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Siegesserie der Iserlohn Roosters reißt gegen die Straubing Tigers

25.01.2013 | 23:26 Uhr
Siegesserie der Iserlohn Roosters reißt gegen die Straubing Tigers
IDas war das 3:2 durch Mike York.Foto: May

Iserlohn. Die Siegesserie der Roosters ist gerissen. Ausgerechnet im Duell mit einem der hartnäckigsten Rivalen um den Einzug in die Play-offs zogen sie nach fünf Siegen in Folge den Kürzeren. Doch der Sieg der Straubing Tigers vor der für die Bedeutung des Spiels enttäuschenden Kulisse von nur 3445 Zuschauern ging in Ordnung.

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 3:5 (3:2, 0:1, 0:2). Das erste Drittel stand im Zeichen von Mike York. Er leitete die Führung durch Mark Bell ein (zunächst war ihm sogar der Treffer zugesprochen worden) und traf danach zweimal in einem Match, das auch von merkwürdigen Aktionen der Unparteiischen geprägt war. Das begann gleich nach zehn Sekunden, als Robert Hock wegen unkorrekten Anspielens beim Bully, den der Linesman mehrfach sehr kleinlich hinauszögerte, in die Kühlbox musste. Und es gab weitere fragwürdige Entscheidungen, vielfach zu Lasten der Hausherren. Die mussten das Spiel ohne Jeff Giuliano bestreiten, dessen Magen-Darm-Erkrankung keinen Einsatz zuließ. Aber auch die Gäste waren stark dezimiert angetreten und spielten über weite Strecken nur mit fünf Verteidigern und drei Sturmreihen.

Zu Beginn macht Iserlohn offensiv zu wenig

In der Anfangsphase tat sich offensiv bei den Hausherren zunächst wenig. Straubing zeigte einen starken Auswärtsauftritt und bereitete den Sauerländern viele Probleme. So kam die IEC-Führung ziemlich überraschend. Aus der Drehung schlenzte York die Scheibe Richtung Tor, Bell fälschte ab (7.).

Aber lange hielt die Führung nicht. Denn nach einer lächerlichen Hinausstellung gegen Lasse Kopitz nutzten die Tigers diesen Vorteil. Karl Stewart reagierte nach einem Pfostentreffer am schnellsten und glich aus. Aber bei einer gegen die Gäste angezeigten Strafzeit war dann York nach einem Kopitz-Schlagschuss zur Stelle. Das war höchst effektiv, denn vielmehr Chancen hatten sich die Hausherren nach elf Minuten nicht erspielt. Aber erneut ließ der Ausgleich nicht lange auf sich warten. Aus äußerst spitzem Winkel zog René Kramer ab. Ein starker Schuss, der allerdings nicht unhaltbar schien. Besonders ärgerlich: Zuvor war ein klares Beinstellen gegen den glücklosen Michael Wolf nicht geahndet worden (13.).

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Als dann mit Stewart und Meunier gleich zwei Gästeakteure auf die Strafbank mussten, gelang dem IEC die dritte Führung, wieder durch York, der ebenfalls aus spitzem Winkel den Freiraum nutzte. Aber sofort setzte Straubing nach, die Roosters standen gehörig unter Druck, hielten sich allerdings bis zur Pause schadlos.

Nach dem Wechsel gelang es dem IEC zunächst, das Spiel stärker vor das gegnerische Tor zu verlagern, verbunden damit waren gute Einschussmöglichkeiten. Aber Straubing blieb hartnäckig. Und bei Überzahl gelang zum dritten Mal der nicht unverdiente Ausgleich, Calvin Elfring fälschte unhaltbar ab (28.). Der Gast wurde nun wieder stärker mit stets gefährlichen Vorstößen. Aber auch Iserlohn boten sich Möglichkeiten, so eine Dreifachchance nach einem tollen Spielzug durch Jason Lepine, Mark Bell und Wolf. Tobias Wörle traf gegen seinen künftigen Klub nur die Latte (34.), Bell verpasste ein weiteres Mal (35.). Auch von zwei Powerplays in der Schlussphase konnten die Blau-Weißen nicht profitieren.

Die Fehlerquote des IEC zu hoch

Die Tigers hatten gleich zu Beginn des letzten Abschnitts zwei Riesenchancen nach krassen individuellen Fehlern. Sébastien Caron musste nach Lepines Scheibenverlust gegen den allein auf ihn zufahrenden Dustin Whitecotton retten (41.), wenig später gegen Rene Röthke. Es lief nicht mehr gegen einen unangenehmen, kampfstarken und selbstbewussten Gast, der seinen Kontrahenten häufig in die Bredouille brachte. Die Fehlerquote des IEC war zu hoch. Mit Folgen. Nach Fehlpass von Simon Fischhaber lief Carsen Germyn auf und davon und netzte eiskalt ein (51.). Wenig später rettet Caron gegen den allein vor ihm auftauchenden Meunier. Die Zeit lief den Heimischen davon, was nicht zu deren Sicherheit beitrug. Mit einem Schuss ins leere Tor machte Stewart alles klar.

Michael Topp

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2013-01-25 23:26
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