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Dröscheder Finaltriumph gegen Oestrich

10.01.2010 | 22:45 Uhr
Dröscheder Finaltriumph gegen Oestrich

Iserlohn. Die Siegesserie der SF Oestrich-Iserlohn ist beendet! Borussia Dröschede drehte den Spieß um und triumphierte am Hemberg. Das Standardfinale der Stadtmeisterschaft gab es dank des neuen Modus gleich zweimal, beide Partie verliefen höchst dramatisch, hektisch und emotionsgeladen.

Die Ausrichter Oestrich und TuS hatten das Doppel-K.o.-System eingeführt, das mehr Zustimmung als Ablehnung erntete. Zu den Kritikern gehörte Dröschedes Coach Holger Gehrmann, der ansonsten aber hoch zufrieden war. „Wie die Jungs sich in den Finalspielen präsentiert haben, war erste Sahne.” Kollege Tim Langenbach wirkte hingegen reichlich zerknirscht. „Wir waren die beste Mannschaft des Turniers und hätten den Sieg verdient gehabt. Aber wir hatten unter den Schiedsrichterentscheidungen zu leiden.”

Frank Hellfeifer, der Coach des TuS Iserlohn, freute sich über Rang drei, und 46er wie Sportfreunde, die gemeinsam am den Schaltstellen der Organisation wirkten, konnten zufrieden Bilanz ziehen. „Alles hat gut geklappt, die Kooperation lief tadellos,” resümierte Ernst Greve vom TuS und ernetet Zustimmung von Martin Hundt (Oestrich). „Schade ist nur, dass am Samstag die Halle wegen des widrigen Wetters nicht ganz voll war. Ansonsten ist alles wunschgemäß verlaufen.” So sah es auch der Stadtsportverband, dessen Vertreter beide Klubs für die gute Organisation lobten. – Der Finaltag:

Zwischenrunde

VTS Iserlohn - VfK Iserlohn 5:1. Chancenlos war der Bezirksligist gegen den Tabellenführer der Kreisliga A, der die Begegnung klar dominierte. Es war das Spiel von Ömer Durgun, der gleich vier Treffer für den VTS markierte.

SF Oestrich-Iserlohn - ASSV Letmathe 6:0. Der Westfalenligist zeigte dem A-Ligisten die Grenzen auf. Hederich, Sarisoy und Schulte hatten früh für klare Verhältnisse gesorgt.

Bor. Dröschede - SSV Kalthof 4:1. Dröschede gewann ungefährdet, setzte aber die Serie der glanzlosen Siege fort. Zejnullahu und Hegemann trafen zum 2:0, ehe Lecheb verkürzte. Petkovic machte alles klar.

SC Hennen - TuS Iserlohn 2:4. Erwartungsgemäß war das Duell der Bezirksligisten die spannendste Partie dieser Auftaktrunde Mit einem Eigentor eröffnete Reimann den Torreigen. Mantovani glich aus, aber Brdonkalla (2) und Karaca verschafften dem TuS den entscheidenden Vorteil.

1. Verliererunde

VfK Iserlohn - ASSV Letmathe 0:5. Die Abschiedsvorstellung des chancenlosen VfK, der sogar aus einer doppelten Überzahl kein Kapital schlug, besiegelten Bendik (2), Delkic (2) und Winner.

SSV Kalthof - SC Hennen 2:5. Erheblich mehr Brisanz bot das Nachbarduell. Der A-Ligist führte bis zur zwölften Minute mit 2:1, ehe Weber mit dem 2:2 die Wende einleitete. Im Minutentakt schoss Hennen den klaren Erfolg heraus und den SSV aus dem Turnier. Weil der knapper verlor als der VfK, startet er bei den Kreismeisterschaften.

1. Siegerrunde

VTS Iserlohn - Bor. Dröschede 2:4. Mit Fußball hatte das wenig zu tun. Hektik, harte Zweikämpfe und Fouls en masse prägten die Partie, in der Schiedsrichter Börner für eine Dauerbelegung der Strafbank hätte sorgen können. Der VTS führte durch Cakmak, brachte sich nach Urbans 1:1 aber durch Disziplinlosigkeiten um alle Chancen. Zejnullahus Doppelschlag zum 1:3 (9.) entschied.

SF Oestrich-Iserlohn - TuS Iserlohn 1:0. Ruhig, fair und weitgehend unspektakulär verlief der Klassiker von einst. Der TuS verkaufte sich gut und gewährte Oestrich nur wenig Spielraum. Einmal hatte Ünal jedoch genügend Platz und traf zum 1:0 (12.).

2. Verliererrunde

ASSV Letmathe - VTS Iserlohn 8:7 n.N. Nach zehn Minuten (1:3) sah der VTS wie der Sieger aus, verlor aber nach einer Zeitstrafe den Faden. Der ASSV bewies Moral, nutzte seine Überzahl zum Ausgleich und erzwang das Neunmeterschießen. Hier gab es keinen Fehlschuss der 98er. Der VTS war raus, was der Stimmung in der Halle nicht gut tat.

SC Hennen - TuS Iserlohn 1:3. Ganz souverän gewann der TuS das Duell der Bezirksligisten und beendete den Arbeitstag der Hennener. Brdonkalla, Tautz und Turcan schossen die klare Führung heraus, Mantovanis Treffer kam zu spät.

2. Siegerrunde

Bor. Dröschede - SF Oestrich-Iserlohn 1:3. In einer sehr ansehnlichen Partie zeigte Oestrich die durchdachteren Kombinationen und gewann durch zweimal Bock in der Schlussphase verdient. Die weiße Weste blieb gewahrt, das Finale war sicher.

3. Verliererrunde

ASSV Letmathe - TuS Iserlohn 2:3. Zwei Turcan-Treffer, unterbrochen vom Ausgleich durch Schmitz, ebneten den 46ern den Weg in die Vorschlussrunde. Nach Tautz' 1:3 kam durch den erneuten Letmather Anschluss durch Keskin in der Schlussminute Spannung auf.

4. Verliererrunde

Bor. Dröschede - TuS Iserlohn 7:1. Nach nur kurzer Verschnaufpause reichte beim TuS die Kraft nicht. Wilkes Führung machte El Basraoui noch wett, aber mit dem Doppelschlag durch Brajkovic und Urban (8.) war alles gelaufen. Dröschede schoss sich für das Finale warm.

Finale

Spiel 1: SF Oestrich-Is. - Bor. Dröschede 2:3. Nach einer Phase beidseitiger Zurückhaltung brach Hederichs 1:0 (5.) den Bann. Wilke (6.) und Urban (7.) nutzten Unachtsamkeiten der Oestricher Abwehr und drehten den Spieß um. Als Müssig eine Zeitstrafe erhielt, traf Stiesberg zum 2:2 (8.). Doch Dröschede wollte den Sieg um jeden Preis und durfte nach Fidans Treffer (10.) jubeln. Oestrich konnte nicht mehr kontern, weil Bock eine Zeitstrafe erhielt und Keeper Heinzer nach einer Abwehraktion außerhalb des Strafraums „Rot” sah.

Spiel 2: Oestrich - Dröschede 2:3. Der Zorn der Oestricher über die rote Karte verrauchte schnell, denn der Heinzer-Ersatz war ein Glücksfall. Stammkeeper André Lindenblatt, eigentlich nur zu Besuch am Hemberg, konnte nachgemeldet werden und ging im zweiten Finale zwischen die Pfosten. Und seine Glanzpa-raden sorgten dafür, dass Stiesbergs Führungstor bis zur zwölften Minute Bestand hatte. Dann wurde es turbulent: Ausgleich durch El Youbari, das 2:1 im Gegenzug durch Frey und schließlich Saris folgenschweres Ballwegschlagen, das ihm eine Zeitstrafe einbrachte. 2:15 Minuten waren noch zu spielen. Es schien zu reichen für Oestrich, doch 28 Sekunden vor Schluss traf Kaya zum 2:2 und weitere 15 Sekunden später durfte sich der starke Urban als Matchwinner feiern lassen. Dass sich Keeper Müssig beim Jubeln einen Muskelfaserriss zuzog, passte ins Bild eines dramatischen Finales, das als würdiger Schlusspunkt dieser Titelkämpfe gelten durfte.

Willy Schweer

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