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„Die Struktur stimmt bei uns“

23.05.2011 | 17:33 Uhr
„Die Struktur stimmt bei uns“
Heiner Camen freut sich über den Aufstieg des SC Hennen in die Landesliga.

Iserlohn.(wis) Das 0:0 gegen die TSG Herdecke und der gleichzeitige Ausrutscher des Rivalen VfB Schwelm in Hattingen bescherte dem SC Hennen einen Spieltag vor Saisonende den Aufstieg in die Fußball-Landesliga. Nach dem erfolgreichen Sonntag sprachen wir mit Vorstandssprecher Heiner Camen.

Frage: Wie fühlt man sich nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte?

Camen:Für mich ändert sich ja nicht viel, die Arbeit bleibt gleich. Aber dieser Aufstieg ist eine Bestätigung dafür, dass bei uns die Strukturen stimmen, dass alle wirklich gut zusammenarbeiten. Das zieht sich vom Vorstand bis zum Platzwart durch. Es passt einfach alles.

Frage: Vor der Serie wurde als Ziel ausgegeben, den sechsten Platz der Vorsaison zu bestätigen. Weshalb ist es soviel besser gelaufen?

C amen: Man muss auf den Januar des letzten Jahres zurückblenden, als wir die Mannschaft mit Marks, Kutlu und Renji verstärkt haben. Bis dahin lief es ja nicht richtig gut für uns. Diese Spieler besitzen enorme Qualität, und das ist erst in dieser Serie richtig zum Tragen gekommen. Wir hatten eine eingespielte Mannschaft, die dann noch einmal sehr gezielt verstärkt wurde.

Frage: Was zeichnet diese Meistermannschaft aus?

Camen: Die Hierarchie stimmt, die Jungen hören auf die Alten. Das ist eine Einheit, die nicht von herausragenden Einzelspielern abhängig ist. Und der Erfolg spricht natürlich auch für das Trainerteam Peter Habermann und Stefan Kolatke, das erstklassige Arbeit geleistet hat. Schließlich spielt die Mannschaft auch guten Fußball.

Frage: Wir lange läuft der Vertrag der Trainer?

Camen: Die haben einen Vertrag auf Lebenszeit. Sie können so lange bleiben, wie sie wollen. Das passt sehr gut.

Frage: Die Landesliga wird eine echte Herausforderung für den SC Hennen. Was muss sich an der Strategie des Vereins nun ändern?

Camen: Gar nichts. Wir machen so weiter wie bisher. Alles läuft solide, es gibt keine finanziellen Auswüchse. Die Spieler haben sogar auf Geld verzichtet, die Mannschaft kostet künftig sogar weniger als bisher. Wir haben schließlich höhere Kosten durch Verbandsabgaben und das Schiedsrichtergespann.

Frage: Gibt es nicht einmal eine Aufstiegsprämie?

Camen: Eigentlich nicht. Aber die Mannschaft pokert natürlich, und wir werden mit uns reden lassen. Ein kleiner Zuschuss zur Abschlussfahrt ist wohl drin. In den letzten Heimspielen hatten wir ja gute Einnahmen, und davon soll die Mannschaft profitieren.

Frage: Welche Landesliga-Staffel bevorzugen Sie eigentlich?

Camen: Ganz klar die Sauerlandgruppe mit den Vereinen des Kreises Iserlohn. Und ich freue mich natürlich auf die Duelle mit dem VfL Schwerte, das ist mein alter Verein.

Frage: Welche Zielsetzung wird es geben?

Camen: Die Landesliga ist für uns das Maximum, es kann nur um den Klassenerhalt gehen. Dass wir jetzt dort spielen, ist aber auch der Stadt Iserlohn zu verdanken. Hätten wir nicht diese schöne Anlage mit dem Kunstrasen bekommen, wären das nicht möglich gewesen.

Frage: Der SC Hennen ist ein Großverein mit über tausend Mitgliedern. Was bedeutet der Aufstieg der Fußballer für den Verein insgesamt?

Camen:Die Fußballer werden natürlich einen Schub bekommen, im Nachwuchs erhoffte ich mir schon einen Effekt. Unsere Volleyballerinnen werden mitfeiern, denn die haben uns sehr gut unterstützt. In den anderen Bereichen wird man sich vielleicht freuen, aber das Interesse ist nicht sonderlich groß.

Frage: Hennen feiert jetzt den Aufstieg. Da fragt man sich, was eigentlich im nächsten Jahr zum Hundertjährigen gefeiert werden soll?

Camen: Wir wollen es jetzt nicht übertreiben mit dem Feiern. Im nächsten Jahr geht es schon im Januar los mit den Hallenstadtmeisterschaften, der offizielle Teil kommt im April, und im Juni oder Juli steigt dann das große Zeltfest in Hennen zum hundertjährigen Geburtstag. Es wäre schön, wenn wir dann auch den Klassenerhalt in der Landesliga feiern könnten.

Willy Schweer

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