Die Borussia setzt auf neue Impulse

In der kommenden Saison wird Ramazan Ceylan die Dröscheder Kicker nicht mehr trainieren.
In der kommenden Saison wird Ramazan Ceylan die Dröscheder Kicker nicht mehr trainieren.
Foto: IKZ

Iserlohn..  Auch beim Fußball-Landesligisten Borussia Dröschede setzt man zur Saison 2015/16 auf neue Impulse. Ebenso wie beim SC Hennen sollen diese von einem veränderten/neuen Trainerteam ausgehen.

Somit endet mit Ablauf der Serie 14/15 die Zusammenarbeit mit der aktuellen Trainerkonstellation Ramazan Ceylan und Dragan Petkovic. Dies wurde beiden von der Vereinsführung mitgeteilt.

„Es war keine leichte Entscheidung, denn beide Trainer sind langjährige, verdiente Vereinsmitglieder, die auch schon mehrere Jugendmannschaften des Klubs gemeinsam gecoacht haben. Aber der Vorstand des Vereins war einvernehmlich der Auffassung, dass es an der Zeit ist, neue Impulse zu setzen und die Mannschaft mit einer neuen sportlichen Leitung zu versehen“, heißt es in einer Presseerklärung, in der sich der Verein für die bislang geleistete Arbeit bedankt. Zudem legt man bei der Borussia Wert darauf, dass die Zusammenarbeit bis zum Saisonende fortgesetzt wird.

Zur Nachfolge gibt es bislang noch nichts wirklich Konkretes. Es laufen Gespräche mit geeigneten Trainerkandidaten. Und schon in den nächsten Tagen will man auf der Emst einen Nachfolger präsentieren.

„Wir haben unsere Entscheidung der Mannschaft mitgeteilt, die das ganz normal aufgefasst hat“, berichtet der sportliche Leiter Manuel Jimenez, der einräumt, dass die Entscheidung bereits seit längerem gereift sei. „Nach unserem schlechten Start waren wir beim Spiel in Hüsten schon an einem Punkt, wo wir bei einer Niederlage hätten handeln müssen. Aber das Spiel wurde gewonnen. Dennoch blieb irgendwie das Gefühl, im Hinblick auf die nächste Saison etwas ändern zu müssen“, führte Jimenez weiter aus.

Tief enttäuscht wirkte Ramazan Ceylan über die Entscheidung. „Das ist doch klar. Ich bin über zwanzig Jahre im Verein und hatte andere Vorstellungen. Besonders sauer bin ich darüber, dass man vor zwei Monaten eine Entscheidung getroffen hat und mich erst jetzt dar­über informiert“, so der Coach. Nach dem ersten Schock hat er sich vorgenommen, die Saison nach Möglichkeit zu Ende zu bringen, übernimmt dafür aber noch keine Gewähr. „Wir haben bislang eine tolle Vorbereitung absolviert, aber wenn ich merke, dass es nicht läuft oder die Mannschaft nicht mitzieht, dann höre ich sofort auf“, kündigt der Trainer an, der den Borussen den Rücken kehren will.

„Vielleicht wird man in dem Verein, in dem man aufgewachsen ist, nicht richtig wertgeschätzt“, vermutet Ramazan Ceylan, der darauf hinweist, dass die Mannschaft nach der Mitteilung des Vorstandes „in ein Loch gefallen sei“. „Es ist doch klar, dass das so kommen muss, viele meiner Spieler begleite ich schon seit der C-Jugend“, so der Trainer, der zu seinen Zukunftsplänen nur so viel sagt: „Ich liebe Fußball und trainieren kann ich auch woanders.“

Sein Mitstreiter Dragan Petkovic war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Bei ihm schließt der Verein eine weitere Tätigkeit am Rande des Spielfeldes allerdings nicht aus. Als Abwehrchef wolle man Petkovic ohnehin weiter an den Verein binden.