ERGI will den Matchball erzwingen

Die ERGI will die Finalserie mit einem Sieg gegen Herringen einleiten.
Die ERGI will die Finalserie mit einem Sieg gegen Herringen einleiten.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Die nationale Rollhockey-Krone im Jahr des 50-jährigen Bestehens zu gewinnen, wäre natürlich ein Traum für die ERG Iserlohn. Der erste Schritt zum siebten deutschen Meistertitel soll an diesem Samstag getan werden, wenn der Titelverteidiger und Hauptrundenerste Germania Herringen zu Spiel eins der Best-of-three-Finalserie in der Hemberghalle antritt.

Man muss nur auf die Ergebnisse der vergangenen Jahre schauen, um ein erneutes Duell auf Augenhöhe zu erwarten. Die beiden besten deutschen Mannschaften, beide mit Nationalspielern gespickt, kennen sich gut und können einander kaum noch mit taktischen Winkelzügen überraschen. „Entscheidend wird sein, wer mehr Siegeswillen an den Tag legt“, sagt ERGI-Trainer Dirk Iwanowski. Er erwartet von seiner Mannschaft hohe Laufbereitschaft und absoluten Teamgeist, und er ist sicher, dass diese Tugenden im ersten Finale deutlich werden. Zuversichtlich stimmt ihn die gute personelle Besetzung, denn alle Spieler sind einsatzfähig. Das führt dazu, dass Neuzugang Nils Hilbertz auf der Tribüne Platz nehmen muss. „In der entscheidenden Phase werde ich keinen Spieler zurücksetzen, der über die gesamte Saison dabei war“, stellt Iwanowski klar.

Dass anders als in den letzten Jahren der Fitnesszustand keinen Anlass zur Kritik liefert, führt der Coach auch auf die Zusammenarbeit mit dem Bethanien-Krankenhaus zurück. Die dortigen Experten haben für jeden Spieler einen individuellen Trainingsplan erarbeitet, um die Athletik zu verbessern und um Muskelverletzungen vorzubeugen. Das hat sich ausgezahlt. „In den letzten Spielen hat man gesehen, dass wir am Ende immer noch zulegen konnten“, erläutert Iwanowski. Das soll nun auch Herringen zu spüren bekommen.

„Die Tagesform wird entscheiden, und man braucht sicher auch etwas Glück“, meint ERGI-Chef Ralf Henke, der eine gut gefüllte Hemberghalle erwartet. Der Meister setzt einen Fanbus ein, und er wird stets von einer großen Anhängerschaft begleitet. Henke sieht den aktuellen Play-off-Modus, der ersonnen wurde, als Weil noch in der Bundesliga spielte, was dem Rest des Feldes weite Reisen bescherte, nicht als Nachteil an. „Wer das erste Spiel zu Hause hat und gewinnt, besitzt einen psychologischen Vorteil, auch wenn er dann möglicherweise noch zweimal auswärts ran muss.“ Bei ihrer letzten Finalteilnahme vor zwei Jahren machte die ERGI als Hauptrundenerster gegen Cronenberg diese Erfahrung und verlor in drei Spielen. Dass es über die volle Distanz geht, also am 30. und 31. Mai in Herringen gespielt wird, ist angesichts der Ausgeglichenheit des Duells durchaus wahrscheinlich. Und Iwanowski erinnert an das Gesetz der Serie. „Wir sind doch immer in gegnerischer Halle Meister geworden.“

ERG Iserlohn:P. Glowka, Sittler; Costa, Nuñez, Milewski, Pereira, Fonseca, Henke, Hegner, S. Glowka.- Spielbeginn: Samstag, 15.30 Uhr, Hemberghalle.