Entspannt in guter Ausgangslage

Dragan Petkovic half erfolgreich dabei, die Führung in Meschede über die Zeit zu retten.
Dragan Petkovic half erfolgreich dabei, die Führung in Meschede über die Zeit zu retten.
Foto: IKZ

Iserlohn..  In der Fußball-Landesliga 2 ist Borussia Dröschede das Team der Stunde. Mit dem 2:1 im Verfolgerduell in Meschede gelang der sechste Sieg in Folge, Platz zwei, der zur Westfalenliga-Relegation berechtigt, ist in Reichweite.

Allerdings kann die Borussia die Vizemeisterschaft (noch) nicht aus eigener Kraft schaffen. Denn die SG Finnentrop/Bamenohl liegt als Zweiter zwei Punkte vor und hat ein Spiel mehr zu absolvieren. Und vom Fünften Meschede (ein Punkt zurück) kann das Team von Ramazan Ceylan noch überholt werden, weil der SSV ebenfalls ein Spiel weniger ausgetragen hat. Dagegen kann der Dritte Hohenlimburg aus eigener Kraft im direkten Duell in drei Wochen überrundet werden.

„Wir haben mit unseren Siegen unglaublichen Druck auf Hohenlimburg und Finnentrop ausgeübt, und das hat teilweise schon gefruchtet“, sagt Ceylan und setzt nicht nur auf die momentan starke Verfassung seines Teams, sondern auch auf die mentale Stärke. „Wir befinden uns in einer guten Ausgangslage und sind entspannt.“ Offenbar behagt der Borussia die Rolle des Jägers.

Das Restprogramm hat es aber für alle Beteiligten in sich, zumal es noch einige Topduelle gibt. So muss Meschede noch gegen Hohenlimburg und auch gegen die SG Finnentrop/Bamenohl ran. Bereits am Freitag legt die Borussia gegen FSV Werdohl, dem Team von Ex-Trainer Alen Terzic, vor. Allerdings wird dann und auch in den restlichen Spielen Gündüz fehlen. Er zog sich bereits zum dritten Mal die sogenannte „Jones-Fraktur“ im Fuß zu.

Wozu der SC Hennen fähig ist, hat er beim 1:1 im Duell gegen den designierten Aufsteiger Brackel gezeigt, dem er damit den vorzeitigen Titelgewinn in der Landesliga 3 verdarb. Angesichts des Ausfalles von sieben Spielern mit sehr viel Kreativpotenzial lobte SCH-Trainer Peter Habermann: „Als Kollektiv hat die Mannschaft das hervorragend umgesetzt.“ Zwar sei man gerade in der Anfangsphase permanent unter Druck gesetzt worden, „aber wir haben sehr gut dagegen gehalten.“ Besonders, als sich das Team auf Pässe in die Tiefe besann und die zu zahlreichen Querspiele unterband, lief es gut. Das Remis bewertet Habermann als gerecht, räumt aber ein: „Wir hatten auch Glück.“ Die hypothetische Frage danach, was wohl ohne die ständigen Ausfälle generell möglich gewesen wäre, stellt er sich nicht. Platz fünf sei okay, aber es ist durchaus noch etwas mehr drin.

Am Sonntag steht ein weiteres Duell gegen ein Topteam an. Beim Zweiten Hedefspor Hattingen könnte Marks wieder in den Kader zurückkehren, ob er aber sein Comeback ausgerechnet auf einem Ascheplatz feiert, lässt Peter Habermann offen.