Diskussionen über die neuen DLV-Konzepte
06.02.2012 | 17:09 Uhr 2012-02-06T17:09:00+0100
Menden. (aw) Im Sportlerheim des VfL Platte Heide trafen sich die heimischen Leichtathletik-Vereine zur Kreis-Arbeitstagung. Nach der Eröffnung, bei der Christina Geiseler, Vorsitzende des Kreis-Leichtathletik-Ausschusses, auch den Kreisvorsitzenden Franz-Josef Bomnüter begrüßen konnte, standen traditionell zunächst die Ehrungen auf dem Programm.
Aus den Händen von Kreiskampfrichterwart Sven Spieckermann konnte Gerlinde Zacharias, seit 30 Jahren als Kampfrichterin des LC Schwerte tätig, den Josef-Oeke-Pokal entgegennehmen. Dann war Spieckermann selbst an Reihe. Der Deilinghofer erhielt den Ferdi-Ebel-Pokal für langjähriges Engagement in der Leichtathletik. Den Arnold-Meyer-Gedächtnispokal für die beste Leistung im Nachwuchsbereich sicherte sich Mittelstrecklerin Linda Wrede vom ASV Iserlohn.
In ihrem Jahresbericht ließ Christina Geiseler zunächst noch einmal das westfälische Wettkampfgeschehen im Jahr 2011 Revue passieren und ging dann auf die neue Leichtathletik-Ordnung des DLV ein. Auch praktische Hinweise für die Vereine fanden sich in ihrem Vortrag wieder, wie die ab sofort geltende Unzulässigkeit von mechanischen Windmess-Geräten oder die Einführung von Ordnungsgeldern, wenn 14 Tage nach einem Wettkampf noch keine Ergebnisliste beim Verband vorliegt.
Kreis-Wettkampfwart Christoph Schulte verwies auf die immer schwieriger werdende Suche nach Ausrichtern für Meisterschaften - sowohl im Kreis als auch im Verband - und hinterfragte das neue DLV-Konzept zur Kinderleichtathletik. Jugendwartin Gabi Haschke widmete sich ebenfalls der gerade in Westfalen intensiven Diskussion um das neuen Wettkampfprogramms für den Nachwuchs U12 und jünger. Kampfrichterwart Sven Spieckermann stellte die anstehenden Regeländerungen und die neuen Altersklassenbezeichnungen vor und warb eindringlich für die Entsendung von Interessenten zur neuen Kampfrichter-Grundausbildung (21./22. April) im neuen Deilinghofener Felsenmeerstadion.
Lehrwart Wolfgang Rath beleuchtete in seinem Jahresbericht das immer deutlicher werdende Konfliktfeld (Ganztags-)Schulbetrieb - Vereinstraining, während Breitensportwart Raimund Camminadi auf das Problem der „Jedermannläufe“ aufmerksam machte, deren immer weiter zunehmende Teilnehmerzahl im Gegensatz zu den sinkenden Verbands- bzw. Vereinsmitgliedern stehe. Kreisstatistiker Klaus Fingerhut sorgte zum Abschluss noch für einen Paukenschlag, als er seinen sofortigen Rücktritt von dieser Position verkündete. Grund für seine Entscheidung sei neben persönlichen Gründen auch der Rückzug der Firma Rieping, mit deren Software die Kreisbestenliste bislang erstellt wurde.
Schließlich stand auch die geplante Kreisstrukturreform des FLVW auf der Tagesordnung. Dort, so ist es bislang geplant, sollen ab 2016 u. a. die bisherigen Sportkreise Lüdenscheid und Iserlohn zu einem „Märkischen Kreis“ zusammengeführt werden. Dem stehen nicht nur die heimischen Leichtathletik-Vereine kritisch gegenüber, sondern auch der Kreisvorstand mit Franz-Josef Bomnüter an der Spitze, der noch weitere Wege für die Vereins- und Verbandsmitarbeiter fürchtet. Eine Entscheidung soll ein außerordentlicher Verbandstag noch in diesem Jahr treffen.
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