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Für Hemer zählt beim Schlusslicht nur der Sieg

01.06.2012 | 16:57 Uhr
Für Hemer zählt beim Schlusslicht nur der Sieg
Nach dem Sieg gegen Salchendorf steht Hemer nun in Schwerte unter Druck.

Iserlohn. Nach dem vorzeitig erreichten Westfalenliga-Aufstieg lehnt sich Borussia Dröschede keinesfalls zurück, sondern strebt nun auch den Titel in der Fußball-Landesliga an. Unterdessen will der SC Hennen allerletzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigen und die SG Hemer im Kampf um den Ligaverbleib weiter punkten.
Borussia Dröschede - SG Finnentrop/Bamenohl (Hinspiel: 3:0). Der Aufstiegsjubel ist vorerst verhallt, die Konzentration der Borussia gilt den verbleibenden Aufgaben. „Wenn man fünf Punkte Vorsprung hat, will man auch den ersten Platz nicht mehr hergeben. Denn es ist schließlich noch schöner, als Erster aufzusteigen“, berichtet Trainer Alen Terzic von einer weiterhin hoch motivierten Truppe. „Die Mannschaft kennt ohnehin keinen Schongang, sie gibt Vollgas bis zum Schluss. Abwartend zu agieren, ist nicht unser Ding.“ Und das sollen die Finnentroper, die nur noch theoretisch in Gefahr geraten können, zu spüren bekommen. „Aber das ist eine sehr kompakte, kampfstarke Mannschaft“, streicht Terzic beim Gegner heraus. Personelle Veränderungen gibt es nicht. Erleichtert ist der Coach aber darüber, dass Petkovic wieder komplett fit ist.
VfL Schwerte - SG Hemer (1:1). Die Serie der Endspiele geht für die SG Hemer weiter, nun wartet das bereits abgestiegene Schlusslicht auf das Odenhausen-Team. „Das wird sauschwer“, so der Coach zur Aufgabe am Schützenhof. „Denn der VfL spielt ohne Druck, dort läuft der Neuaufbau, da wollen sich einige Spieler sicherlich empfehlen.“ Und zur eigenen Ausgangslage sagt er, nachdem die Aufholjagd der letzten Wochen erstmals den Sprung aus den Abstiegsrängen bescherte: „Wir haben noch nichts erreicht. Aber das weiß die Mannschaft auch. Erst wenn wir die beiden nächsten Spiele gewonnen haben, können wir davon sprechen.“ Der Druck ist also weiterhin enorm. „Doch den haben wir schon seit dem zweiten Spieltag.“ Was im Umkehrschluss bedeutet, dass seine Elf mit diesem umgehen kann: „Das Team zeigt keine Nerven.“ Bei dem Unterfangen, die Vorgabe Odenhausens („Wir müssen gewinnen, ganz klar!“) umzusetzen, stehen hinter einigen Spielern Fragezeichen.
Kiersper SC - SC Hennen (0:1).Noch ist die magische Grenze von 40 Punkten nicht erreicht, und deshalb ist die Lage beim Aufsteiger aus Hennen trotz eines noch bestehenden Vorsprungs auf die Gefahrenzone alles andere als entspannt. Trainer Peter Habermann geht sogar so weit und sagt: „Wenn wir dieses Spiel verlieren, steigen wir ab!“ Das meint er natürlich auch mit Blick auf den Gastgeber. Denn die Kiersper sind abgeschlagen und nur drei Punkte besser als Schlusslicht Schwerte, und als Vorletzter bereits abgestiegen, folglich ist Hennen favorisiert. „Man weiß nicht, ob die noch motiviert sind“, so Habermann, dessen Team möglicherweise auf Naturrasen spielen muss. „Das ist für uns aber kein Problem. Wir müssen konzen­triert zu Werke gehen.“ Und dabei nennt er die zwar so banale, aber eben nicht immer auch so einfach umzusetzende Formel: „Hinten dicht machen und vorne treffen!“ Dabei kann er allerdings nicht auf sein komplettes Stammpersonal zurückgreifen.

Michael Topp



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