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Doppelaufstieg rundete eine gute Saison ab

03.07.2012 | 15:43 Uhr
Doppelaufstieg rundete eine gute Saison ab
Die B-Jugend der SF Oestrich-Iserlohn musste in der Westfalenliga lange zittern.

Iserlohn. Die letzte Woche der Meisterschaftsserie besserte die Bilanz der Nachwuchsabteilung der SF Oestrich-Iserlohn gehörig auf. Bezirksliga-Aufstieg für B2 und C2, dazu die Vize-Westfalenmeisterschaft der D-Junioren: Das konnte sich sehen lassen.

Jugendleiter Jörg Pantring, der diese Funktion auch beim neuen FC Iserlohn übernimmt, konnte mit der letzten Oestricher Saison durchaus zufrieden sein. „Wir haben unseren Arbeitsauftrag mehr als nur erfüllt, und das macht uns schon ein wenig stolz“, verweist er auf den Klassenerhalt der beiden Westfalenligavertretungen sowie den Aufstieg der B2 als zentrale Erfolgsmeldungen. Mit einer B-Jugendvertretung auch in der Bezirksliga vertreten zu sein, sieht er als elementar wichtig an, um den aufrückenden C-Jugendlichen eine akzeptable Plattform zu bieten. Schließlich ist der Sprung in die B-Jugend-Westfalenliga ziemlich groß.

Um diese Klasse musste lange gezittert werden. Das Happy-End, das mit Siegen in den letzten vier Spielen (und Platz sieben) erreicht wurde, sieht Pantring auch als Resultat des vorbildlichen Zusammenhalts im Verein. „In der entscheidenden Phase standen auch die beiden A-Jugendtrainer an der Linie. Das hat sich bezahlt gemacht“. Der ältere Jahrgang (am Ende Achter) hatte sich früh aller Sorgen entledigt, obwohl es durch Abstellungen an die erste Mannschaft und viel Verletzungspech Probleme gab.

Eine erneut überzeugende Serie spielte die C-Jugend in der Landesliga (Fünfter im Abschlussklassement). In dieser Altersstufe gibt es stets viel Fluktuation, hier ist der Bedarf für eine umfassende taktische Ausbildung enorm. „Zunächst hatten wir Sorge, doch am Ende hätte es beinahe für ganz oben gereicht“, meinte Pantring. „Aber dazu fehlte doch die Tiefe im Kader“.

Die erfolgreiche Oestricher Nachwuchsarbeit wird nun beim FC Iserlohn fortgeführt. Am Start werden 24 Jugendmannschaften sein, 15 am Standort Schledde und neun am Standort Hemberg. Zudem stellt die eigenständige Mädchenabteilung fünf Teams. Der Nachwuchschef bewegt sich bei seiner Zielvorgabe konsequent auf der Linie der Klubführung und denkt nur mittelfristig. „In der kommenden Saison geht es primär darum, mit den Leistungsmannschaften die Ligen zu halten und neue Strukturen zu schaffen. Wenn die stehen, wird man über Aufstiegsambitionen reden können“.

Beim Budget sind zunächst keine Steigerungen geplant, die es aber sehr wohl geben muss, wenn höhere Spielklassen angepeilt werden sollen. „Aber es wird auch künftig bei uns kein Geld an Nachwuchsspieler gezahlt“, stellt Pantring klar. Aktuell beschäftigen ihn die Rahmenbedingungen und dabei vor allem die Trainingszeiten. Ganztagsschulen fordern ihren Tribut, Jugendtraining muss zwangsläufig in den späteren Nachmittag rücken.

Aber ein späterer Beginn führt unweigerlich zu Kollisionen mit den Zeiten der Senioren. In der Schledde macht zwar die erste Mannschaft Zeiten frei, aber der SC Oestrich will dort künftig auch berücksichtigt werden. Am Hemberg-Nordhang, wo der Rasen vergleichsweise wenig strapaziert wird und zudem noch Stützpunkttraining stattfindet, könnte es mehr Freiraum für den FC geben. Pantring: „Wenn Westfalenligamannschaften bei ihren Trainingseinheiten keinen ganzen Platz zur Verfügung haben, ist das sicher nicht ligengemäß.“ An einem praktikablen Belegungsplan wird derzeit gebastelt.

Seit Monaten arbeiten die bisherigen Nachwuchsvorstände von Oestrich und TuS nach Pantrings Worten konstruktiv zusammen. Im September wird der Jugendvorstand des Fusionsvereins gewählt, und es wird weiter an den Strukturen der großen Abteilung gefeilt. Im nächsten Frühjahr soll alles stehen, und das soll sich dann auch an der sportlichen Bilanz ablesen lassen.

Von Willy Schweer



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