender Wirkung
von Eishockey Fan | #12

zu S upergrieche: zittieren ja, aber auch Meinungsfreiheit und Sichtweise. Denn auch ich habe Jahre für den ECD in der damals 1. Bundesliga gespielt. Ich denke das ich woll ein klitzekleinesbißchen Ahnung vom Eishockey habe. Aber Danke für deine Kritik.

Bis zum nächsten Kommentar

07.11.2010
14:57
Gegentor mit verheerender Wirkung
von supergrieche | #11

# 10

Hoppla, seit wann darf man nicht mehr zitieren???
Glaub mir mal # 10, im Gegensatz zu vielen anderen hier, habe ich schon selbst lange genug auf dem Eis gestanden.. du denkst also das ich keine Ahnung habe. :-)))..Außerdem habe ich mir meinem Zitat auch nur auf die Kampfbereitschaft der ganzen Saison hingewiesen. Auch ich habe die steigende Leistungskurve der letzten zwei Wochen gesehen, aber ich vergesse auch nicht die zwei letzten Monate wie viele hier die sich blenden lassen.

Nichts für ungut. Ihr seit alle Eishockeyfans.(Experten)

@ # 18 guter Kommentar.

07.11.2010
14:47
Gegentor mit verheerender Wirkung
von Eishockey Fan | #10

zu Supergrieche und dessen Kommentar zu meinem:
Wenn du Olli Kahn so gut kennst, solltest du lieber Rentnerfussball kommenentieren und nicht Eishockey, da kann es ja sein das du Ahnung hast.
zu RoosterNo18 Endlich - endlich eine Person mit Ahnung vom Eishockey mehr davon !!!!!!!!

07.11.2010
13:17
Gegentor mit verheerender Wirkung
von icerooster | #9

@ RoosterNo18
Sehr guter Beitrag! Sehe fast alles genau so wie Du.
Bis auf die Szene mit Sparre. Da hätte er wirklich passen müssen! Hat in dem Moment einfach zu lange gezögert und dann war der Hannoveraner eben zur Stelle! Sehr schade. Aber sonnst gehen wir absolut konform!

MFG

06.11.2010
20:56
Gegentor mit verheerender Wirkung
von RoosterNo18 | #8

Dass hier einige Kommentare vollkommen neben der Spur sind, ist nichts Neues. Aber auch der Spielbericht stellt manche Spielsituationen in ein vollkommen falsches Licht!

Erst einmal muss man die 40 Minuten als eine hervorragende Leistung hervorheben, die nicht nur zeigt, welches Potential in der Mannschaft steckt, sondern auch, dass Uli Liebsch die Mannschaft erreicht und sie gut auf einen starken Gegner einstellen kann.

Zum letzten Drittel: Ein Unterzahlgegentor gegen Sascha Goc wird noch jeder Mannschaft widerfahren. Vor allem, wenn Hannover so wie in jeder Saison nach einem Bullygewinn in Überzahl jeglichen Versuch, Sascha Goc am Schuss von der blauen Linie durch Halten und Blocken der Gegenspieler verhindert. Schade, dass das noch keinem Schiedsrichter aufgefallen ist.

Doch der Knackpunkt ist das schnelle 2:3, was nur dank Jablukov fällt. Giuliano erkämpft sich gegen Goc im Hannoveraner Drittel in der Bandenecke die Scheibe, will von ihm wegfahren, wird gehakt bzw. gehalten, was auch immer. Deutliche Sache, Giuliano fällt, kann nicht weiter zum Tor vorstoßen. Nur Jablukov hebt seinen Arm nicht. Hannover kontert deswegen, Goc fährt als 4. Mann im Angriff mit, Giuliano kann nicht hinterherkommen, lag eben auf dem Eis, und Goc verwandelt den Abpraller. Da bist du als benachteiligte Mannschaft machtlos! Eine Schande für den Schiedsrichter. Schlechter nur noch Jablukovs Torklau gegen Wolfsburg! Dieser Mann sollte nie wieder ein Punktspiel in Iserlohn pfeifen! Jedes Mal das gleiche mit ihm... Dass er nur mit Krinner und Goc während des Spiels redet und nicht mit Liebsch und Hock ist da ein weiteres Zeichen für.

Dann nimmt das Spiel leider seinen Lauf, die Roosters wirken wieder verunsichert und laufen hinterher. Natürlich sind da auch Fehler von Spielern gemacht worden, aber im Endeffekt verunsichert Jablukov die Mannschaft. Und nein, nicht nach jedem Spiel kann man den Schiedsrichter verantwortlich machen. Aber gestern hat er durch manche Aktionen einfach das Spiel in eine gewisse Richtung gelenkt.

Zu Sparres und Oppolzers 2:1-Situation im letzten Drittel sei noch gesagt, dass er nicht abspielen konnte, weil der Hannoveraner Verteidiger sich in den Passweg geschmissen hat, folglich war der eigene Abschluss richtig. Den einzigen Vorwurf, den man Sparre machen kann, ist, dass er das Tor nicht getroffen hat. Aber deswegen will sich ein Verein wohl kaum von einem Spieler trennen. Das ist nur dem Umstand geschuldet, dass wir verständlicherweise Hackert halten wollen.

Ein Lob an dieser Stelle möchte ich noch Stefan Langwieder, Jon Insana und der 4. Reihe aussprechen, wobei die beiden Erstgenannten gestern gezeigt haben, wozu sie im Stande sind. In der Form wird sich der Gegentorschnitt auf lange Sicht deutlich senken, trotz eines solchen unerwarteten Tiefschlags im letzten Drittel.

06.11.2010
18:03
Gegentor mit verheerender Wirkung
von letmather | #7

eben nicht..nicht bei dem trainer...was nützt es 40 minuten gutes hockey zu spielen??..und ich bitte euch..immer alles auf den schiri schieben....ist die einfachste lösung...jeder weiß das jablukov kein guter schiri ist...das mann eine mannschaft dann nicht drauf vorbereitet ist schon schade...

06.11.2010
17:13
Gegentor mit verheerender Wirkung
von laga2010 | #6

diese kommentare sind alle absolut kacke vielleicht erinnert iht euch noch an ein spoel gegen Mannheim dort haben wir zuhause 0-3 zurückgelegen und das im letzte drittel und noch gweonnen so ist eben eishockey. und man muss auch mal sagen ohne manny hätten wir schon eher zurückgelegen das war schon tll wie diese mannschaft gespielt hat und ein paar spiele weiter gewinnen wir auch solche spiele
macht weiter so

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