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24-Stunden-Benefizlauf um...

Eine ganz besondere Geburtstagsparty

27.04.2010 | 16:49 Uhr
Eine ganz besondere Geburtstagsparty

Iserlohn. Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Geburtstag zu feiern. Für eine ganz besondere Form hat sich vor drei Jahren Bernd Nuß entschieden. Wenn der Mendener Marathoni seinen Ehrentag begeht, richtet er in der Regel den 24-Stunden-Benefizlauf am Seilersee aus.

Und weil auch seine Ehefrau Elisabeth sportlich ist und einen Tag vor ihrem Gatten Geburtstag hat, teilt sie mit ihm diese Form der Feier - gerne und mit schlaflosen Nächten, stets bemüht, den Sportlern ihren beschwerlichen Weg komfortabel zu gestalten.

Am Wochenende fand die dritte Auflage mit über 300 Teilnehmern statt. Inzwischen stößt Nuß, der am Sonntag seinen 62. Geburtstag feierte, mit seinem überschaubaren Helferstab an organisatorische Grenzen. Besondere Unterstützung wurde ihm vom Vorjahressieger Dr. Stefan Weigelt zuteil. Hinzu kamen vor allem die helfenden Hände vom MC Menden, den Hundefreunden Menden sowie den Stadtwerken Iserlohn als Namensgeber.

Groß war die Resonanz beim Benfizlauf „Kids für Kids”. Die Kinder liefen über 1 700 Runden und sammelten für gemeinnützige Projekte, die Runden wandelten die Stadtwerke in Geld um.

„Wir sind fast an die Grenze der Überforderung gestoßen”, kommentierte Stefan Weigelt während der von den N'Ice RooStars umrahmten Siegerehrung. „Wir werden etwas ändern und abstellen.” Und Bernd Nuß, der den 24-Stundenlauf auch gerne als „betreutes Laufen” beschreibt, ergänzte: „Ich mache keine Probleme, ich löse sie.” Wegen der Osterkirmes findet die vierte Auflage schon am 16./17. April 2011 statt.

Weigelt verlor seinen Streckenrekord (203 km). Dietmar Veith vom TSV Kusterdingen (M40) entthronte ihn mit gelaufenen 216,424 km. Für Veith, dessen Bestmarke bei 190 km lag, hatte sich die rund 450 km lange Anreise gelohnt. Denn er erhielt einen 300-Euro-Gutschein für Sportkleidung sowie 100 Euro für den Streckenrekord auf der 1 788 m langen Runde um den Seilersee. „Es war schön, aber sehr anspruchsvoll”, kommentierte der Schwabe. Denn allein der auf den ersten Blick nur leichte Anstieg aus dem Seilersee-Stadion heraus entwickelte sich mit jedem weiteren Laufkilometer zur steilen Rampe. Auch der Zweitplazierte Stefan Daum aus Raunheim blieb unter der alten Bestmarke (208,150 km). Bester Iserlohner war Jürgen Biallas vom TuS-Lauftreff auf Platz 25 (3. M55) mit 142,520 km vor Tom Kuschel vom MCM (4. M40/142,149 km). „In der Nacht war es ganz schön kalt”, kommentierte der Mendener, der sich auf die rund 240 km lange TorTour de Ruhr von Winterberg nach Duisburg vorbereitet.

Ebenfalls das komplette Prämienprogramm erlief sich Melanie Straß (W35) als schnellste Frau. Die Läuferin aus St. Wendel im Saarland absolvierte 196,967 km, schweren Schrittes kam sie zur Siegerehrung. Beste heimische Sportlerin war Anja Samse (1. W40) vom MC Menden (179,089 km).

Den 12-Stundenlauf gewann Holger Brill (M45) mit 110,948 km. Der Iserlohner Andreas Wirth (2. M40/6.) lief 85,105 km. Über sechs Stunden siegte Stefan Beckmann (TV Borken/72,860 km). Die Staffelwertung gewann die Feuerwehr Menden (306,823 km), Dritter wurde die Berufsfeuerwehr Iserlohn (285,328).

Zu den Ultra-Wettkämpfern (24, 12, 6 Stunden) gesellten sich 60 „Freerunners” sowie 98 Aktive in acht Staffeln, darunter Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Klaus Weimer. Sie konnten jederzeit ein- und aussteigen.

Michael Topp

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