Frühstarter legt Fokus auf die Defensivarbeit

Beim FC Iserlohn hat die Saisonvorbereitung bereits begonnen.
Beim FC Iserlohn hat die Saisonvorbereitung bereits begonnen.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Der Marktführer hat den Frühstart gewählt und mitten in der großen Hitze seine Saisonvorbereitung eingeläutet. Trainer Christian Hampel bevorzugt die längere Trainingsphase und verzichtet im Gegenzug auf die Häufung der Einheiten pro Woche. „Damit sind wir eigentlich zuletzt gut gefahren“, sagt Co-Trainer André Juchum, der für den urlaubenden Chefcoach derzeit das Kommando führt.

Am Hemberg-Südhang bat er am Dienstagabend zum Aufgalopp, bei dem die Urlauber Tim Schattling, Sebastian Kozlowski und Patrick Leclaire ebenso fehlten wie der erkrankte Dennis Kluy und der angeschlagene Max Borchmann. Der klagt derzeit über ein dickes Knie, doch Juchum sieht keine Probleme, dass der Mittelfeldspieler nach seinem Kreuzbandriss den Trainingsaufbau wie geplant fortsetzen kann. Im September soll er wieder zum Kader gehören.

Die Schaffung der Ausdauergrundlage bestimmt zwangsläufig die Anfangsphase der Vorbereitung, doch der Formaufbau wird wie gewohnt primär über intensive Spielformen erfolgen. In dieser Woche belässt es Juchum bei drei Einheiten, am Wochenende wird ein gemeinsamer Schützenfestbesuch auch der Integration der Neuzugänge dienen. Trainiert wird in dieser Woche am Südhang, ehe dort der Rasen gesperrt wird. „Der Platz ist im Vergleich zum Nordhang optimal. Ich verstehe gar nicht, weshalb der geschont werden muss“, sagt Manager Uli Sauerborn, der nun improvisieren muss. Denn der Nordhang-Rasen kann erst Mitte Juli wieder genutzt werden.

Gerade nach den Erfahrungen der letzten Saison will man beim FC in der Vorbereitung den Fokus auf die Defensivarbeit legen. „Wir haben zu viele Gegentore bekommen, oft nach individuellen Fehlern. Das muss sich dringend ändern“, stellt Juchum klar. Mehr als zuvor will man auch Stabilisations- und Kräftigungsübungen in das wöchentliche Programm einbauen, um Verletzungen vorzubeugen. „Auch wenn wir nicht allzu viele Muskelverletzungen hatten, so wollen wir unbedingt Vorsorge treffen, dass wir möglichst nicht mehr so viele Ausfälle haben“. Bei drei Einheiten pro Woche, so Juchum weiter, sei man zeitlich aber etwas eingeschränkt, um diese Maßnahmen kontinuierlich durchzuführen. Deshalb nimmt er auch die Spieler bei ihren privaten Fitnessstudiobesuchen in die Pflicht. „Die Übungen sollen nicht dem Aussehen dienen sondern der Funktionalität. Da wird leider oft viel falsch gemacht“.

Das Testspielprogramm leitet der FC am übernächsten Sonntag beim Oberligisten SV Lippstadt ein und es umfasst bis zum Saisonstart am 16. August insgesamt zehn Partien, inklusive der FIN-Cup-Einsätze.