FCI dominant, aber viel zu harmlos

Der FC Iserlohn unterlag der DJK TuS Hordel mit 1:2.
Der FC Iserlohn unterlag der DJK TuS Hordel mit 1:2.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Mit einem Tor kurz vor der Pause und einem unmittelbar nach dem Wechsel stellte Hordel am Hemberg die Weichen auf Sieg. Nach der insgesamt fünften Heimniederlage droht dem FC Iserlohn zum Saisonende eine Platzierung im Niemandsland der Tabelle.


Fußball-Westfalenliga 2: FC Iserlohn – DJK TuS Hordel 1:2 (0:1). In der vergangenen Woche lobte Trainer Christian Hampel noch die taktische Flexibilität seiner Mannschaft, die zwischen Dreier- und Fünfer-Kette pendelte. Gegen Hordel entpuppte sich die Defensive aber als Achillesferse, weil die Iserlohner allgemein schlecht umgeschaltet haben, wodurch sich für die Gäste viele gute Möglichkeiten ergaben. „Wir wurden selbst nach Standards oft ausgekontert, das darf einfach nicht passieren“, ärgerte sich Hampel an der Seitenlinie, obwohl er zunächst den Auftritt seiner Elf mit Wohlwollen begleitete. Die Iserlohner drückten von Beginn an aufs Tempo, alles sah recht gefällig aus, nur der letzte Pass in die Spitze wurde nicht konsequent gespielt. Mit zunehmender Spieldauer häuften sich bei den Gastgebern allerdings die Ballverluste im Mittelfeld, weil mitunter zu überhastet agiert wurde.

So konnte der FCI aus seiner leichten optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen, wirkte Hordel weitaus gefährlicher in der Offensive. Daniel Dreesen rettete gleich dreimal in höchster Not, zunächst gegen Philipp Dragicevic (15.), dann stoppte er Ron Berlinski, der allein auf den TuS-Keeper zugelaufen war (11.), und in Handballmanier klärte er gegen Jordi Barrera, als dieser im Fünfmeterraum frei vor ihm stand (34.).

Wer solche Chancen auslässt, wird bisweilen dafür bestraft. Tatsächlich hätte Iserlohn in Führung gehen können, als Kinsley Nweke nach einem sehenswerten Pass von Pierre Szymaniak nur noch Schlussmann Kevin Kampschäfer vor sich hatte, diesen aber nicht überwinden konnte (37.). Im Gegenzug holten die Bochumer nach, was sie zu zuvor versäumt hatten. Völlig unbedrängt konnte Dawid Ginczek im FCI-Strafraum das Zuspiel von Dragicevic verwerten und seinen 19. Saisontreffer bejubeln.

Die Iserlohner hofften auf einen besseren zweiten Durchgang, doch kurz nach Wiederbeginn unterlief Dennis Cela ein katastrophaler „Stockfehler“. Dragicevic angelte sich den Ball, lief alleine auf das Gehäuse zu und ließ Dreesen keine Chance. Die Iserlohner wirkten konsterniert, erst in der Schlussphase löste sich die Schockstarre, sorgten die eingewechselten Lukas Lenz und Tim Schattling für mehr Druck. Ihre Gemeinschaftsproduktion bescherte dem FCI auch das 1:2. Schattling grätschte Lenz’ Querpass über die Torlinie. Drei Minuten später vergab Szymaniak den möglichen Ausgleich, drosch aber aus kurz der Distanz den Ball in die Wolken