Elf-Punkte-Vorsprung noch verspielt

NOMA Iserlohn kassierte in Frankfurt eine knappe Niederlage.
NOMA Iserlohn kassierte in Frankfurt eine knappe Niederlage.
Foto: Stefanie Albedyhl/IKZ

Frankfurt..  Vor einer Woche hatten sie das Glück beim Spiel in Schwelm wohl überstrapaziert, diesmal lief es für NOMA-Basketballer nicht so gut. Beim Tabellensiebten in Frankfurt verspielte man einen stattlichen Vorsprung und unterlag am Ende knapp.


Basketball, 2. Bundesliga Pro B Süd: Frankfurt Skyliners Juniors - NOMA Iserlohn 67:64 (20:21/ 36:34/44:55). Der Ärger hielt sich beim weiter unangefochtenen Tabellenführer der Südstaffel in Grenzen. Da auch Würzburg verlor, können die Kangaroos maximal noch auf den zweiten Platz verdrängt werden, aber daran denkt derzeit niemand. „Es ist ja noch nicht so lange her, dass ich selbst Spieler war. Deshalb weiß ich, dass einem der Trainer vor dem Spiel viel erzählen kann“, stellte sich der Coach sogar ein wenig vor seine Mannschaft. Die Niederlage war für ihn eine Konsequenz aus diversen schwachen Sequenzen in den Spielen zuvor, die in Frankfurt ihre Fortsetzung fanden.

Im Trainingszentrum der Hessen bekamen die Gäste sofort einen ersten Vorgeschmack, lagen nach drei Minuten 0:7 zurück. Danach wurde es besser. 15:9 (7.) führte Iserlohn zwischenzeitlich, doch die Partie blieb fortan eng. Die mit drei Ausländern, Ex-BBL-Akteur Nolte und ihren Doppellizenzlern glänzend besetzten Frankfurter kämpften und beherrschten den Rebound, was bei den vielen Fehlwürfen der Waldstädter ein wesentlicher Faktor war.

Dennoch schien die Partie zu Beginn des dritten Abschnitts in die Richtung zu laufen, die sich die Gäste gewünscht hatten. Nach dem 42:42 (25.) setzten sich die Kangaroos mit einer 13:2-Serie ab und gewannen den Durchgang 21:8. Offenbar machte dieser Vorsprung das NOMA-Team aber zu sicher, denn die Hausherren warfen noch einmal alles in die Waagschale. Binnen vier Minuten verkürzten sie auf 54:55, bevor Olaf Rostek mit Freiwürfen nach fünf Minuten die ersten Iserlohner Zähler im letzten Viertel erzielte.

Bis zum 64:60 (38.) hielten die Heimischen alle Vorteile in ihrer Hand, doch dann leistete sich Orlan Jackman sein fünftes Foul. Jetzt wurde es eng. Frankfurt holte auf, kam 35 Sekunden vor Schluss durch den erstligaerfahrenen Richter zur ersten Führung im zweiten Durchgang. Auf der anderen Seite hatten die Iserlohner zuvor gleich reihenweise Korbleger vergeben und sich zudem dumme Ballverluste geleistet.

Und nach der Führung der Gastgeber gingen die Nachlässigkeiten weiter. Gleich zwei Chancen zum erneuten Führungswechsel blieben ungenutzt, bevor der Ex-Herforder Kiel für die Skyliners den Sack von der Freiwurflinie zumachte und die dritte Saisonniederlage des Aufsteigers besiegelte.