Echte Heimspielatmosphäre in Verl

Der HTV setzte auch beim TV Verl
Der HTV setzte auch beim TV Verl
Foto: IKZ/Michael May

Verl..  Heimspielatmosphäre in Ostwestfalen. Gut 100 Hemeraner Handballfans begleiteten den HTV nach Verl, und sie durften sich über einen weiteren souveränen Sieg des Tabellenführers nach überzeugender Leistung freuen.


Handball-Verbandsliga: TV Verl - HTV Sundwig/Westig 25:36 (11:17). Dass die Hemeraner mit großem Gefolge anreisten, hatte Maria Esken, die Frau des Noch-Bürgermeisters der Felsenmeerstadt, initiiert. Sie finanzierte den Fanbus. Doch in der Halle nahm die Familie Esken selbstverständlich im HTV-Fanblock Platz - und saß damit bei den Siegern. „Jetzt soll er zusehen, dass Verl auch mal aufsteigt, damit wir noch einmal gegeneinander spielen“, meinte HTV-Chef Olaf Klein an die Adresse von Michael Esken gerichtet. Denn dass die Hemeraner auch nach dieser Saison feiern dürfen, ist überaus wahrscheinlich.

Die Mannschaft hatte den mühsamen Hinspielsieg noch in Erinnerung und ließ von der ersten Minute an keinen Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Feld gehen würde. „Wir haben exzellent in der Deckung gearbeitet und die Verler Laufwege gut gestört. Und wir waren auch ein Stück galliger als der Gegner“, resümierte ein zufriedener Trainer Hendrik Ernst.

Über 1:4 (5.) und 8:11 (18.) setzte sich der Tabellenführer kontinuierlich ab und sorgte für Hochstimmung auf der Tribüne. Matthias Kohl hielt gewohnt souverän, und ein Sonderlob des Trainers sicherten sich diesmal Dorian Gollor und Marvin Rosian, die in der Abwehr wie im Angriff überzeugten. „Aber es war letztlich der Sieg der gesamten Mannschaft“, betonte Ernst, der schon vor der Pause begann, eifrig durchzuwechseln.

Nach Wiederbeginn kam Verl nicht mehr ernsthaft heran. 17:23 hieß es nach 40, 21:26 nach 50 Minuten. Aber dann folgten vier HTV-Treffer in Serie, die den Hausherren die letzte Hoffnung raubten. Dass zwischenzeitlich wegen etlicher Zeitstrafen nur vier Hemeraner auf dem Feld standen, mochte der Coach nicht weiter kommentieren. „Dass wir nicht einen Siebenmeter bekommen haben, war auch etwas ungewöhnlich, aber zu den Schiedsrichtern sage ich nichts“.

Der Tabellenführer demonstrierte einmal mehr seine Klasse und hielt sehr zur Freude des Anhangs das Tempo bis zur Schlusssirene hoch. Und weil ja eifrig gewechselt werden konnte, musste sich auch niemand verausgaben. Der eine oder andere muss schließlich am Dienstag im Pokal gegen den LTV wieder ran.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE