Enormer Aufwand für die Bundesliga
24.02.2011 | 16:49 Uhr 2011-02-24T16:49:00+0100
Iserlohn.(wasi) Als Jugendlicher in der Bundesliga zu spielen, das ist im Basketball keine Seltenheit. Denn der Verband hat vor allem für Jungen diverse Leistungsklassen auf Bundesebene eingeführt. Neu ist diese Einteilung bei den Mädchen, wo man die WNBL ins Leben gerufen hat.
Erste Adresse für heimische Talente ist hier der TSV 1860 Hagen, der mit seinem U17-Team die Nordgruppe der viergeteilten weiblichen Nachwuchs-Bundesliga uneinholbar anführt. Mit zu diesem Erfolg, der auch durch das letzte Vorrundenspiel am Sonntag nicht mehr zu gefährden ist, haben mit Birte Bencker (15) und Hannah Piel (16) zwei Iserlohnerinnen beigetragen. Vor allem die jüngere Bencker, die auch im nächsten Jahr noch in dieser Klasse mitmischen kann, gehört zur Startformation der Hagenerinnen, die erst am letzten Wochenende in Herne ihre erste Niederlage hinnehmen mussten.
Für die Schülerin am Mendener Walburgis-Gymnasium, die bei den Korbjägern von NOMA Iserlohn ihren Sport erlernte, bedeutet das Mitwirken im Bundesligateam einen hohen Aufwand. Fünf Trainingseinheiten bestreitet sie pro Woche. Hinzu kommen meist zwei Spiele pro Wochenende, weil Bencker auch noch in der Landesligamannschaft der Hagener mitwirkt. Ähnlich groß ist der Aufwand für Piel, die zusätzlich bei den Kangaroos in der Oberliga spielt.
Schule, kurze Zwischenstation daheim in Sümmern und anschließend zum Training nach Hagen: So gestaltet sich nahezu jeder Tag für Birte Bencker, die als Aufbauspielerin ihre Stärken vor allem im schnellen Spiel sieht. Verbesserungspotenzial, das räumt sie ein, gibt es dagegen noch beim Wurf. Da kommt es ihr gelegen, dass sie noch ein Jahr Zeit in der WNBL hat.
Was danach folgt, darüber vermag selbst ihr Vater Helgi, zu Beginn der Saison noch Trainer der Mannschaft nur zu spekulieren. Die 2. Bundesliga bei den Phoenix Ladies ist da langfristig sicher ebenso reizvoll wie mittelfristig die Chance in einer Nachwuchs-Nationalmannschaft zu erhalten. Zur Sichtung war sie bereits eingeladen, hat danach aber wie viele andere vom DBB nichts mehr gehört.
Messen mit denen, die es damals geschafft haben, kann sich Birte Bencker aber dennoch bald, denn nun stehen die Play-offs an, in denen man wohl in der zweiten Runde auf die Topfavoriten um die Deutsche Meisterschaft, das Team Mittelhessen und den TV Saarlouis, treffen dürfte. Auf diese beiden Teams verteilen sich fast alle Nationalspielerinnen. Dennoch lautet das ehrgeizige Ziel von Bencker und dem TSV Hagen, Teilnahme am Final-Four-Turnier, das im Mai in Rotenburg/Scheeßel ausgetragen wird.
Und wenn es in diesem Jahr nicht klappt, bleibt noch die Hoffnung auf die kommende Saison. Als junges Team haben die Hagener die große Chance in ähnlicher Besetzung ganz weit vorne zu landen.
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