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Freiwilliges soziales Jahr für eigenen Verein

08.11.2012 | 17:06 Uhr
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Freiwilliges soziales Jahr für eigenen Verein
Niklas Steneberg (li.mit Vereinschef Roland Gröschel) absolviert bei den Kangaroos ein freiwilliges soziales Jahr.Foto: RAPP,

Iserlohn. Für die Basketballer von NOMA Iserlohn ist es eine Premiere, für die heimische Sportszene eine Seltenheit: Nach vierjährigem Vorlauf absolviert mit Niklas Steneberg erstmals ein junger Mann ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) bei den heimischen Korbjägern.

Der 19-jährige ist seit 2006 bei den Kangaroos und hat sich von Anfang an neben seinem sportlichen Wirken im Verein engagiert. Die Betreuung der Homepage und die Trainertätigkeit bei Nachwuchsmannschaften gehörten bald zu seinen Aufgaben. Sport, insbesondere Basketball, ist seine große Leidenschaft, und er sagt: „Es ist eine schöne Sache, für den Verein zu arbeiten.“ Als nun schließlich nach dem Abitur am Märkischen Gymnasium die Bemühungen um einen Studienplatz im Bereich Medienwissenschaften vorerst nicht von Erfolg gekrönt waren, kamen Steneberg und die NOMA-Basketballer schnell in Sachen FSJ zusammen.

„Wir haben so viele Tätigkeiten neben dem Spielbetrieb, so dass wir längst an unsere Grenzen gestoßen sind“, macht Vorstandsmitglied und Jugendbeirat Zlata Dahmen deutlich, und sie ergänzt: „Wenn wir so weiter machen wollen, dann sind FSJ-Absolventen für uns künftig unverzichtbar.“

Für Niklas Steneberg, der selbst in der zweiten Mannschaft aktiv ist, bedeutet das vom Basketball geprägte Tage. „Ich mache so etwas gerne für einen Verein, der ehrenamtlich auf so hohem Niveau arbeitet und würde mir wünschen, dass viele junge Leute so denken.“

Teamfähigkeit und eine hohe Affinität zum Sport und zum Verein hält Steneberg, der aktuell offiziell Angestellter des TuS Iserlohn ist, für eine Grundvoraussetzung für eine gute Zusammenarbeit. Morgens ist er hauptsächlich in den heimischen Schulen unterwegs, betreut dort zusammen mit den Profispielern des Klubs Basketball-Projekte oder einmalige Aktionen wie zuletzt in Deilinghofen. Die Nachmittage werden derweil für die Pflege der Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Gerade bei Facebook und Twitter sind die Kangaroos sehr aktiv. Die Trainingsarbeit am Abend sowie die Durchführung des Spielbetriebs, vorwiegend am Wochenende, gehören zu seinen weiteren Tätigkeiten.

Dass Niklas Steneberg einmal bei den NOMA-Basketballern landen würde, war so nicht abzusehen. Zunächst war er acht Jahre als Fußballer in Dröschede und beim VfK Iserlohn aktiv, dann folgte der Wechsel zum Hallensport. Dass er den Verein nicht nur als Dienstleister sieht, sondern sich von Anfang an auch in anderen Bereichen eingebracht hat, war schon früh zu erkennen, und da war der jetzige Schritt die eigentlich logische Entwicklung.

„So etwas macht sich auch ganz gut im Lebenslauf“, denkt Niklas Steneberg da auch ein wenig an seine Zukunft. Spätestens zum nächsten Sommersemester soll es mit dem Studienplatz klappen.

Bis dahin wird er sich noch voll und ganz für die Basketballabteilung einsetzen. Und dass er das gut macht, das hat sich schon bis in die Spitze des Gesamtvereins herumgesprochen. So wünscht sich auch Geschäftsführer Axel Kahl, dass die FSJ-Stelle, die in Zusammenarbeit mit der Sportjugend NRW, einer Unterabteilung des Landessportbundes, eingerichtet wurde, zu einer Dauereinrichtung im Verein wird.

Von Markus Wassmuth

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