Dröscheder sind mit einem Ohr in Finnentrop

Für Borussia Dröschede geht es um den Westfalenliga-Aufstieg.
Für Borussia Dröschede geht es um den Westfalenliga-Aufstieg.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Letzter Spieltag in den Fußball-Landesligen. Während es für den SC Hennen gegen Sodingen in der Staffel 3 nur noch um die Statistik geht, darf in der Staffel 2 Borussia Dröschede noch auf ein sportliches Wunder in Form des Westfalenliga-Aufstiegs hoffen. Ob es dazu kommt, hängt allerdings nicht nur von den Borussen ab.

Landesliga 2: SV Attendorn - Borussia Dröschede (Hinrunde 0:3). Soviel ist sicher: Nur mit einem Sieg beim Drittletzten dürfen die Dröscheder weiter hoffen, sind aber abhängig davon, was in Finnentrop geschieht, wo die einen Punkt besser gestellte SG versucht, mit einem Sieg gegen Werdohl den zum Aufstieg berechtigenden zweiten Platz zu verteidigen. Und die Aussichten der Bamenohler sind natürlich glänzend, auch wenn Ex-Borussen-Coach Alen Terzic, jetzt beim Finnentroper Gegner tätig, versichert hat, mit seiner Mannschaft alles geben zu wollen, auch wenn es für das Team um nichts mehr geht.

Dennoch werden die Dröscheder im Attendorner Hansastadion mit einem Ohr stets beim Geschehen in Finnentrop sein. Der scheidende Borussen-Coach Ramazan Ceylan sieht seine Elf beim SVA, der in der Rückrunde erst sechs Punkte geholt hat, klar in der Favoritenrolle, wenngleich einige Akteure passen müssen. Zudem wird Attendorn auf Rasen spielen, um vielleicht doch noch die Chance auf ein Erfolgserlebnis zu steigern und positiv aus der Serie zu gehen. An einer Personalie wird das aber nichts mehr ändern. Lars Mebus, Coach der Gastgeber, muss seinen Hut nehmen. Die Mannschaft quittiert diese Entscheidung der sportlichen Leitung seit Wochen mit einer ganz schwachen Trainingsbeteiligung.

Für die Borussia sind derartige Nebengeräusche aber uninteressant. „Die Mannschaft will unbedingt einen Sieg zum Abschluss“, berichtet Coach Ceylan von guten letzten Übungseinheiten. Dort musste Liefermann wegen akuter Patellasehnenprobleme allerdings passen, was Umstellungen in der Defensive erforderlich macht. Fehlen werden auch Gözütok wegen einer Gelbsperre sowie der verletzte Gündüz.

Erstmalig im Dröscheder Kader steht dagegen Stürmer Tshitungu, dessen Wechselsperre nach seiner Ausstieg beim BSV Menden abgelaufen ist.

Unterstützt werden die Borussen von zahlreichen Anhängern. Ein Fanbus startet bereits um 12.30 Uhr vom Sportplatz auf der Emst.

Borussia: Schmahl, Sinesi; Kronshage, Elmoueden, Petkovic, Eick, Akdeniz, Böler, Steinau, Et, Dzafic, Adbib, Cakmak, Acikel, Tshitungu. - Nicht dabei: Liefermann, Gündüz (beide verletzt), Gözütok (5. gelbe Karte). - Anstoß: So., 15 Uhr, Hansastadion.

Landesliga 3: SC Hennen - SV Sodingen (1:1). Zumindest theoretisch kann der Gast aus Herne noch Platz zwei und damit den Aufstieg in die Westfalenliga erreichen, doch auch beim SC ist man um einen versöhnlichen Abschluss bemüht.

Ohne Trainer Peter Habermann, der verärgert am letzten Sonntag dem Vorstand seinen sofortigen Ausstieg per WhatsApp mitteilte, geht es in die finale Runde. Die steht bei den Hennenern vor allem im Zeichen des Abschieds, denn insgesamt neun Akteure aus dem Kreis der ersten Mannschaft (Schepers, Marks, Wild, Kutlu, Markovic, Erlinghagen, Löser, Häuschen und Samuk) werden vor Spielbeginn verabschiedet.

Am Spielfeldrand steht bereits das künftige Trainerduo Stefan Kolatke/Kevin Hines und hofft ebenfalls auf einen gelungenen Ausklang der Spielzeit.

SC: Schmale, Wild; Ochs, Loos, Berg, Setzer, Hederich, Hines, Burgio, Katrakazos, Schepers, Zorawik, Kutlu, Grella, Drepper, Samuk. - Nicht dabei: Benner, Esselun, Sentürk, Marks, Wemmer, Wiesner (alle verletzt). - Anstoß: So., 15 Uhr, Naturstadion.