Drei Spiele in fünf Tagen - Echter Roosters-Stresstest

Gegen Köln stehen die Roosters vor einer echten Herausforderung.
Gegen Köln stehen die Roosters vor einer echten Herausforderung.
Foto: Josef Wronski
Was wir bereits wissen
Die Iserlohn Roosters erwarten am Freitag die Kölner Haie und müssen dann am Sonntag in Schwenningen und am Dienstag in Ingolstadt ran.

Iserlohn.. Im neuen Jahr geht die Terminhatz im Spielplan der Deutschen Eishockey Liga (DEL) unvermindert weiter. Für die Iserlohn Roosters steht am Freitag zunächst die Partie gegen die Kölner Haie an (19.30 Uhr, live in unserem Ticker), ehe am Sonntag die Schwenniger Wild Wings die Sauerländer empfangen. Am Dienstag folgt das Gastspiel beim ERC Ingolstadt - ein Stresstest.

„Eine harte Zeit für die Spieler. Ich bin gespannt, wie die Mannschaft darauf reagiert“, sagt Trainer Jari Pasanen. Besonders zum Jahreswechsel sei es manchmal schwieriger, dass jeder Akteur im Spiel die nötige Energie aufbringt. Eine Kopfsache und nicht die Folge von überschwänglichen Silvesterfeierlichkeiten.

Zwei Nächte in Schwenningen

Um die Belastung im ersten Stresstest 2015 möglichst ausgeglichen zu halten, startet der Roosters-Tross am Samstag gen Süden. In Schwenningen geht’s für zwei Nächte ins Hotel. Nach dem Spiel gegen die Wild Wings fahren die Roosters am Montag nach Ingolstadt weiter und schlagen dort ihr Domizil auf. Nach zwei Trainingseinheiten (Montag, Dienstag) und dem Spiel am Dienstagabend gegen den ERC kehrt die Reisegruppe am frühen Mittwochmorgen zurück an den Seilersee. Der Mittwoch ist dann trainingsfrei.

Auswärtssieg Mit Köln erwartet Pasanen eine harte Nuss. Die Haie kommen mit dem Selbstbewusstsein aus drei Siegen in Folge (Mannheim, München, Wolfsburg) nach Iserlohn. „Sie sind defensiv sehr stabil. In den drei Spielen kassierten sie nur vier Gegentore“, erwartet der Coach ein wesentlich schwierigeres Spiel als zuletzt gegen Krefeld und Berlin. Und appelliert deshalb: „Die ausverkaufte Halle muss voll hinter uns stehen!“ Den zuletzt aufstrebenden KEC sieht er auf jeden Fall unter den Top sechs der DEL. „Sie hatten zu Saisonbeginn viele Verletzte. Mit Holmqvist ist der letztjährige Topverteidiger der Liga zurück“, stuft Pasanen Köln nun stärker ein als Ende Oktober. „Anders als Krefeld wird sie ein Gegentor nicht verunsichern.“

Von seinem Team, das unverändert auflaufen wird, erwartet er daher die nötige Geduld. „Wir werden weniger Torchancen als in Krefeld erhalten. Diese müssen wir dann auch nutzen“, fordert Pasanen die nötige Effizienz. Kritisch sieht er zuletzt das Verhalten einiger Cracks nach einer Führung. „In Krefeld war es nicht das erste Mal, dass sich Bruder Leichtfuß eingeschlichen hatte. Das passt nicht zu uns, wir sind dann anfällig. Unser System ist einfach, es müssen sich alle an die taktischen Dinge halten.“

Pasanen warnt vor den zurzeit flügellahmen Wild Wings

Das gilt natürlich auch für Sonntag. Jari Pasanen warnt davor, die zurzeit flügellahmen Wild Wings auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Punkte wird man uns dort nicht auf den Tisch legen. Wir haben in Straubing die bittere Erfahrung gemacht, als die Einstellung der Mannschaft nicht stimmte.“ Marcel Kahle geht den Stresstest ebenfalls an. In Krefeld sah Pasanen den 21-Jährigen verbessert, erwartet aber bald, dass der Stürmer den endgültigen Schritt in die DEL macht. „Es liegt nicht an mir, er muss wissen wie sein Zeitplan aussieht.“