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Entschlossen zur Gemeinsamkeit

22.11.2011 | 15:55 Uhr
Entschlossen zur Gemeinsamkeit
Zwischen den SF Oestrich-Iserlohn, Borussia Dröschede und dem TuS Iserlohn laufen Fusionsverhandlungen.

Iserlohn. (wis) Das Licht der Öffentlichkeit haben sie fast zwei Jahre lang gescheut, wenn das Thema Fußball-Fusion auf der gemeinsamen Tagesordnung stand. Doch jetzt rückt die Entscheidung näher und damit auch das Interesse der Vorstände von SF Oestrich-Iserlohn, Borussia Dröschede und TuS Iserlohn, für ihr gemeinsames Projekt Werbung zu machen.

Am 30. November sollen ab 19.30 Uhr im Goldsaal der Schauburg die Mitglieder der der drei Vereine umfassend über das Fusionskonzept informiert werden. Am 15. Dezember schlägt dann die Stunde der Wahrheit. Um 19.30 Uhr beginnen die Mitgliederversammlungen im Gemeindehaus Oestrich sowie in den Vereinsheimen auf der Emst und am Hemberg, um über die Aufgabe der Eigenständigkeit und das Zusammengehen abzustimmen. Nach einer Aussprache zum einzigen Tagesordnungspunkt sollen die Abstimmungen an den drei Standorten zeitgleich eingeleitet werden. Sollte in einem Verein nicht die notwendige Zustimmung erreicht werden, würden die beiden verbliebenen zusammengehen.

In der Vorbereitung der wegweisenden Veranstaltungen skizzierten Vorstandsmitglieder der drei beteiligten Klubs die Beweggründe für ihre Fusionsbestrebungen. „Wir haben alle noch eine gute Breite vorzuweisen, doch daraus wird sich in absehbarer Zeit keine Leistungsspitze mehr herausbilden lassen,“ betonte Ralf Schamp, der 2. Vorsitzende der Sportfreunde. Ziel des Zusammengehens sei es, mit vereinten Kräften genau diese Spitze zu sichern. Im Seniorenbereich heißt das, dass eine erste Mannschaft die höchste Spielklasse in NRW (künftig die Regionalliga West) anpeilen soll, und im Leistungsbereich beim Nachwuchs wird man mit der A-, B- und C-Jugend die jeweilen Bundesligen anstreben. Die Breite soll dabei aber nicht auf der Strecke bleiben, Zielsetzung eines Fusionsvereins ist es nach Schamps Worten, dass alle aktuell bestehenden Mannschaften und alle Standorte erhalten bleiben. „Das ist dringend notwendig, damit sich die Mitglieder mit dem neuen Verein identifizieren können.“ Andreas Friedberg vom Dröscheder Vorstand verwies auf die nachlassende Bereitschaft zu ehrenamtlicher Tätigkeit, die alle Vereine betreffe. Zudem müsse man die demographische Entwicklung im Auge haben, die gleichfalls für eine Bündelung der Kräfte spreche.

Bernd Krehle, Chef der TuS-Fußball-Abteilung, erinnerte daran, dass die Fusionsgespräche auf eine Initiative von Iserlohner Unternehmern zurückgehen. An den Verhandlungen haben in den letzten Monaten Wolfgang Kirchhoff, Dr. Sigurd Pütter und Gustav Edelhoff teilgenommen, und auch dank ihres Einsatzes steht nun ein tragfähiges Konzept, das am nächsten Mittwoch präsentiert werden soll. Krehle betonte das gemeinsame Ziel: „Wir wollen, dass die Sportstadt Iserlohn in der Sportart Nummer eins auch in höheren Spielklassen vertreten ist.“

Das im Alleingang zu schaffen, schließen die Vorstande aller drei Klubs aus. Sie geben zu bedenken, dass ohne die Fusion das aktuelle Niveau nicht zu halten sei. Doch die Folgen eines möglichen Scheiterns will man aktuell gar nicht weiter thematisieren. „Ich bin ins Gelingen verliebt,“ sagte Friedberg. „Wir hätten gewiss nicht so intensiv an diesem Projekt gearbeitet, wenn wir nicht die realistische Chance sähen, dafür die notwendige Mehrheit unserer Mitglieder zu bekommen.“ Bei den Borussen liegt die Hürde jedoch am höchsten. 80 Prozent Zustimmung sind verlangt. Bei den Sportfreunden ist die Dreiviertelmehrheit erforderlich, beim TuS reicht schon die einfache Mehrheit.

Allen drei Vorständen geht es darum, bis zur Entscheidung am 15. Dezember umfassend zu informieren und sachlich zu diskutieren. Ein besonderes Anliegen ist es, die Mitglieder auf dem Weg in den neuen Großverein mitzunehmen. Der soll seinen Spielbetrieb zur Saison 2012/2013 aufnehmen.

Willy Schweer

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Kommentare
23.11.2011
15:17
Kirchturmdenken beendet?
von Burgerkid | #3

ich bin froh über diesen Entschluss.Ist er doch ein zeichen,dass das Kirchturmdenken ein Ende haben muss. Ein schlagkräftiger Verein auf Regionalliga-Niveau tut allen in der Region gut. Wenn ein großer Sponsor,wie z.B. Kirchhoff dahintersteht kann es etwas werden.



Dann müssen die Reporter nur nich lernen,was sie in einem Jahrzehnt DEL mit dem IEC nicht gelernt haben: Es heißt IserLOHN nicht ISERlohn! :-)

1 Antwort
@myself
von Burgerkid | #3-1

es muss natürlich NOCH und nicht NICH heißen!!

23.11.2011
14:16
Fusion
von derSchlaumeier | #2

Hier hat mal wieder ein Urborusse geschrieben. Mit diesen Leuten wird Borussia Dröschede nie fusionieren. Man muss das akzeptieren, weil der Dorfcharakter bestehen bleiben soll. Aber im obigen Text steht, das alles erst einmal so bleiben soll wie bisher. Herr Friedberg macht auf die bei allen Vereinen mangelnde ehrenamtliche Tätigkeit hin. Nur mit diesen Leuten ist so etwas zu stemmen. Die schlauen Schreiber füllen zumeist kein Amt in ihrem Verein aus. Wenn die drei Vereine ihre kompetenten Leute einbringen, könnte es etwas werden. Aber eine Garantie ist das auch nicht. Wir wollen mal abwarten was die Zukunft bringt.

23.11.2011
12:54
Fusion
von bardolino | #1

Da bin ich aber mal gespannt! Es ist aber nicht damit getan, dass man einfach mal drei Vereine zusammen fügt. Einer (der TuS) ist sowieso schon tot, der zweite (Oestrich) hat seine besten Zeiten auch schon hinter sich und der Dritte ist selbstbewußt genug. Sicherlich ist die Idee richtig, aber vielleicht sollte man die Ziele nicht so hoch hängen. Denn Regionalliga hat heute auch etwas mit Profi-Fußball zu tun. In Ahlen hat man auch gedacht, man bringt Vereine zusammen und nimmt das Geld eines Sponsors. Jetzt ist man in Ahlen wieder auf den Weg dorthin, wo man 1992 angefangen hat. Und im Jugendußball ist das auch kein Selbstläufer. Da verfügen andere Klubs über ganz andere finanzielle Möglichkeiten.

Ach ja, es gibt keine C Junioren Bundesliga. Soviel zum Thema Kenntnis!

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