Eine EM-Goldmedaille soll der krönende Abschluss werden

Die Samurai-Nationalspieler Tim Linke (li.) und Pascal Neumann wollen Europameister werden.
Die Samurai-Nationalspieler Tim Linke (li.) und Pascal Neumann wollen Europameister werden.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Die Iserlohner Skaterhockey-Nationalspieler Tim Linke und Pascal Neumann fiebern den Titelkämpfen in Kroatien entgegen

Iserlohn..  Für Tim Linke (32) und Pascal Neumann (33) vom Skaterhockey-Bundesligisten Samurai Iserlohn soll es der krönende Abschluss einer langen Karriere sein. Mit der deutschen Nationalmannschaft sind sie am Wochenende als einer der Favoriten auf den Titel bei der Europameisterschaft im kroatischen Seebad Opatija am Start.

Samurai-Trainer Marcel Brozé glaubt an einen Sieg der deutschen Mannschaft und charakterisiert seine Spieler, die zusammen schon neunmal bei einer EM spielten, so: „Tim sieht in der Offensive auch seine Mitspieler, hat aber den direkten Zug zum gegnerischen Tor. Pascal habe ich aus der Not heraus zum Abwehrspieler umfunktioniert. Seine enorme Zweikampfstärke kommt dort am besten zum Tragen.“

Dass beide Spieler voll im Saft stehen, haben sie eindrucksvoll bewiesen. Für die Berufung in den Nationalkader mussten sie drei Sichtungslehrgänge absolvieren. Nach bestandenem Fitness-Test lag das Hauptaugenmerk auf der spielerischen Entwicklung. Der dritte und letzte Lehrgang diente dem gemeinsamen Training des Kaders. Bei den Samurai wird vor Punktspielen dreimal wöchentlich trainiert, ansonsten ist es eine Einheit weniger. „Die EM steht natürlich im Vordergrund, aber auch ich möchte nach 2013 noch einmal Deutscher Meister werden,“ sagt Pascal Neumann. Dafür müssen die Samurai eine Woche nach der EM den in den Play-offs schon einmal bezwungen TV Augsburg im „Best of three“ eliminieren.

Tim Linke wechselte 2010 von den Highlandern Lüdenscheid nach Iserlohn. „Robert Simon hat mich als Trainer voll überzeugt“, begründete der Lagerist seinen Wechsel. Bei Pascal Neumann war das anders. „Nach dem Abstieg der Mambas Menden wollte ich weiter in der ersten Liga spielen.“ Deshalb schloss sich der Erzieher 2012 den Iserlohner Samurai an.

Schweiz und Dänemark als härteste Widersacher?

Am Donnerstag fliegt die deutsche Delegation von Köln nach Rijeka/Krk, wo dann vor dem EM-Auftakt noch einmal in der Opatija-Sporthalle Kadvorana Marino Cvetkovic´ trainiert wird. Nach der Eröffnungsfeier in der Spielstätte (19 Uhr) und der sich anschließenden Manager-Tagung stehen am Freitag die Spiele der beiden Vorrunden-Gruppen an. Gespielt wird über 2 x 15 Minuten. Deutschland trifft in der Gruppe A auf die Ukraine (11.20), England (13.40) und Holland (18.20 Uhr). In der Gruppe B kämpfen Dänemark, Schweiz, Österreich und Kroatien um die Platzierungen in der Zwischenrunde, denn kein Team scheidet nach der Vorrunde aus.

Die Zwischenrunde startet am Samstag um 11.50 Uhr, da könnte Deutschland als Vorrunden-Sieger auf den Zweiten der B-Gruppe treffen. Zwei weitere Partien entscheiden über die Platzierung im Viertelfinale, das am Sonntag schon um 8.30 Uhr beginnt.

Nicht im Kader steht der kürzlich eingebürgerte Jiri Svejda (Highlander Lüdenscheid), der mit 85 Scorer-Punkten in der Bundesliga-Runde den dritten Rang belegt. Dafür sind seine Teamkameraden Andre Bruch und Torhüter Jonas Mohr mit von der Partie. Auch der Ex-Iserlohner Keeper Jonas Mende (Rockets Essen) steht in Opatija auf dem Parkett.

Deutschland als Finalist, das wird von allen Experten und natürlich auch von den beiden Samurai erwartet. Ob der Gegner dann die Schweiz oder wie 2014 Dänemark heißt, ist den Iserlohnern egal. „Weil das wohl unsere letzte Europameisterschaft ist, nehmen wir jeden Gegner. Hauptsache, am Ende hängt man uns die Goldmedaille um den Hals“, geben sich Tim Linke und Pascal Neumann durchweg optimistisch.