Ein Rückrundenauftakt nach Maß

Daniel Endrowait (links) und Heiko Cordes
Daniel Endrowait (links) und Heiko Cordes
Foto: Josef Wronski/IKZ

Schiefbahn/Iserlohn..  Ungeschlagen ist der heimische Radball-Erstligist RC Pfeil 07 Iserlohn in die Rückrunde gestartet. Mit einer herrvorragenden Leistung haben Daniel Endrowait und Heiko Cordes den Abstand zum Tabellenkeller vergrößert und befinden sich als aktueller Tabellenfünfter sogar auf DM-Kurs.

Mit dem Zugewinn von zehn Punkten gelang den Pfeilern die große Überraschung des Spieltages, und fast wäre es die optimale Ausbeute geworden, doch eine zweifelhafte Entscheidung brachte die Waldstädter um den schon sicher geglaubten Sieg gegen den Deutschen Vizemeister RVS Obernfeld I.

Zum Auftakt stand das Duell gegen Gastgeber und Trainingspartner RSC Schiefbahn auf dem Programm, und die Pfeiler legten einen Blitzstart hin. Das Anspiel führte zur Ecke und die wurde verwandelt – 1:0 nach nicht einmal 30 Sekunden. Diese Führung brachte Sicherheit in das Spiel der Iserlohner, die ihre Konkurrenten mit einer guten Defensive beeindruckten. Immer wieder fuhr der agile Endrowait die Pässe der Schiefbahner ab und konnte in das leere Tor einschießen. Am Ende feierte man ein absolutes verdientes 6:0.

In der zweiten Begegnung wartete der RV Obernfeld I. Die Cousins aus Niedersachsen waren zu diesem Zeitpunkt ungeschlagener Tabellenführer mit lediglich einem Remis auf dem Konto. Aber die Iserlohner waren nach dem Auftaktsieg wie aufgedreht und führten nach vier Minuten mit 3:0. Ein Viermeter und eine gute Kombination brachten Obernfeld wieder ran, doch bis zur Pause hielt die Führung. Und als Cordes mit seinem Solo das 4:2 erzielte, war der Sieg zum Greifen nahe. Obernfeld kämpfte und traf zum 3:4, doch wenige Sekunden vor dem Abpfiff bekamen die Iserlohner einen Freischlag zugesprochen. Endrowait wollte den Ball an der Bande entlang ins Toraus befördern, doch das Spielgerät flog über die Begrenzung hinweg ins Seitenaus. Die Zeit schien abgelaufen, aber der Schiedsrichter entschied auf Spielverzögerung, so dass 20 Sekunden nachgespielt wurden. In dieser Zeit setzten die Niedersachsen alles auf eine Karte und schafften den Ausgleich. Für die Pfeiler blieb nur ein Punkt und das Gefühl in der regulären Spielzeit besser als der Vizemeister gewesen zu sein.

Nach der Aufregung gegen Obernfeld wurde die Partie gegen Großkoschen ohne größere Probleme gewonnen. Mit hohem Fahraufwand und viel Ballbesitz brachten die Iserlohner das 4:1 über die Zeit. Das abschließende Duell gegen den RVS Obernfeld II war vor dem Spieltag zum Kampf um Rang fünf ausgerufen worden, doch da die Niedersachsen einen rabenschwarzen Tag erwischten und ohne Punkt blieben, distanzierten die Iserlohner sie um zehn Punkte. Eine frühe Führung für Cordes/Endrowait sorgte zunächst für Sicherheit, ehe der Schiedsrichter mit einigen Fehlentscheidungen die Eichsfelder wieder ins Spiel brachte. Aber von der von außen ins Spiel gebrachten Unruhe ließen sich die Iserlohner nicht anstecken, trafen zum 6:4 und sorgten für großen Jubel beim eigenen Anhang. - Die Ergebnisse:
Iserlohn - Schiefbahn 6:0 (2:0); Iserlohn - Obernfeld I 4:4 (3:2); Iserlohn - Großkoschen 4:1 (3:1); Iserlohn - Obernfeld II 6:4 (3:1).