Ein Sportfest nicht nur für die Spezialisten

Am Wochenende findet am Seilersee der 24-Stunden-Benefizlauf statt,
Am Wochenende findet am Seilersee der 24-Stunden-Benefizlauf statt,
Foto: IKZ

Iserlohn..  Bereits zum achten Mal findet am Wochenende der 24-Stunden-Benefizlauf am Seilersee statt. „Die Veranstaltung hat sich in der Region mittlerweile fest etabliert. Die Plätze waren sofort vergeben, und wir freuen uns über diese her­ausragende Resonanz“, sagt Mike Kowalski, Marketingleiter der Stadtwerke. Initiator dieses Laufes ist der Mendener Ultraläufer Bernd Nuß, der von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird, u. a. auch vom LAZ Iserlohn.

Nuß lag der Breitensport- und Wohltätigkeitscharakter vom ersten Augenblick an ganz besonders am Herzen. Die Premierenveranstaltung fand anlässlich seines 60. Geburtstages statt. Sein Motto „60+ to move more“ gilt beim aktuellen Stadtwerkelauf immer noch. Denn Nuß, der am Samstag 67 Jahre alt wird, möchte erneut einiges bewegen, nicht nur die Aktiven.

Eine Herzensangelegenheit sind die TADRA-Kinderdörfer in Tibet, die er im August wieder bereisen möchte, um Spenden aus dieser Veranstaltung zu überreichen. „Die Mahlzeit für ein Kind kostet zwölf Cent“, erklärt er. Mit 180 Euro können also 500 Kinder am Tag drei Mahlzeiten erhalten. „Ein ganz wichtiger Bestandteil dieses Laufes ist die Teilnahme von Jugendlichen im Kindergarten- und Grundschulalter aus integrativ orientierten Einrichtungen“, nennt Nuß einen weiteren Benefizgedanken. Rund 450 Kindergartenkinder, erstmals mit T-Shirts ausgestattet, sind beim parallel stattfindenden Kids-for-Kids-Lauf am Samstagnachmittag zwischen 12.30 und 15.30 Uhr auf der Seepromenade unterwegs. Hier sind diesmal auch Mitarbeiter, ehrenamtliche Kräfte sowie Angehörige und einige Patienten der mobilen Pflege Bethaniens aktiv, ein Dienst für Kinderkranken-, Kinderintensiv- und Palliativpflege. Nuß: „Diese schwerst behinderten jungen Menschen im Rollstuhl gehören zu uns.“

Am 24-Stunden-Lauf nehmen Einzelstarter ebenso wie Staffeln teil, Wertungen gibt es auch über zwölf und sechs Stunden, Staffeln laufen 24, zwölf und zwei Stunden. Auch die „Beneflitzer“ werden wieder an den Start gehen. Für diesen besonderen Sponsorenlauf stehen von Samstag, 18 Uhr, bis zum Veranstaltungsende um 12 Uhr ausreichend Startplätze für jeden, der eine beliebig lange Zeit und Strecke um den See laufen möchte, zur Verfügung. Alle „Beneflitzer“ laufen zu Gunsten der Iserlohner Tafel „CariTasche“. Dabei zählt jede Runde.

Ein 24-Stundenlauf sei fast wie „betreutes Wohnen“ erklärt Bernd Nuß und sagt den „Ultras“: „Ihr lauft, wir machen den Rest.“ Dazu gehört auch eine umfangreiche Verpflegungsstelle im Seilerseestadion. Und wenn auch der sportliche Ehrgeiz sehr groß ist bei den Teilnehmern, die aus allen Teilen der Republik und auch aus dem Ausland kommen , so sagt Bernd Nuß auch: „Wir legen sehr viel Wert auf ein kommunikatives, sympathisches Miteinander in sportlich fairer Art und Weise und sind stolz auf unser gemeinsames soziales Engagement. Und das ist uns wichtiger als eine perfekte, aber vielleicht sterile Organisation, die nur auf einen reibungslosen Ablauf fixiert ist.“

Weitere Informationen: www.stadtwerke-iserlohn.de oder www.24hlauf-seilersee.de.