Enttäuschung weicht Stolz über das Erreichte

Die Iserlohner Fans feierten ihr Team schon vor dem Spiel, aber auch nach der deutlichen Niederlage.
Die Iserlohner Fans feierten ihr Team schon vor dem Spiel, aber auch nach der deutlichen Niederlage.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Saison 2014/15 ist für die Pro-B-Basketballer von NOMA Iserlohn beendet. Die Enttäuschung über das bittere und letztlich sehr eindeutig Aus im Play-off-Halbfinale verflüchtigt sich langsam, der Stolz über das Erreichte wird spürbar. Nach einem gemeinsamen Abendessen von Mannschaft, Trainerstab und Manager geht das Team am Dienstagabend auseinander.

Iserlohn.. Die Saison 2014/15 ist für die Pro-B-Basketballer von NOMA Iserlohn beendet. Die Enttäuschung über das bittere und letztlich sehr eindeutig Aus im Play-off-Halbfinale verflüchtigt sich langsam, der Stolz über das Erreichte wird spürbar. Nach einem gemeinsamen Abendessen von Mannschaft, Trainerstab und Manager geht das Team am Dienstagabend auseinander.

Für den sportlichen Leiter Michael Dahmen beginnt spätestens jetzt die stressigste Zeit des Jahres. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Verlängerung der Zusammenarbeit mit Trainer Matthias Grothe, die von beiden Seiten angestrebt wird. Danach folgen die Gespräche mit den Spielern. Das Gros der Mannschaft soll gehalten werden. Die Defensivorientierung des Teams, bei dem die Ausbildung junger deutscher Spieler Schwerpunkt bleiben wird, ist vorgegeben.

Dennoch wird es auch personelle Veränderungen geben. Niklas Geske dürfte, sofern er seinen Vertrag in Hagen verlängert, nicht mehr in Iserlohn zum Zuge kommen, würde aber für Notfälle, wie zuletzt Fabian Bleck, gemeldet. Bei den anderen Doppellizenzlern Marcel Keßen (Vertrag in Hagen bis 2017), Jonas Grof und Moritz Krume wünschen sich die Kangaroos eine weitere Zusammenarbeit.

Das gilt ganz sicher auch für den Kopf der Mannschaft, Orlan Jackman. Die Iserlohner möchten ihn unbedingt halten, aber die Konkurrenz ist aufmerksam geworden, was auch bei anderen Akteuren des Iserlohner Kaders der Fall sein dürfte.

Wesentlich konkreter sind die Pläne von Michael Dahmen, die erste Mannschaft in eine GmbH zu überführen - unausweichliche Konsequenz: Ein bezahlter Geschäftsführer muss her. „Unser Ziel ist es, auch strukturell den Schritt von der Pro B in die Pro A zu verkleinern“, sagt der Manager.

Er und Trainer Matthias Grothe sind sehr darum bemüht, dass Team und Verein im zweiten, fraglos schwierigeren Jahr, in der Pro B gut aufgestellt sind. Nicht unwahrscheinlich ist beim Blick auf die Landkarte auch eine Umgruppierung der Iserlohner in die Nordstaffel, die, das haben die Play-offs gezeigt, die stärkere der beiden Staffeln ist. Da ist es hilfreich, dass die Führung des Vereins bereits positive Signale von den Sponsoren empfangen hat, die die geplante Steigerung des Etats möglich machen könnten.

Fraglos ist es so, dass der sportliche Erfolg, von 25 Pro-B-Klubs unter die letzten Vier gekommen zu sein, bei allen Beteiligten Appetit auf mehr gemacht hat. So hat sich rund um die Kangaroos in dieser Saison eine echte Fan-Kultur gebildet. Etwa 80 Fans begleiteten ihr Team nach Wedel und feuerten die Mannschaft bis zum Schluss lautstark an.

Trainer Matthias Grothe, bei dem nach der ersten Enttäuschung längst das analytische Denken eingesetzt hat, machte deutlich: „Man muss die Wedeler Leistung anerkennen. Aber es stellt sich auch die Frage, warum beim sechstgrößten deutschen Basketballverein kaum Jugendliche in der Mannschaft spielen?“

Für ihn bleibt es trotz der negativen sportlichen Erfahrung im Halbfinale dabei, dass das Iserlohner Konzept eines Ausbildungsteams auf möglichst hohem Niveau weiter verfolgt werden soll. Die Weiterentwicklung der Mannschaft und der jungen Spieler steht eindeutig im Vordergrund. „Und das heißt, dass ich keinem für die Leistungen in Wedel einen Vorwurf mache“, stellt der Trainer noch einmal klar.